Wie crossfunktionale Teams die digitale Transformation retten

Die digitale Transformation scheitert selten an der Technologie, sondern an veralteten Strukturen. Funktionsübergreifende Teams brechen starre Silos auf und verbinden die IT mit dem Business, um Innovationen und Optimierungen schneller einzuführen. In diesem Artikel erfahren Sie, warum diese Teams die wichtigsten Beschleuniger der digitalen Transformation in Ihrem Unternehmen sind.

Der Flaschenhals der Transformation: Die „Abteilungs-Mauer“

Viele Unternehmen verstehen unter digitaler Transformation fälschlicherweise ein reines IT-Projekt. Doch die digitale Transformation funktionieren nicht wie eine Bestellung beim Pizza-Lieferdienst. Das Business kann nicht die Anforderungen einreichen und die IT liefert Monate später. In einer Welt, die sich durch Cloud-Lösungen und KI rasant verändert, ist diese Arbeitsweise viel zu langsam.

Hier wirken crossfunktionale Teams als Katalysator. Sie integrieren das Fachwissen aus den verschiedenen Abteilungen zu einer gemeinsamen Einheit. Das Ziel, die Distanz zwischen der Idee bis zur Umsetzung möglichst zu reduzieren. In meinem CAS wurde deutlich, dass die digitale Transformation vor allem eine organisatorische Anpassung ist. Crossfunktionalität ist dabei das Werkzeug, um die nötige Agilität in die Kultur des Unternehmens zu pflanzen.

Warum Crossfunktionalität den digitalen Wandel beschleunigt

Der grösste Nutzen für die digitale Transformation ist die Beseitigung von Reibungsverlusten. Alles ändert sich, wenn Teams Entscheidungen unabhängig treffen und umsetzen können:

  • Kundennutzen statt Ingenieurstraum: Digitale Transformation in der Fertigung bedeutet, dass nicht die beste Maschine, sondern der beste Service (z. B. Predictive Maintenance) der Gewinner ist. Crossfunktionale Teams können direkt auf Maschinen- und Anlagendaten sowie auf Kundenfeedback aus der Praxis zugreifen. So können sie Produkte entwickeln, die Kunden wirklich wollen.
  • Die Lücke zwischen OT und IT schliessen: Betriebstechnikspezialisten (OT), die an den Maschinen arbeiten, arbeiten eng mit Softwareentwicklern (IT) zusammen und schaffen so ein gegenseitiges Verständnis für die Möglichkeiten der Digitalisierung und die harten Realitäten in der Fabrikhalle. Dieser Wissenstransfer baut Berührungsängste ab.
  • Optimierung interner Prozesse: Die digitale Transformation findet auch „hinter den Kulissen“ statt. Als Beispiel kann ein Team aus Lagerpersonal, IT-Spezialisten und Prozessmanagern die interne Logistik digitalisieren, indem es ERP-Systemdaten nutzt, um eine Anwendung für die Bestandsverwaltung in Echtzeit zu entwickeln. Da die zukünftigen Nutzer (Logistikmitarbeiter) als Teammitglieder direkt in den Entwicklungsprozess eingebunden sind, passt die Lösung perfekt und wird in ihrer täglichen Arbeit ohne Weiteres akzeptiert.

Die grösste Hürde: Das Aufbrechen der Machtstrukturen

Warum arbeiten dann nicht alle Unternehmen so? Weil funktionsübergreifende Teams die derzeitige Verwaltungshierarchie in Frage stellen. In traditionell strukturierten Organisationen kontrollieren die Abteilungsleiter die Ressourcen. In einer transformierten Organisation verlagert sich die Entscheidungsgewalt nach unten und geht direkt an die Teams über. Transformation bedeutet hier auch Befähigung statt Kontrolle.

Drei wichtige Punkte für die Umsetzung des digitalen Zielbildes

Aus meiner Sicht ist es deshalb wichtig, die folgenden Punkte zu beachten, beim Start mit crossfunktionalen Teams im eigenen Unternehmen:

  1. Messbare Ziele vorgeben und nicht nur Aufgabenpakete abarbeiten.
  2. Jede Digitalisierungs-Initiative benötigt einen Verantwortlichen, der die Vision des Produktes oder Prozesses vertritt.
  3. Etablieren einer Fehlerkultur – crossfunktionale Teams benötigen Unterstützung, Rückhalt und dürfen auch mal scheitern, ohne dass das Projekt sofort gestoppt wird.

Fazit: Agilität ist kein Selbstzweck

Die digitale Transformation verlangt von Produktionsunternehmen eine neue Reaktionsgeschwindigkeit. Crossfunktionale Teams sind das effektivste Mittel, um diese zu erreichen. Sie vernetzen Wissen und verkürzen Entscheidungswege radikal. Wer den Wandel meistern will, muss aufhören, in Abteilungen zu denken. Man muss anfangen, in Wertschöpfungsketten zu arbeiten. Nur so wird aus „Digitalisierung“ ein echter Wettbewerbsvorteil.

Dieser Blogbeitrag wurde mit Unterstützung von KI verfasst.

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Martin Eigensatz

Martin Eigensatz ist Leiter IT bei der Seven-Air Gebr. Meyer AG und bloggt aus dem Unterricht des CAS Chief Digital Officer. Er beschäftigt sich intensiv mit digitaler Transformation, KI sowie Führungsfragen im technologischen Wandel. In seiner beruflichen Tätigkeit verbindet er strategische Perspektiven mit praxisnaher Umsetzung an der Schnittstelle von Mensch, Organisation und Technologie.

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