Sicherheit in Business Intelligence wird oft über Ordner und duplizierte, unterschiedlich gefilterte Reports gesteuert. Das führt zu hohem Aufwand und inkonsistenten Zahlen.Security by Design setzt früher an. Berechtigungen sind Teil des Datenmodells und ermöglichen dynamische, skalierbare Zugriffskonzepte ohne redundante Reports.
In vielen Unternehmen wird Sicherheit im BI Umfeld noch immer über einfache Mittel gesteuert. Häufig erfolgt der Zugriff über Ordnerstrukturen oder separate Reports für unterschiedliche Zielgruppen. Auf den ersten Blick funktioniert das gut. Nutzer sehen nur die Inhalte, die für sie freigegeben sind. Mit der Zeit entstehen jedoch Probleme.
Um unterschiedliche Berechtigungen abzubilden, werden Berichte oft dupliziert und leicht angepasst. Ein Report für das Management, einer für Länder und weitere für einzelne Regionen oder Abteilungen. Die Datenbasis und die Visualisierungen bleiben dabei häufig identisch, nur Filter oder einzelne Kennzahlen unterscheiden sich.
Was zunächst wie eine pragmatische Lösung wirkt, entwickelt sich langfristig zu einem strukturellen Problem. Dadurch entstehen unter anderem:
- hoher Wartungsaufwand
- inkonsistente Kennzahlen
- fehlende Transparenz
- wachsende Komplexität
Die Ursache liegt dabei oft nicht in den Reports selbst, sondern in der Art, wie Berechtigungen umgesetzt werden.
Ein typisches Beispiel ist ein Vertriebsdashboard. Während das Management alle Regionen analysieren darf, sollen regionale Verantwortliche nur die Daten ihrer eigenen Region sehen können. Ohne zentrale Sicherheitslogik entstehen dafür häufig mehrere nahezu identische Reports. Änderungen an Visualisierungen oder Kennzahlen müssen dadurch mehrfach umgesetzt werden, was zusätzlichen Aufwand verursacht und Fehler begünstigt.
Moderne BI Ansätze verfolgen deshalb einen anderen Weg. Sicherheit wird nicht mehr primär über Reports oder Ordnerstrukturen gesteuert, sondern direkt im Datenmodell verankert. Ein Report bleibt für alle Nutzer gleich, während sich die sichtbaren Daten automatisch an die jeweilige Rolle oder den jeweiligen Nutzer anpassen
Dieser Ansatz folgt dem Prinzip „Security by Design“. Sicherheit wird nicht nachträglich ergänzt, sondern von Anfang an in die Struktur der Lösung integriert.
Im BI Kontext wird dies typischerweise über zwei Konzepte umgesetzt:
Row Level Security steuert welche Daten ein Nutzer sehen darf, etwa nach Region oder Organisationseinheit.
Object Level Security steuert welche Inhalte sichtbar sind, zum Beispiel bestimmte Kennzahlen.

Dadurch lassen sich flexible und präzise Zugriffskonzepte umsetzen, ohne Reports zu duplizieren. Statt mehrere Varianten eines Reports zu erstellen, arbeiten alle Nutzer auf derselben Datenbasis. Das sorgt für konsistente Kennzahlen und bessere Vergleichbarkeit.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Zentralisierung der Berechtigungen. Statt über Reports oder Ordner wird der Zugriff zentral über Rollenmodelle oder Zugriffstabellen gesteuert. Das Business definiert dabei selbst, welche Nutzergruppen welche Daten sehen dürfen, da sie am besten wissen, wer welche Informationen benötigt.
Das bringt mehrere Vorteile mit sich:
- Änderungen können zentral vorgenommen werden
- Berechtigungen bleiben konsistent
- Schattenberechtigungen werden reduziert
- Transparenz über Zugriffsberechtigungen
Die Einführung von Row Level Security und Object Level Security ist jedoch nicht nur technisch anspruchsvoll. Damit Berechtigungen sinnvoll umgesetzt werden können, müssen IT und Fachbereiche gemeinsam definieren, welche Nutzergruppen existieren und auf welche Daten sie zugreifen dürfen.
Gerade in gewachsenen BI Umgebungen erfordert dies zusätzliche Abstimmungen, schafft langfristig jedoch mehr Transparenz und Konsistenz.
Fazit
Langfristig führt dieser Ansatz zu deutlich stabileren und einfacher zu wartenden BI-Umgebungen.
Anstelle vieler duplizierter und ähnlich aufgebauter Reports wird die Zugriffskontrolle direkt im Datenmodell gelöst. Alle arbeiten so auf derselben Datenbasis. Dadurch bleiben Kennzahlen konsistent, die Anzahl an Reports reduziert sich und die BI-Umgebung bleibt auch bei wachsenden Anforderungen übersichtlich und handhabbar.
Unternehmen schaffen damit nicht nur mehr Sicherheit und Transparenz, sondern sorgen auch dafür, dass Entscheidungen auf einer gemeinsamen und verlässlichen Datenbasis getroffen werden.
Dieser Blogbeitrag wurde mit Unterstützung von KI optimiert
