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Wissenschaftliche Integrität und KI

    KI und wissenschaftliche Integrität: Was gilt es im Studium zu beachten?

    Generative KI kann dich beim wissenschaftlichen Arbeiten unterstützen – etwa bei der Ideenfindung, beim Formulieren, Übersetzen oder Programmieren. Auch bei der Nutzung von KI gelten aber die Prinzipien der wissenschaftlichen Integrität.
    Der Werkzeugkasten bietet eine Einführungin wissenschaftliche Integrität und gute wissenschaftliche Praxis. Im Folgenden wird erläutert, was deren vier Grundprinzipien für den Einsatz von KI im Studium bedeuten.
    Der Werkzeugkasten bietet eine Einführung in das Thema wissenschaftliche Integrität und gute wissenschaftliche Praxis. Im Folgenden wird ausgeführt, was die vier Prinzipien der akademischen Integrität und der daraus abgeleiteten wissenschaftlichen Praxis für den Einsatz von KI-Anwendungen während des Studiums bedeuten.

    KI und die vier Prinzipien der wissenschaftlichen Integrität

    1. Verantwortung

    Eine KI kann nicht Autor*in einer wissenschaftlichen Arbeit sein. Für die Richtigkeit und Qualität deiner Arbeit bleibst du selbst verantwortlich – auch bei KI-generierten Inhalten. Nutze KI so, dass sie dein wissenschaftliches Arbeiten, eigenständiges Denken und Lernen unterstützt, aber nicht ersetzt.

    2. Verlässlichkeit

    Vertrauen in wissenschaftliche Erkenntnisse setzt Transparenz und anerkannte Standards voraus. Das gilt auch für KI: Lege offen, welches Tool bzw. welche Version du wann, wofür und wie eingesetzt hast. Wo und in welcher Form dies geschieht, richtet sich nach den Vorgaben deiner Hochschule oder deiner Dozierenden. Eine interne Dokumentation kann dir unabhängig von Vorgaben helfen, deinen eigenen Arbeitsprozess später nachzuvollziehen.

    3. Respekt

    Zur guten wissenschaftlichen gehört ein respektvoller Umgang mit anderen Studierenden, Forschenden, Gesellschaft und Umwelt. Überlege vor der Nutzung eines KI-Tools, welche Daten du eingibst. Datenschutz und Vertraulichkeit sind wichtige Kriterien bei der Nutzung von KI bzw. der Wahl eines Tools. Beachte, dass deine Daten von kommerziellen Anbietern weiterverwendet werden können.
    Gib insbesondere keine vertraulichen oder personenbezogenen Informationen in ein KI-Tool ein, wenn du nicht geklärt hast, ob dies zulässig ist.

    4. Redlichkeit

    Zur guten wissenschaftlichen Praxis gehören, Redlichkeit, Fairness und Unvoreingenommenheit. Behandle KI nicht als verlässliche wissenschaftliche Quelle und prüfe KI-generierte Inhalte stets auf ihre Richtigkeit sowie auf mögliche Verzerrungen und Vorurteile (Biases).

    Um zu überprüfen, ob ihr die vier Prinzipien der wissenschaftlichen Integrität beim Verfassen einer schriftlichen Arbeit umgesetzt habt, könnt ihr schauen, ob ihr die folgenden Fragen vorbehaltlos mit Ja beantworten könnt:

    • Stammen Argumentation und Inhalte meiner Arbeit grundsätzlich von mir?
    • Kann ich die Argumentation und Inhalte meiner Arbeit selbst erklären und verantworten?
    • Habe ich nur erlaubte KI-Tools und Funktionen verwendet?
    • Habe ich alle KI-generierten Inhalte selbst kritisch geprüft?
    • Habe ich Datenschutz und Vertraulichkeit beachtet?
    • Habe ich Literaturangaben und Zitate anhand der Originalquellen kontrolliert?
    • Habe ich meine KI-Nutzung dokumentiert und – wo erforderlich – angegeben?
    • Kenne ich die KI-Regeln für meine Arbeit, habe ich entsprechende Guidelines der Hochschule, der Fakultät, der Dozierenden geprüft?
    Mehr Informationen zum Thema
    Buck, I. (2026) Wissenschaftliches Schreiben mit KI. Tübingen: UVK Verlag. https://rzs.swisscovery.ch/permalink/41SLSP_RZS/ab90bq/alma9914835137405505
    Frisch, K. (2025) FAQ Künstliche Intelligenz und gute wissenschaftliche Praxis – Version 2: https://doi.org/10.5281/zenodo.17349995.