Innovationen im Kleinen: Wie Mitarbeiter die digitale Transformation vorantreiben können

Digitale Transformation muss nicht immer in weit vorausschauenden und langanhaltenden Visionen gedacht werden. Oft stecken die besten Innovationen in den kleinen, alltäglichen Prozessen. Wie Mitarbeiter einen Beitrag zur digitalen Zukunft ihres Unternehmens leisten können.

Digitale Transformation – ein Schlagwort, das in den letzten Jahren in aller Munde ist. Viele Unternehmen setzen grosse Projekte um, um ihre internen Abläufe zu digitalisieren und an die Bedürfnisse der modernen Arbeitswelt anzupassen. Dabei übersehen sie nicht selten die kleinen, aber feinen Veränderungen, die bereits von Mitarbeitern angestossen werden können.

Digitalisierung muss nicht immer große Umwälzungen bedeuten. Statt einer langatmigen Strategieverfolgung können kleinere „Innovationssprints“ einfacher und leichter implementiert werden, ganz nach der Lean Startup Vorbild (kleine Sprints = niedriges Risiko und schnell durchgeführt, siehe auch Bild). Oftmals reichen schon diese kleinen, gezielten Anpassungen, um spürbare Verbesserungen zu erzielen. So können Sensortechnologie und vernetzte Geräte dafür sorgen, dass sich Aufgaben wie das Bestellen von Verbrauchsmaterialien oder das Dokumentieren von Kundenkontakten komplett automatisieren lassen. Eine GPS-Ortung hilft dabei, Mitarbeiter im Außendienst jederzeit zu lokalisieren und bei Notfällen schnell Hilfe zu leisten. Automatisierungsprozesse können auch im After Sales die Verkaufszahlen erhöhen wenn z.B. gezielt personalisierte Emails an Interessenten versendet werden. Auch im öffentlichen Raum finden sich viele Beispiele dafür, wie Innovationen im Kleinen das Potenzial haben, grosse Wirkung zu entfalten. Intelligente Ampelschaltungen, die sich am tatsächlichen Verkehrsaufkommen orientieren, oder bedarfsgesteuerte Strassenbeleuchtung sind nur zwei Anwendungen, die Effizienz und Komfort für Bürger steigern.

Sprints statt grosse Strategien
Aus Lean Startup Experimente

Der Schlüssel liegt im Unternehmergeist der Einzelnen. Anstatt nur Anweisungen von oben abzuwarten, können Mitarbeitende selbst aktiv werden und Verbesserungspotenziale in ihrem Arbeitsumfeld erkennen. Vielleicht gibt es wiederkehrende Kundenwünsche, die das Unternehmen aufgreifen könnte? Oder lassen sich interne Prozesse durch den Einsatz digitaler Hilfsmittel effizienter gestalten? Gibt es einfache Prozesse die man Tag für Tag wiederholen muss welche durch eine Automation oder eine künstliche Intelligenz abgenommen werden könnte?

Um dieses Denken zu fördern kann es sinnvoll sein einzelne Teams in einen Innovations-Workshop zu senden (Beispiel Design Thinking). Das macht die Mitarbeitenden nicht per Se Innovativ, schafft aber eine gute Rahmenbedingung hierfür. Stellen Sie danach auch etwas Zeit zur Verfügung oder Belohnen Sie das Personal mit Benefits für eingereichte Vorschläge. In Japan erwirtschaftet ein Mitarbeiter mit seinen Ideen so wesentlich mehr Nettogewinn als in Deutschland, siehe Grafik:Nettogewinn pro Ideenreiche Mitarbeitende

Innovationspower von mitdenkenden Mitarbeitenden

Was also können Ihre Beschäftigten konkret tun, um die digitale Transformation in ihrem Unternehmen voranzubringen? Der erste Schritt ist, den Blick für die kleinen Dinge zu schärfen – und darüber nachzudenken, wie man diese durch digitale Lösungen verbessern kann. Egal ob in der Produktion, im Vertrieb oder in der Verwaltung: Überall gibt es Stellschrauben, an denen Mitarbeiter drehen können. Oft genug werden diese Ideen von Führungskräften dankbar aufgegriffen und umgesetzt.

Was sagen Ihnen Ihre Kunden? Hören Sie genau hin, denn wenn Sie 100x dieselben Anliegen wahrnehmen würden Sie sich gut daran tun eine Lösung zu suchen wie man das Anliegen lösen/erfüllen kann. Ist der Kunde Zufrieden, werden es auch Sie sein. Der Kunde möchte lediglich seine Aufgabe erfüllen – wie das gelingt ist ihm schlussendlich egal. (Verweis auf das Buch Blue Ocean Strategie).

Als letzter Schritt folgt dann der Mut diese Erkenntnisse oder Ideen den Vorgesetzten weiter zu geben – am Besten mit einem ersten Lösungsansatz. Wenn man diese Ideen schlussendlich aufgreift und z.B. wie mit der vorher erwähnten Design Thinking Strategie testet, kann so manch grosse Erfolgsgeschichte daraus werden.

Design Thinking
Design Thinking

Vielleicht ist es genau Ihre Idee, die Ihrem Unternehmen den nächsten wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung ermöglicht. Zudem: Welches Unternehmen wünscht sich dann nicht Personen wie Sie, die nicht nur Ihre Arbeit erledigen sondern Mitdenken und den Betrieb somit weiterbringen?

Korrekturgelesen von Claude 3.0 einer künstlichen Intelligenz

Zusätzlich ist auch hier ein guter Beitrag über die Thematik von Zweikern

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Dominic Lutz

Dominic Lutz ist Unternehmensvorsorgeberater bei der Baloise und bloggt aus dem Unterricht des CAS Digital Business Innovation auf dem Weg zum MAS in Blockchain & Digital Assets. Er ist seit 1996 in der Finanzdienstleistungsbranche tätig und deckt ein breites Spektrum an Arbeitserfahrung ab (Treuhand, Bank, Versicherung, eigene Startups). Zertifikate: Finanzplaner mit eidg. FA, CAS Senior Financial Consultant, CAS Blockchain, CCFE und NLP-Master

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