Wissen Sie wo ihre persönlichen Daten gespeichert sind?!
Mit diesem Thema spreche ich nun nicht die digitalen Daten an, wie Nutzung oder Informationen welche Tech-Konzerne über uns sammeln und wissen.
Vielmehr geht es darum, dass der Schutz unserer persönlichen Daten in der heutigen digitalen Welt wichtiger denn je ist. Sich Gedanken zu machen, wo sind meine Daten wie die liebsten Fotos, Erinnerungen, Verträge, amtliche Dokumente oder sogar meine letzte Steuererklärung respektive deren Berechnung abgespeichert, ist elementar!
Viele Nutzerinnen und Nutzern speichern ihre Daten nicht bewusst, sondern nur unregelmässig, nicht konsequent, oder irgendwo ab. Teilweise sind sie sich auch nicht (mehr) bewusst, wo sie diese gespeichert haben. Anstelle der Dokumente oder Dateien auf «meinem PC» oder Smartphone im «Download Ordner» zu speichern und wieder abzurufen, empfiehlt es sich ein persönliches Konzept zu erarbeiten. Hiermit soll klar und verständlich sein, welche Daten wo und wie abgespeichert werden sollen.
Erst bei einem Datenverlust zeigt sich dann, wie wertvoll ein solches ausgearbeitetes Konzept ist! Mit diesem lassen sich mit gutem Gewissen und schlussendlich auch Sicherheit, die eigenen Daten, welche teilwiese nicht mehr erbringbar sind, verwalten.
Zu einem solchen Konzept sind mindestens folgende Elemente zu berücksichtigen:
- Speichermedium
- Externe Festplatten: Ideal für regelmäßige, schnelle Backups. Sie sind offline und sicher vor Ransomware. Externe SSDs bieten hohe Geschwindigkeiten.
- Cloud-Speicher: Praktisch für den Zugriff von überall, ideal für Bilder und Dateien.
- Sichere Aufbewahrung: Externe Datenträger sollten räumlich getrennt vom Computer aufbewahrt werden, um Schutz bei Feuer oder Diebstahl zu gewährleisten.
- Datensicherheit
- Keine permanente Verbindung: Externe Festplatten nur für das Backup anschließen, um sie vor Blitzschlag oder Viren zu schützen.
- Lebensdauer Speichermedien: Ebenfalls sollte die Wahl des Speichermedium berücksichtigt werden, um Datenverlust durch Hardwarealterung zu vermeiden:
Interne/externe Festplatte: 5 bis 10 Jahre; CD/DVD/USB-Stick: 20 bis 30 Jahre; Cloud: Theoretisch unbegrenzt)
Um die in Punkt 1 und 2 erwähnten Faktoren und Eigenschaften sicher und effizient einzusetzen, bietet sich eine hybride Lösung als sehr sinnvoll an.
Eine, von diversen Tech Herstellern u.a. Veeam, empfohlene Faustregel ist die «3-2-1-Regel». Sie zeigt auf wie und wo eine Datensicherungen sicher erstellt werden kann.
Die Regel besagt, dass mindestens drei (3) Kopien der Daten angelegt werden sollen, die auf zwei (2) unterschiedlichen Medien gespeichert werden, wovon eine (1) an einem externen Speicherort aufbewahrt werden soll. Die Begründung lässt sich mathematisch erklären: Die Ausfallwahrscheinlichkeit für das erste Backup liegt bei 1/100, dieselbe Wahrscheinlichkeit gilt auch für die zweite Sicherung. Infolgedessen ergibt sich daraus eine Ausfallwahrscheinlichkeit von 1 zu 10’000. Wird eine weitere, dritte Sicherung hinzugefügt, bedeutet dies, dass die Ausfallwahrscheinlichkeit aller drei bei 1 zu 1’000’000 liegt.
- Schutz der Daten
Der Schutz der Daten kann mit Einsatz eines sicheren Passwortes oder der Nutzung biometrischer Verfahren wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung, gewährleistet werden. Diese üblichen Methoden sind besonders einfach und erschweren es Dritten erheblich, auf diese Inhalte zugreifen zu können.
Weiterführende Informationen bezüglich Datensicherheit sind beim Bundesamt für Cybersicherheit BACS zu finden.
Zusammenfassend; wer ein wenig Aufwand nicht scheut, sich allenfalls Hilfe holt und dies umsetzt, kann sich beruhigt mit seinen Daten durchs digitale Leben bewegen!
Quellenangabe
Bildquelle: pixabay
