Im Spitalalltag zählt oft jede Sekunde. Doch wenn Mitarbeitende in einem Klinischen Informationssystem lange suchen oder unnötig klicken müssen, kostet das Zeit und Konzentration. Gute Benutzerführung erleichtert nicht nur den Arbeitsalltag, sondern kann auch Fehler reduzieren und die Qualität der Versorgung verbessern.
Das KIS als täglicher Begleiter
Ein Klinisches Informationssystem, kurz KIS, ist aus dem heutigen Spitalalltag kaum mehr wegzudenken. Dort werden Berichte geschrieben, Patientendaten dokumentiert oder Informationen zwischen verschiedenen Berufsgruppen ausgetauscht. Für viele Mitarbeitende ist das KIS eines der wichtigsten Arbeitsinstrumente im Alltag.
Ob Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachpersonen oder Mitarbeitende im Sekretariat, alle arbeiten täglich mit digitalen Systemen. Oft geschieht dies unter Zeitdruck und parallel zu vielen anderen Aufgaben. Umso wichtiger ist es, dass ein KIS übersichtlich und einfach aufgebaut ist.
Ich selbst habe beide Seiten erlebt. Früher arbeitete ich als Pflegefachfrau HF im Spital und erlebte, wie unterschiedlich Mitarbeitende mit der Digitalisierung umgehen. Während einige offen für neue Lösungen waren, hatten andere Mühe mit Veränderungen. Gerade Mitarbeitende, die sich stark gegen digitale Prozesse stellten, wirkten im Alltag oft unsicherer oder schneller überfordert.
Heute arbeite ich bei einem KIS-Hersteller und begleite Spitäler bei der Einführung neuer Systeme. Dabei schule ich Mitarbeitende und begleite Go-Live-Phasen direkt vor Ort. Besonders Mitarbeitende, die viele Jahre mit denselben Abläufen gearbeitet haben, brauchen oft mehr Zeit, um sich an neue Systeme zu gewöhnen. Häufig fehlt nicht der Wille, sondern die Sicherheit im Umgang mit neuen Programmen. Umso wichtiger sind verständliche Schulungen und intuitive Systeme.
Ein KIS begleitet Mitarbeitende durch den gesamten Arbeitstag. Damit alle Beteiligten effizient zusammenarbeiten können, müssen Informationen schnell verfügbar und verständlich dargestellt sein.
Wenn kleine Hindernisse Zeit kosten
Viele Herausforderungen entstehen nicht durch grosse technische Probleme, sondern durch kleine Hindernisse im Alltag. Informationen sind schwer auffindbar, Funktionen verstecken sich in Untermenüs oder Angaben müssen mehrfach erfasst werden. Was nur wenige Sekunden kostet, summiert sich im hektischen Arbeitsalltag schnell.
Je komplizierter ein System aufgebaut ist, desto grösser ist zudem die Gefahr von Fehlern. Werden Informationen übersehen oder falsch dokumentiert, kann dies Auswirkungen auf den weiteren Behandlungsprozess haben.
Besonders deutlich wird dies bei Mitarbeitenden, die zu wenig geschult wurden oder nur einzelne Funktionen eines Systems nutzen. Müssen Abläufe immer wieder neu gesucht werden, kostet dies zusätzliche Ressourcen.
Gute Benutzerführung ist mehr als Komfort
Benutzerfreundlichkeit wird oft als «Nice-to-have» betrachtet. Im Gesundheitswesen hat sie jedoch eine viel grössere Bedeutung. Ein gut aufgebautes KIS hilft Mitarbeitenden, Informationen schneller zu finden, effizienter zu dokumentieren und sicherer zu arbeiten.
Wichtig ist dabei, dass digitale Lösungen an den tatsächlichen Arbeitsalltag angepasst werden. Entwicklerinnen und Entwickler kennen die technischen Möglichkeiten eines Systems, Mitarbeitende im Spital dagegen die Abläufe in der Praxis. Erst wenn beide Perspektiven zusammenkommen, entstehen Lösungen, die wirklich hilfreich sind.
Auch bei uns in der Firma wird grossen Wert daraufgelegt, dass Mitarbeitende die Arbeitsabläufe im Gesundheitswesen verstehen. Viele Personen im Team kommen ursprünglich aus der Pflege, arbeiteten als MPA oder haben einen medizinischen Hintergrund. Dieses Praxiswissen hilft dabei, die Bedürfnisse der Spitäler besser zu verstehen und Anliegen an die Entwicklerteams weiterzugeben.
Aus meiner Sicht wird bei der Digitalisierung oft unterschätzt, wie wichtig die Begleitung der Mitarbeitenden ist. Ein neues System allein verbessert noch keinen Prozess. Erst wenn Mitarbeitende verstehen, warum Veränderungen stattfinden und wie sie das System im Alltag nutzen können, entsteht echte Entlastung.
Digitalisierung muss den Menschen unterstützen
Digitalisierung im Gesundheitswesen sollte nicht nur neue Funktionen schaffen, sondern vor allem den Alltag erleichtern. Gute digitale Lösungen arbeiten nicht gegen die Anwenderinnen und Anwender, sondern unterstützen sie. Denn am Ende geht es darum, Zeit und Energie dort einzusetzen, wo sie am wichtigsten ist: bei den Patientinnen und Patienten.
Dieser Blogbeitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt.
