Erweiterte Präsenzerfassung: Erfolgreicher Projektabschluss

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Die Hochschule Luzern hat in einer Forschungsarbeit die erweiterte Präsenzerfassung im Gebäude untersucht. Der Abschlussbericht dieser Arbeit liegt nun vor und kann von der Plattform „Aramis“ der Schweizerischen Eidgenossenschaft heruntergeladen werden.

Der Begriff der erweiterten Präsenzerfassung bezeichnet die Erfassung von Präsenz (Anwesenheit ja / nein), Anzahl, Position, Tätigkeit und Identität von Personen. Zunächst wurden in der Studie die erforderlichen Grundlagen zusammengestellt. Dabei hat sich gezeigt, dass die erweiterte Präsenzerfassung in den bestehenden Baunormen nicht explizit berücksichtigt wird. Anwendungsfälle dafür sind aber vorhanden. Dann wurden die Anforderungen an erweiterte Präsenzmelder definiert. Diese dürfen sich bezüglich Preis, Aussehen und Handhabung nicht massgeblich von konventionellen Präsenzmeldern unterscheiden (z.B. PIR). Weiter wurden vier Methoden zur Erfassung der erweiterten Präsenz in real genutzten Umgebungen untersucht. Die videobasierte Präsenzerfassung, ist bereits am Markt erhältlich und erlaubt Messgenauigkeiten von etwa ±2 Personen. Letztendlich wurde der Nutzen der erweiterten Präsenzerfassung bestimmt. Im Zweckbau wurde ein signifikantes Energiesparpotential festgestellt. Im Wohnbau ist die konventionelle Präsenzerfassung zu bevorzugen. Aufgrund der Ergebnisse wurde eine Reihe von Handlungsempfehlungen abgegeben für Hersteller und Fachplaner.

Die Forschungsarbeit konnte dank der finanziellen Unterstützung des Schweizerischen Bundesamtes für Energie durchgeführt werden.

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Die Forschungsgruppe widmet sich dem Einsatz von Licht, Automation und elektrischen Systemen zugunsten der Energieeffizienz und des Komforts im Gebäude. Im Vordergrund stehen dabei die individuellen Bedürfnisse des Nutzers und die sinnvolle Verbindung smarter Technologien mit der bestehenden Gebäudetechnik.

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