Apotheke der Zukunft: So digitalisierst du deine Apotheke erfolgreich!

Unzählige Möglichkeiten sind kein Grund zur Panik! (Bildquelle: KI-generiert mit Chatgpt)

Deine Apotheke hat eine Generalüberholung nötig und du weisst nicht, wie du dies bewerkstelligen sollst? Der grösste Fehler ist es, jetzt nicht zu handeln und durch ungenügend digitalisierte Prozesse viel Arbeitszeit zu verschwenden. Somit verlierst du den Anschluss an die Konkurrenz. Gerne zeige ich dir auf, was sich bei uns bewährt hat und welche Möglichkeiten es noch für die Zukunft gibt.

Weshalb macht die Digitalisierung Sinn?

Seit dem Spätmittelalter bezieht die Schweizer Bevölkerung ihre Medikamente in der Apotheke. Egal in welche Apotheke man geht, die Arbeitsschritte sind mehr oder weniger gleich und funktionieren bestens.

Da könnte man doch glatt denken, eine Digitalisierung der Apotheken ist unnötig. Ein Vergleich mit anderen Branchen zeigt jedoch, automatisierte Prozesse machen total Sinn.

Folgende zentrale Vorteile habe ich mit der Digitalisierung kennengelernt:

  • Schnelle Abfrage der Verfügbarkeit: Besonders in der Zeit der Lieferengpässe ist das Tool eine wertvolle Hilfe, um eine lückenlose Therapie zu ermöglichen.
  • Abläufe werden effizienter: Wertvolle Zeit kann durch den Einsatz von Warenwirtschaftssystemen, elektronischen Formulare und E-Rezepte gewonnen werden.
  • Fehler werden minimiert: Die Qualität kann beim Richten von Medikamenten enorm gesteigert werden.
  • Kundenzufriedenheit steigt: Der Kunde bekommt sein Medikament schnell und ggf. sogar ausserhalb der Öffnungszeiten.
  • Erweitertes Angebot pharmazeutischer Dienstleistungen durch den Einsatz von digitalen Anwendungen.
  • Platz wird gespart: Durch den Einsatz von automatisierten Prozessen kann die Archivierung von Patientendaten im Keller minimiert werden.

Die 6 besten digitalen Tools für die Apotheken

Wer oft in den Apotheken unterwegs ist, erkennt sehr schnell, welche Technologien sich etabliert haben. Folgende Tools würde ich immer wieder empfehlen:

  • Kommissioniersystem
  • Abholterminal ausserhalb der Apotheke
  • Blutwerte-Analysengeräte
  • Elektronische Preisschilder
  • Elektronische Formulare zur Beratung von Dienstleistungen
  • Visuelle Beratungswände

Wo liegt der Erfolgsfaktor?

Neben dem Offerten einholen, dem Planen und der Umsetzung wird dieser wichtige Punkt oft vergessen: Die Mitarbeiter!

Beziehe dein Team in die Projektplanung von Anfang bis zum Schluss mit ein. Eine offene Kommunikation und ein gemeinsames Ausarbeiten der angepassten Arbeitsschritte schaffen die beste Basis, dass das Projekt akzeptiert und erfolgversprechend umgesetzt wird.

Unsere Erfahrungen: Was würden wir das nächste Mal anders machen?

Möglichst schnell und alles digitalisieren! Das war auch unser Gedanken. Doch manchmal sind die modernen Lösungen noch nicht fertig entwickelt. Dies mussten auch wir feststellen.

Um die Verblisterung zu optimieren, wurde eine Maschine angeschafft. Von einem sofortigen Loslegen nach der Lieferung war jedoch lange nichts zu sehen, da die Maschine nicht auf die Schweizer Verhältnisse eingestellt war. Es benötigte ein ganzes Jahr, bis die Maschine nach unseren Vorstellungen funktionierte.

Rückblickend empfehlen wir, jede neue Anschaffung bewusst und in Ruhe ausgiebig zu testen. Denn «Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.» Und wer weiss, ob man dann nicht noch auf ein besseres Angebot stösst…

Was hält die Zukunft für uns noch bereit?

Im Privatleben wird schon ausgiebig mit KI gearbeitet, doch weshalb nicht auch in den Apotheken? Denn ein Chatbot auf der Webseite kann die Frage nach den Öffnungszeiten vor den Feiertagen ebenso gut beantworten.

Nebenbei kann KI unterstützend bei der Auswertung von Rezepten – egal ob elektronisch oder handgeschrieben – eingesetzt werden. Der Import der Rezeptverschreibung in die Verkaufssoftware und das Ergänzen der Dosierungen sollte auch für einen Computer möglich sein.

Zusätzlich wird die Qualität unserer Arbeit zukünftig durch Kommunikationsprogramme, die Mail, SMS, Whatsapp und Co. kombinieren, gestärkt. Diese fördern einen Austausch auf unterschiedlichen Kanälen und öffnen die Türen zum Versand von Medikamenten durch Online-Beratungen.

Und nicht zuallerletzt wird ein interaktives Gesundheitsdossier der absolute Gamechanger sein. Verwirrungen in der Medikation, unterschiedliche Angaben bei den einzelnen Leistungserbringer und doppelte Wechselwirkungsabklärungen gehören dann der Geschichte an.

Fazit:

Das Beste ist, die Apotheken stehen bereits mitten im digitalen Wandel. Es gibt noch viel Optimierungspotenzial und die Technologien werde fortlaufend überarbeitet. Und planst du bereits dein Digitalisierungsprojekt?

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Tina Hasler

Tina Hasler ist Apothekerin und bloggt aus dem Unterricht des CAS Digital Health. Sie wirkte bei dem Projekt der Digitalisierung einer Apotheke mit.

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