Deine Webseite repräsentiert dich im Netz – und wie alles Digitale benötigt auch sie Ressourcen. Die gute Nachricht: Hier lässt sich oft etwas optimieren. Von Servern über Datenübertragung bis zum Endgerät entsteht ein ökologischer Fussabdruck. Erfahre, wie du den Verbrauch einschätzen, reduzieren und mit kleinen Anpassungen viel bewirken kannst.
Warum nachhaltige Webseiten allen nützen
Nachhaltigkeit ist kein Nice-to-have, sondern ein Gewinn auf vielen Ebenen: Du schonst damit die Umwelt und reduzierst den Stromverbrauch. Gleichzeitig verbesserst du das Nutzererlebnis. Schlanke Webseiten laden schneller, was zu weniger Besucherabsprüngen und besserem Suchmaschinenranking führt.
Wo entsteht das CO₂?
Um den CO₂-Fussabdruck einer Webseite zu berechnen, muss vieles berücksichtigt werden: der Stromverbrauch von Servern und Endgeräten, deren Herstellung, die Frage, ob der Strom aus erneuerbaren Quellen stammt. Auch Konzeption, Entwicklung und Pflege der Webseite verursachen CO₂-Emissionen – den Kaffee, den wir dabei trinken, eingeschlossen. Diese Faktoren machen eine genaue Berechnung kaum möglich.
Um die Messung zu vereinfachen, wurde das «Sustainable Web Design Model» entwickelt. Das Modell ist in drei Bereiche unterteilt: Rechenzentren, die Server bereitstellen; Netzwerke, die zur Übertragung der Daten dienen; und die Geräte der Nutzenden, auf denen die Webseite aufgerufen wird. Für jeden Bereich werden die Emissionen aus dem laufenden Betrieb wie auch die der Herstellung berücksichtigt. Das Modell berechnet die Emissionen anhand der übertragenen Datenmenge und der CO₂-Intensität.
Diese Berechnung ist stark vereinfacht. Trotzdem hilft sie uns, Messungen zu machen, messbare Ziele zu definieren und den Fortschritt zu verfolgen.
So misst du die Nachhaltigkeit deiner Webseite
Verschiedene Web-Applikationen nutzen das Sustainable Web Design Model und machen die Messung einfach zugänglich. Du gibst die URL einer Seite ein und erhältst einen Report mit Einstufung zwischen A+ und F . Hier eine Auswahl:
- Website Carbon Calculator: einfacher Report, mit Badge, den du auf deiner Webseite einbinden kannst.
- Ecograder: enthält Verbesserungsvorschläge.
- Beacon: mit einem Rechner, um Emissionen anhand von Analytics -Daten zu berechnen.
Am besten prüfst du als Erstes die Startseite deiner Webseite. Diese hat in der Regel die meisten Aufrufe, und Optimierungen erzielen dort den grössten Nutzen.
Wie können wir das verbessern?
Bevor du anfängst deine Webseite zu optimieren, setze dir realistische Ziele. Beispielsweise eine Einstufung besser (F → E) oder 10 % weniger Emissionen.
Die Lighthouse-Empfehlungen zur Geschwindigkeit bringen anfangs am meisten. Hier die wichtigsten Punkte:
- Dateigrössen optimieren: Bilder und Videos werden oft in grösserer Auflösung geladen als nötig und nutzen nicht optimale Komprimierungen. Videos generell vermeiden.
- Daten reduzieren: Je weniger Bilder, Schriften, API-Aufrufe, desto besser.
- Auf statische Inhalte setzen: Nutze wenn möglich Caches oder Static Site Generation (SSG).
- Drittanbieter prüfen: Nicht zwingend notwendige Ressourcen vermeiden.
- Webserver optimieren: Mit guten Caching-Regeln, modernen Protokollen und Komprimierung lässt sich viel Übertragung sparen.
- Hosting-Anbieter wählen: Verwende einen Anbieter, der auf erneuerbare Energie setzt und Nachhaltigkeit priorisiert.
Weiterführende Tipps
Wer sich weiter in das Thema einlesen möchte, dem kann ich die «Web Sustainability Guidelines» (WSG) empfehlen. Auf der Webseite «Sustainable Web Design» werden die Guidelines noch schöner aufgelistet. Die «Green Web Foundation» entwickelt die CO2.js-Library, die für die Berechnung meistens eingesetzt wird, und stellt lesenswerte Inhalte wie das Branch Magazine zur Verfügung. Der Leitfaden für die verantwortungsvolle Gestaltung digitaler Dienste (GR491) und «Best practice guidelines Web eco-design» beinhalten viele Empfehlungen von der Strategie über die Entwicklung bis zum Betrieb.
Für technisch Versierte gibt es auch weitere Tools:
- greenframe-cli erlaubt es, eigene Testszenarien mit Playwright zu schreiben und in CI/CD-Pipelines zu integrieren.
- sitespeed.io misst die Performance und berechnet mit dem Sustainability-Plugin die CO₂-Emissionen.
- Lighthouse kann für Performance-Tests verwendet werden, trifft allerdings keine direkte Aussage zur Nachhaltigkeit.
Dieser Blog-Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt.
