ESG drei Buchstaben für mehr Nachhaltigkeit

Intro

ESG diese drei Buchstaben stehen für Environmental, Social and Governance oder auf Deutsch für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Es geht sowohl im geschäftlichen wie auch im privaten Kontext darum, mit den vorhandenen Ressourcen weitsichtig und verantwortungsvoll umzugehen. Das Motto dazu heisst: analysieren, reduzieren, kompensieren. Startet jetzt eure persönliche Reise zum Schonen unser aller Ressourcen.
Karma Challenge

Überblick ESG

Abb. 1 - Übersicht ESG

ESG mit seinen Teilaspekten

Das tönt alles trocken und kompliziert, oder? Und je mehr man sich mit Nachhaltigkeit befasst desto unübersichtlicher kann es werden, das muss es jedoch nicht.

Rahmenwerke (Frameworks) und Berichtspflichten

Denn es gibt verschiedene Standards und Rahmenwerke (Frameworks), welche helfen, das ganze Thema in eine geordnete Struktur zu bringen.

Der ESRS-Standard (Europäische Nachhaltigkeitsberichtsstandards) wird im europäischen Raum angewendet und beinhalten die drei Stufen, Übergreifende Standards; Thematische Standards (branchenunabhängig) und Sektorspezifische Standards (Branchen oder Sektoren). Der ESRS-Standard zielt darauf ab, die Vergleichbarkeit und Transparenz der Nachhaltigkeitsberichterstattung zu verbessern.

Der ISSB-Standard (International Sustainability Standards Board) schafft weltweit einheitliche Grundlagen (IFRS-Regeln im Finanzreporting).

Der GBI-Standard (Global Reporting Initiative) ist ein freiwilliger Standard. Er bietet Unternehmen weltweit Orientierungshilfen für die Offenlegung ihrer nachhaltigen Auswirkungen und ist flexibler in seiner Anwendung.

In der Schweiz sind börsenkotierte Firmen, Banken und Versicherungen sowie grosse Unternehmen mit mindestens 500 Mitarbeitenden ESG-Berichtserstattungspflichtig. Auch Firmen, welche in der EU einen Umsatz von mehr als 150 Mio. Euro erzielen oder in der EU eine Tochtergesellschaft oder Niederlassung mit mehr als 250 Angestellten haben, sind davon betroffen. Im EU-Raum wird zwingend der ESRS-Standard verwendet. Weitere Schwellenwerte, welche die Bilanzsumme und den Umsatz betreffen, wurden für beide Fälle festgelegt (20 Mio. und 40 Mio. CHF/Euro). Diese Regeln können sich noch ändern, denn aktuell läuft in der Schweiz eine Reform der ESG-Berichterstattung.

Definitionen zur Umweltnachhaltigkeit

Die Daten der Umweltnachhaltigkeit werden in drei Geltungsbereichen (Scope) angegeben. Diese Geltungsbereiche sind jedoch nicht mit den oben aufgeführten Stufen des ESRS-Standards zu verwechseln.

Eine Mitarbeiterin einer berichtspflichtigen Firma, nennen wir sie Mia, fährt ins Büro. Dort arbeitet sie und lädt ihr Smartphone auf. Damit löst sie für die Firma Emissionen im Geltungsbereich 2 aus, denn beide Aktivitäten benötigen Strom, welcher eingekauft werden muss. Später bestellt Mia Werbematerial bei einem Lieferanten. Diese Emissionen aus der Papierproduktion, dem Druck und dem Transport gehören zum Geltungsbereich 3, sie liegen ausserhalb der direkten Kontrolle der eigenen Firma, sind aber Teil von deren Wertschöpfungskette. Am Nachmittag fährt Mia mit dem Firmenauto (Benziner) zu einem Beratungsgespräch. Die dadurch entstandenen Emissionen verursacht die Firma selbst, es sind also direkte Emissionen aus dem Geltungsbereich 1.

Ressourcen schonen als Privatperson

Persönlich fällt es mir jeweils am einfachsten Ressourcen einzusparen, wenn ich mich nicht grossen einschränken oder mein Verhalten grundlegend ändern muss. Das heisst, wenn ich einfache Handlungen, welche einen Nutzen bringen in meinen Alltag einbauen kann.

Für mich habe ich nun ein paar einfache Aktionen ausgewählt, welche ich umsetzte. Einkaufstaschen aus Stoff, statt Plastik verwenden; Vermehrt den öffentlichen Verkehr nutzen; regionale Produkte einkaufen; wo immer möglich die Kreislaufwirtschaft beachten (Gegenstände reparieren lassen statt neu kaufen; Recycling beachten (Flaschen, Glas, Batterien); Ökostrom kaufen; papierloses Büro umsetzten; online lesen.

Startet jetzt eure persönliche Reise zum Schonen unser aller Ressourcen. Jeder noch so kleine Beitrag zählt.

Weiterführende Links zum Thema

Gemischte Zwischenbilanz: Agenda 2030

WWF-Klimarechner: Ihren CO2-Fußabdruck berechnen

Nachhaltig leben – 50 Tipps für einen umweltfreundlichen Alltag

(alle Links wurden zuletzt aufgerufen am 23.05.2026)

Buch «Twin Transformation: Wie Sich Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeit gegenseitig unterstützen», Kapitel 12 – Mit Nachhaltigkeit begeistern Gut fürs Medienhaus, gut für den Planeten. Dr. Holger Feist, Murman Verlag GmbH, Jahr 2025; ISBN 9783867748179»

Hilfsmittel

Folien aus dem Unterricht «CAS BIA 21 – Business Intelligence & Analytics

Copilot (Teil des Titelbildes) und Internet

Abb. 2 - Prompts

 

 

 

 

 

Abb. 3 - Abbildungsverzeichnis

 

Beitrag teilen

Monika Frieden

Monika Frieden ist Fachspezialistin Analytics bei der SRG SSR der Schweizerischen Radio und Fernsehgesellschaft und bloggt aus dem Unterricht des CAS Business Intelligence & Analytics. Der Umgang mit Daten, diversen Finanzzahlen und Tools in Kombination mit den Benutzern motiviert sie täglich neu.

Alle Beiträge ansehen von Monika Frieden →