Suchen war gestern, verstehen ist heute: Wie KI mein digitales Arbeiten verändert

Früher habe ich Informationen gesucht – heute lasse ich mir helfen, sie zu verstehen. Vom kratzenden Modem über Google bis zur KI hat sich mein digitaler Arbeitsalltag als ERP-Berater grundlegend gewandelt. Warum ich heute schneller ans Ziel komme und wieder mehr Kontrolle über meine Recherche habe, zeige ich dir anhand von vier Wegpunkten.

Als das Modem noch piepste

Als das Modem noch Geräusche machte
Arbeiten mit Modem

Meinen ersten Computerkurs besuchte ich in der Sekundarschule. Jede Verbindung ins Internet begann mit dem typischen Pfeifen und Knattern des Modems – ein Geräusch, das eine ganze Generation bis heute im Ohr hat. Geduld war Pflicht denn eine einzige Seite zu laden, dauerte gefühlte Ewigkeiten. Wer zu lange surfte, blockierte die Telefonleitung der ganzen Familie. Dass wir einmal riesige Mengen an Informationen und Daten aus dem Netz in unseren Arbeitsalltag einbeziehen würden, war damals für mich schlicht undenkbar. Das Internet war Neuland, langsam und für die meisten ein Rätsel, wo das alles herkommt.

Das Zeitalter von Google

Das Zeitalter von Google
Google Zeitalter

Richtig spannend wurde es, als Google aufkam. Plötzlich konnte ich gezielt nach Websites suchen, die genau die Informationen enthielten, die ich brauchte – für Freizeitaktivitäten, für die Ferienplanung und ebenso für die technischen Fragen in meiner Arbeit als ERP-Berater. Eine Suchanfrage, und die Welt schien offen. Wo ich früher in Handbüchern blätterte oder im Team nachfragte, genügten nun ein paar Stichworte.

Doch ich merkte rasch: Das Finden der richtigen Informationen veränderte sich laufend. Aus vielen Links das passende Ergebnis herauszufinden, war nicht immer einfach. Die richtige Suchanfrage zu formulieren, wurde zu einer eigenen kleinen Kunst. Manchmal kostete es Zeit und einige Nerven, bis ich aus der langen Trefferliste das herausgefiltert hatte, was mir wirklich weiterhalf.

Wenn Marketing die Suche kapert

Mit SEO verändert sich die Goolge-Resultate
Marketing in Google

Mit den Jahren schoben sich immer mehr bezahlte Inhalte zwischen mich und meine Antwort. Werbung und Suchmaschinen-Optimierung bestimmten zunehmend, was zuerst erschien. Nicht mehr die beste Information stand zuoberst, sondern oft die teuerste Platzierung. Suchte ich etwa nach einer technischen Lösung, landete ich zuerst bei Anbietern, die für genau dieses Stichwort bezahlt hatten. Was als hilfreiches Werkzeug begonnen hatte, wurde mehr und mehr lästig.

Ich klickte mich durch Anzeigen, gesponserte Beiträge und für Klicks optimierte Seiten – und fragte mich nicht selten, wer hier eigentlich für wen arbeitet. Die Suche lenkte mich, statt mir zu dienen.

KI – mein Helfer

Der Wechsel zu Arbeiten mit KI
Der Wechsel zu KI

Mit dem Wechsel zur KI hat sich das Bild erneut gedreht. Statt mich durch Dutzende Websites zu klicken, formuliere ich meine Frage und erhalte eine verständliche, gebündelte Antwort. Die KI ordnet, fasst zusammen und erklärt – die Puzzleteile muss ich nicht mehr selbst suchen und zusammensetzen. Aus dem Suchen ist ein Verstehen geworden.

Besonders schätze ich, dass ich weniger von Dritten gesteuert werde. Ich kann meinen KI-Agenten so einstellen, dass er genau so arbeitet, wie es für mich und meine Aufgaben am besten passt. Die Kontrolle liegt wieder bei mir – nicht bei einem Werbebudget. Für meine Arbeit als ERP-Berater heisst das: Ich komme schneller zu brauchbaren Antworten und behalte den roten Faden, statt mich in Trefferlisten zu verlieren.

Ein Rat aus eigener Erfahrung: Verlassen Sie sich nicht blind auf die Antwort. Prüfen Sie wichtige Aussagen gegen, so wie Sie es bei einer Quelle aus dem Netz auch tun würden. Die KI ist ein starker Assistent – die Verantwortung für das Ergebnis bleibt bei Ihnen.

Was bleibt

Jede dieser Etappen hat mir etwas gebracht – und zugleich eine neue Fähigkeit abverlangt. Heute lautet sie: gute Fragen im richtigen Kontext stellen und Antworten kritisch prüfen. Denn die KI nimmt mir das Suchen ab, das Urteil aber bleibt meine Aufgabe. Wer das beherzigt, gewinnt Zeit und Souveränität. Genau darin sehe ich die grösste Veränderung der letzten Jahre: Wir hören auf zu suchen und fangen an zu verstehen.

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Werner Iten

Werner Iten ist Appication Solutions Manager bei der Global Clearance Solutions AG und bloggt aus dem Unterricht des CAS Software Development with AI and NoCode. Seit dem ersten Computerkurs mit Modem-Sound begleitet ihn die digitale Entwicklung beruflich wie privat und mit besonderem Interesse für den sinnvollen Einsatz von KI im Arbeitsalltag. Dieser Blogbeitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt.

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