Node-RED ist eine visuelle Low-Code-Plattform, die es ermöglicht, Systeme, Datenquellen und Services effizient miteinander zu integrieren. Der Fokus liegt auf der Automatisierung von Prozessen und der Verwaltung moderner KI-Services, für die keine umfangreichen Programmierkenntnisse erforderlich sind. Durch das flowbasierte Entwicklungsmodell lernen Teilnehmende, Softwarelogik, APIs und KI-Komponenten strukturiert zu verbinden. Das Modul vermittelt praxisnah, wie NoCode- und LowCode-Ansätze gezielt in der professionellen Softwareentwicklung eingesetzt werden können.
Was ist Node-RED?
Node-RED ist ein visuelles Entwicklungswerkzeug, mit dem sich verschiedene Systeme und Services einfach miteinander verbinden lassen. Es arbeitet mit grafischen Bausteinen (Flows), die per Drag-and-Drop zu automatisierten Abläufen kombiniert werden. Node-RED eignet sich besonders für Integration, Automatisierung und den Einsatz von AI-Services ohne viel Programmieraufwand.

Seit wann wird Node Red eingesetzt?
Node-RED wurde Anfang 2013 als Nebenprojekt von Nick O’Leary und Dave Conway-Jones im IBM Emerging Technology Services Team entwickelt. Es entstand zunächst als Prototyp zur Visualisierung von MQTT-Mappings und wurde im September 2013 als Open-Source-Projekt veröffentlicht. Seitdem hat sich Node-RED stetig weiterentwickelt. Es wurde 2016 eines der Gründungsprojekte der JS Foundation (später OpenJS Foundation). Seither wird es aktiv von der Open-Source-Community gepflegt und eingesetzt.
Die drei Kern Aufgaben für Node:
- Integration
- Automatisierung
- KI-Services
Integration: Systeme und Daten nahtlos verbinden
Mit Node-RED können unterschiedliche Systeme, Datenquellen und Services miteinander verbunden werden. Mithilfe visueller Flows sehen Nutzer:innen, wie Informationen zwischen Systemen fließen. APIs, Datenbanken oder externe Dienste lassen sich ohne komplexen Code einfach einbinden. So entsteht ein klares Bild der gesamten Systemlandschaft und der Datenprozesse.
Automatisierung: Prozesse effizient steuern
Mit Node-RED lassen sich wiederkehrende Aufgaben und Workflows automatisch ausführen. Trigger, Bedingungen und Aktionen können grafisch miteinander verknüpft werden. Das spart Zeit und reduziert Fehler, die bei manuellen Abläufen auftreten können. Selbst komplexe Abläufe lassen sich so leicht orchestrieren und überwachen.
Einsatz von AI-Services: Künstliche Intelligenz einfach nutzen
Mit Node-RED können KI-Dienste wie Sprach-, Text- oder Bildverarbeitung direkt in Flows integriert werden. Dadurch ist es möglich intelligente Funktionen in bestehende Systeme einzubauen, ohne selbst KI zu programmieren. Die Teilnehmenden lernen so, wie KI-Komponenten strukturiert verknüpft werden. Dadurch wird die Nutzung von KI-Services praxisnah und für alle zugänglich.
Schadenseiten von Node-Red
Es gibt gute Gründe Node-RED zu nutzen aber es gibt auch einige Gründe, die dagegen sprechen. Ein zentrales Problem ist die Skalierbarkeit. Die Plattform ist zwar sehr gut für Prototypen und kleinere Automatisierungen geeignet aber grosse und komplexe Flows können jedoch schnell unübersichtlich werden und sind dann nur noch schwer wartbar. Verzichtet man auf eine klare Struktur und Architekturprinzipien, so sind rasch technische Schulden die Folge.
Governance und Qualitätssicherung sind Herausforderungen, da oft keine saubere Dokumentation, Versionskontrolle und Teststrategie vorhanden sind. Dies kann durch unterschiedliche Erfahrungsniveaus der Beteiligten zu inkonsistenten Standards führen.
Sicherheitsaspekte sind wichtig. Werden APIs, Datenbanken oder IoT-Geräte angebunden, müssen Authentifizierung und Zugriffskontrollen korrekt umgesetzt werden, um Risiken zu vermeiden. Node-RED ist nicht für hochperformante Echtzeitsysteme ausgelegt und kann bei hoher Last an seine Grenzen stossen. Die Plattform sollte bewusst und strukturiert eingesetzt werden.
Wie wird unsere Zukunft aussehen?
In der Zukunft werden KI, Automatisierung und vernetzte Systeme eine grosse Rolle spielen. KI übernimmt einfache Aufgaben, während Menschen sich auf schwierigere Aufgaben konzentrieren. IoT-Geräte, smarte Städte und intelligente Infrastrukturen tauschen in Echtzeit Daten aus und steuern Prozesse. Gleichzeitig erleichtern Low-Code- und No-Code-Plattformen wie Node-RED den Zugang zur Softwareentwicklung.
Auch in der Gesellschaft ändert sich viel. Man muss immer dazu lernen, weil es neue Technologien gibt. Datenschutz, Transparenz und ethische KI sind wichtige Themen. Intelligente Systeme helfen, Energie zu sparen und die Umwelt zu schützen. Die Zukunft wird vernetzter, datengetriebener und komfortabler. Aber sie verlangt auch bewusste Gestaltung und verantwortungsvolles Handeln.
