Roboter in der Bildung / Sozialen Arbeit – Zukunft oder Gegenwart?

Roboter als Lehr-Assistenz in der Bildung /Sozialen Arbeit – ja, das gibt es schon.

An der Universität St. Gallen setzen Prof. Sabine Seufert und Stefen Sonderegger seit Herbst 2019 Lexi ein. Einen kleinen Einblick gibt dieser Blog-Beitrag von scil oder dieses Video hier:

Diesen Oktober konnte ich Lexi persönlich kennenlernen, inzwischen spricht er/sie/es auch deutsch.
Lexi kann Fragen beantworten (verlinkt sich dabei selbst beispielsweise mit Wikipedia oder anderen Datenbanken), Dein Alter schätzten (macht dazu ein Bild von Dir, schickt es zu einer Microsoft-Datenbank, wo das Bild in einem Algorithmus mit anderen Bildern von Menschen in unterschiedlichen Alter abgeglichen wird, und gibt eine Altersschätzung zurück – alles in wenigen Sekunden) und Lexi kann Witze erzählen (…neulich habe ich mit meinem Hund Frisbee gespielt, es war komisch, ich glaube ich brauche einen flacheren Hund…).

Lexi kann aber auch Umarmungen, Tanzen (Locomotion), Dich an der Hand nehmen, einen Flug Simulieren, auf Menschen zugehen (rollen) oder auch Winken.

Für den Einsatz als Lehr-Assistenz braucht es vorprogrammierte Routinen, welche dann über Schlüsselwörter von der/dem Dozent*in per Sprachbefehl aktiviert werden können, dies gelingt aber auch per Sensoren, bspw. mit Fuss dipp an Lexis Füsse oder Berührung von Lexis Kopf.

Dahinter steckt allerdings viel Programmierarbeit! Beispielsweise kann Lexi Reden, jedoch müssen neben den Buchstaben auch für jede Pause zwischen den Wörtern eben ein paar Millisekunden Pause programmiert werden, damit Lexi nicht „am Band“ redet. Das Ganze ist also noch mit viel Aufwand verbunden und eher noch für den experimentellen Einsatz als für die „0815-Lehreinheit“.
Dennoch es ist sehr interessant und auch beeindruckend was im Bereich der Robotik bereits möglich wird – Boston Dynamics ist eine der Firmen, die bei der Entwicklung hier wohl führend ist – bezüglich „flacherem Hund“…wie wäre es mit einem Roboter-Hund namens „Spot“?

Das Projekt H.E.A.R.T (www.project-heart.de) setzt sich mit Robotern im Hochschulalltag auseinander. Es geht darum das“Miteinander von Menschen und humanoiden Robotern“ zu erforschen und Erkenntnisse für den Robotereinsatz in den Bereichen Lehre, Beratung, Information und Werbung zu gewinnen. Folgendes Video gibt dazu einen kleinen Einblick:

Eine andere Einsatzmöglichkeit (quasi im Bereich der Sozialen Arbeit) von Robotern bietet sich in der Stellvertretung bzw. als Avatar von Menschen mit Beeinträchtigung an, wie dieses Beispiel hier aus Japan zeigt:

Willkommen in der Zukunft bzw. Gegenwart!

 

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