Wie publizierst du Open Access? – Statements von Forschenden der Hochschule Luzern

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Anlässlich der International Open Access Week, welche die Hochschule Luzern dieses Jahr zum zweiten Mal durch verschiedene Veranstaltungen (Programm) begeht, haben Forschende unterschiedlicher Departemente der Hochschule Luzern Stellung zu zwei kurzen Fragen genommen:

  • Welche Erfahrungen hast du bei deiner Open Access-Publikation  gemacht?
  • Kennst du die Read and Publish-Verträge, welche Swissuniversities in den letzten Monaten geschlossen hat?

Prof. Dr. Ruedi Arnold (Departement Informatik), Studiengangleiter Master in Fachdidaktik Medien & Informatik und Dozent:

Welche Erfahrungen hast du bei der Publikation deines Open Access-Artikels gemacht?

«Das hat gut funktioniert. Persönlich finde ich es richtig und wichtig, dass insbesondere von der öffentlichen Hand finanzierte Forschung und deren Resultate auch der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden.»

Kennst du die Read and Publish-Verträge, welche Swissuniversities in den letzten Monaten geschlossen hat?

«Nein.»

 

Alexa Bodammer (Departement Soziale Arbeit), Dozentin und Projektleiterin

Welche Erfahrungen hast du bei der Publikation deines Open Access-Artikels gemacht?

„Für mich war die Open-Access eine einfache und gute Form, gezielt Zielgruppen und Interessierte auf die Links hinzuweisen oder in Social Media zu verknüpfen, per Mail zu senden etc. Die Erstellung «lief von selbst», das heisst ich musste nichts tun ausser die Manuskripte / Publikation als PDF übermitteln. Es gab Probleme mit den DOI-Zuweisungen und den Titeln (eine Verwechslung), aber sonst lief es glatt. Wo genau die PDF nun jetzt «liegen» und warum es Zenodo braucht und was das ist, erschliesst sich mir nicht. Ich kenne das System selbst gar nicht und bin angewiesen auf eure Kompetenzen. Ich weiss auch nichts über die Nutzung / Verteilung / Bekanntheit  der Texte da draussen im Netz – oder wo diese Infos allenfalls vorhanden wären, wenn.
Zum Zeigen ist die Print-Ausgabe immer noch sehr relevant.“

Kennst du die Read and Publish-Verträge, welche Swissuniversities in den letzten Monaten geschlossen hat?
„Ich kenne die Read-and-Publish Verträge nicht.“

 

Jan Stampfli (Departement Technik & Architektur), wissenschaftlicher Mitarbeiter

Welche Erfahrungen hast du bei der Publikation deines Open Access-Artikels gemacht?

« Wir haben bisher immer Open Access publiziert. Der einzige Unterschied war, dass der Ablauf vereinfacht wurde und man einfach das richtige Häkchen bei der Einreichung anklicken musste und man nicht wie zuvor das Geld von der Hochschule zurückfordern musste.»

Kennst du die Read and Publish-Verträge, welche Swissuniversities in den letzten Monaten geschlossen hat?

« Bezüglich den Verträgen, kenne ich mich vor allem mit dem mit Elsevier aus, da ich bisher nur dort publiziert habe. »

 

Tobias Sommer (Departement Technik&Architektur), wissenschaftlicher Mitarbeiter

Welche Erfahrungen hast du bei der Publikation deines Open Access-Artikels gemacht? Da das bei dir nicht zutrifft: Wie findest du es, dass das Publizieren im Elsevier Journal ‘Energy’ nun Open Access möglich ist und die Article Processing Charges dafür gedeckt sind?

„Das finde ich natürlich sehr gut. In meinem Bereich sind «Energy» und «Applied Energy» die angesehensten Journals und gerade für diese Journals ist daher eine OA-Publikation besonders wünschenswert.“

Kennst du die Read and Publish-Verträge, welche Swissuniversities in den letzten Monaten geschlossen hat?

„Da musste ich jetzt schnell mal googlen und habe gesehen, dass es Read and Publish-Verträge bzw. Vertragsabsichten mit Elsevier, Springer Nature und Wiley gibt. «Energy» und «Applied Energy» gehören beide zu Elsevier und dort ist bereits eine Vereinbarung getroffen worden. Sehr schön.“

 

Yannick Wey (Departement Musik), wissenschaftlicher Mitarbeiter

 Welche Erfahrungen hast du/habt ihr bei eurer OA-Publikation gemacht? 

„Ich habe meine Dissertation als Buch bei der innsbruck university press veröffentlicht, das ging gut, die Arbeitsabläufe waren schnell und das Ergebnis gänzlich zufriedenstellend. Ich bin froh, dass ich die Diss. Open Access publiziert habe, so kann ich z.B. auf Nachfrage schnell einen Link verschicken. Bei Artikeln habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich bevorzuge dabei Journals von Fachvereinigungen, die Artikel Open Access veröffentlichen, ohne dafür von den Autorinnen und Autoren Geld zu verlangen.“

Kennst du die Read and Publish-Verträge, welche Swissuniversities in den letzten Monaten geschlossen hat?

„Ich habe die Nachricht damals gelesen, was die konkreten Inhalte und Konsequenzen davon sind, dafür müsste ich aber bei Bedarf wieder erkundigen.“

 

Jörg Fausch (HSLU Wirtschaft), wissenschaftlicher Mitarbeiter

 

„Informiert bezüglich der Möglichkeit Open Access zu publizieren wurde ich von Simone Rosenkranz von der ZHB Luzern. Der Prozess war sehr einfach und mit keinem zusätzlichen Aufwand verbunden. Ich kann Open Access jedem empfehlen, da es die Verbreitung der Publikation erheblich vereinfacht.“

Kennst du die Read and Publish-Verträge, welche Swissuniversities in den letzten Monaten geschlossen hat?

„Die Diskussion über die Read and Publish-Verträge habe ich am Rande verfolgt und habe mitbekommen dass zwischenzeitlich mit Elsevier die entsprechende Vereinbarung abgeschlossen werden konnte.“

 

Siri Peyer (Departement Design & Kunst), wissenschaftliche Mitarbeiterin

Welche Erfahrungen habt ihr bei der Publikation deines Open Access-Artikels gemacht?

„Wir haben auf Jar – Journal for Artistic Research eine Tagungsbesprechung in der Rubrik Network veröffentlicht. Unter Network werden Tagungs- und Bücherbesprechungen oder Kommentare zum aktuellen Diskurs veröffentlicht. Über die Veröffentlichung der Beiträge entscheidet die Redaktion und gibt gegebenenfalls auch inhaltliches Feedback zur Überarbeitung des Beitrags.“

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