Werkzeuge, Maschinen, Baustellen – mit diesen Begriffen verbinden wohl viele Menschen den Namen Hilti. Beim Praxisreferat an der HSLU wurde aber klar: Es geht um weit mehr. Von Hiltis Fokus auf ‚echten Kundennutzen‘ kann man auch als KMU viel lernen.
In unserem beruflichen Alltag drehen sich viele Entscheidungen um Qualität, Effizienz und langfristigen Nutzen.
Ich, Cyrill, begleite im Projektmanagement für Investitionsgüter komplexe Kundenprojekte, bei denen es längst nicht mehr nur darum geht, eine technische Lösung bereitzustellen. Kunden erwarten funktionierende Gesamtlösungen, die wirtschaftlich sinnvoll, nachhaltig und zuverlässig sind.
Auch ich, Toni, erlebe in der Produktionsleitung im Metall- und Stahlbau täglich, dass ein Produkt weit mehr sein muss als nur funktional. Ein Geländer wird nicht einfach produziert, sondern soll massgeschneidert sein für den Kunden.
Genau deshalb hat uns das Praxisreferat von Hilti, im Rahmen unseres MBA an der Hochschule Luzern, besonders angesprochen.
Mitarbeitende als strategischer Wettbewerbsvorteil
Hilti verfolgt eine klare «Value-Based» Strategie und will bewusst nicht der günstigste Anbieter im Markt sein. Stattdessen steht konsequent die Frage im Zentrum, welchen konkreten Mehrwert Kunden durch eine Lösung erhalten.
Genau dieser Ansatz hat uns beeindruckt.
Denn Hilti verkauft nicht einfach Werkzeuge. Das Unternehmen verkauft Produktivität, Sicherheit, Effizienz und langfristige Zuverlässigkeit. Für Kunden bedeutet das beispielsweise weniger Ausfallzeiten, optimierte Prozesse oder eine höhere Arbeitssicherheit auf der Baustelle.
Besonders spannend fanden wir, dass sich diese Denkweise durch das gesamte Unternehmen zieht. Der Fokus liegt nicht darauf, möglichst viele Produkte zu verkaufen, sondern langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen und Probleme nachhaltig zu lösen.
Gerade in einer Zeit, in der viele Unternehmen über Preise konkurrieren, wirkt dieser Ansatz fast schon ungewöhnlich konsequent.

Innovation braucht nicht nur Ideen, sondern auch die richtigen Menschen
Im Referat wurde zudem deutlich, dass Innovation bei Hilti nicht dem Zufall überlassen wird. Neue Lösungen und Weiterentwicklungen entstehen nicht allein durch technologische Möglichkeiten, sondern basieren auch auf gezielt aufgebautem Fachwissen und einer systematischen Mitarbeiterentwicklung.
Hilti verfolgt dafür eigene Ansätze in der Förderung und Entwicklung von Mitarbeitenden. Interne Weiterentwicklung, bereichsübergreifende Zusammenarbeit sowie eine aktive Feedbackkultur tragen dazu bei, Wissen innerhalb des Unternehmens aufzubauen und weiterzugeben.
Gleichzeitig wird dadurch das Verständnis für Kundenbedürfnisse und praxisorientierte Lösungen gestärkt.
Aus unserer Sicht zeigt sich darin, dass nachhaltige Innovation nicht nur von Produkten oder Technologien abhängt, sondern wesentlich auch von den Menschen, welche diese Lösungen entwickeln, umsetzen und kontinuierlich weiter verbessern.
Echter Kundennutzen: Davon können auch andere lernen
Das Praxisreferat von Hilti hat uns gezeigt, dass nachhaltiger Unternehmenserfolg heute weit über gute Produkte hinausgeht. Entscheidend ist vielmehr, welchen konkreten Mehrwert Unternehmen für ihre Kunden schaffen – und wie konsequent diese Haltung im gesamten Unternehmen gelebt wird.
Besonders spannend war für uns dabei die Verbindung zu unserem eigenen Berufsalltag. Ob im Projektmanagement für Investitionsgüter oder in der Produktionsleitung im Metall- und Stahlbau: Auch wir erleben täglich, dass Kunden längst nicht nur ein Produkt erwarten. Gefragt sind durchdachte Lösungen, Qualität, Verlässlichkeit und langfristiger Nutzen.
Genau deshalb blieb uns der Abend an der Hochschule Luzern nicht einfach als interessantes Praxisreferat in Erinnerung. Vielmehr war es ein spannender Einblick in eine Unternehmensphilosophie, die zeigt, dass nachhaltiger Erfolg nicht über den günstigsten Preis entsteht, sondern über Vertrauen, Qualität und echten Kundennutzen.
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