Wenn ich erzähle, dass ich beruflich mit C++ arbeite, kommt oft dieselbe Reaktion: „Gibt es das noch?“ Genau das hat mich neugierig gemacht. Denn obwohl C++ seit den 1980ern existiert, steckt es bis heute in vielen Dingen, die wir täglich nutzen – oft ohne es zu merken.
C++ ist alt – aber nicht veraltet
C++ ist eine Programmiersprache. Vereinfacht gesagt: Damit schreibt man die „Rezepte“, nach denen Computer arbeiten. Viele Menschen verbinden C++ mit „früher“. Ich auch – bis ich gemerkt habe, wie oft mir C++ im Alltag begegnet: in Autos, Medizingeräten, Flugzeugen, Videospielen, Finanzsystemen oder überall dort, wo Tempo, Zuverlässigkeit und Kontrolle entscheidend sind.
Warum wird nicht einfach alles neu gebaut?
Die naheliegende Frage ist: Wenn etwas alt ist, wieso ersetzt man es nicht? In der Software-Welt funktioniert das selten wie bei einem Möbelstück. Denn Software ist oft Teil einer riesigen Kette: Hardware, Sicherheitsanforderungen, Zulassungen, jahrelang getestete Abläufe, Integrationen mit anderen Systemen. Ein kompletter Neubau wäre teuer, riskant – und würde im schlimmsten Fall neue Fehler einführen.
Ein Beispiel, das alle verstehen: Wenn dein Auto zuverlässig fährt, tauschst du nicht den Motor aus, nur weil es ein neueres Modell gibt. Du wartest es, ersetzt Verschleissteile und verbesserst punktuell. Genau so läuft es auch bei vielen Software-Systemen.
Was C++ so langlebig macht
C++ hat zwei Eigenschaften, die es bis heute attraktiv machen:
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Leistung: Wenn Millisekunden zählen (z.B. Spiele, Bildverarbeitung, Simulationen), ist C++ oft erste Wahl.
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Nähe zur Maschine: Entwickelnde können sehr genau steuern, wie Ressourcen genutzt werden – also wie viel Speicher und Rechenleistung ein Programm tatsächlich verbraucht. Das ist wichtig, wenn Speicher, Energie oder Rechenzeit begrenzt sind.
In meinem Arbeitsalltag treffe ich dabei oft auf sogenannte „Legacy“-Systeme, also bestehende Altsysteme. Das Wort klingt negativ, bedeutet aber meist einfach: Software, die lange gewachsen ist und trotzdem ihren Job zuverlässig macht. Die Herausforderung ist nicht, sie zu „entsorgen“, sondern sie kontrolliert weiterzuentwickeln.
Dazu kommt: C++ ist nicht stehengeblieben. Die Sprache wurde über Jahrzehnte weiterentwickelt und standardisiert („ISO C++ Standard“) – das heisst: Es gibt klare Regeln, damit C++ weltweit konsistent funktioniert. In der Praxis bedeutet das: Es gibt moderne Werkzeuge, bessere Bibliotheken und viele Möglichkeiten, sicherer und sauberer zu programmieren als früher.
Was das mit modernem Software Engineering zu tun hat
Genau hier sehe ich den Bezug zu meinem CAS: Technologie ist nur ein Teil der Wahrheit. Mindestens so wichtig sind die Prinzipien dahinter:
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Qualität entsteht durch Prozesse, nicht durch „Heldentum“ einzelner Personen.
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Testing ist kein Luxus, sondern die Versicherung gegen teure Überraschungen.
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Wartbarkeit entscheidet, ob ein System in fünf Jahren noch bezahlbar weiterläuft.
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Technische Schulden (also kurzfristige Abkürzungen) rächen sich irgendwann – wie bei „wir machen es schnell und sauber später“: Irgendwann kommt die Rechnung.
Wenn C++ in kritischen Bereichen eingesetzt wird, geht es nicht darum, „coole“ Technik zu verwenden. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen: für Stabilität, Sicherheit und planbare Änderungen.
Drei Takeaways für Nicht-Techies
Wenn du nicht programmierst, kannst du trotzdem etwas mitnehmen:
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„Alt“ kann ein Qualitätsmerkmal sein. Langlebige Systeme sind oft so stabil, weil sie über Jahre verbessert und getestet wurden.
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Neu ist nicht automatisch besser. In sensiblen Bereichen zählt Verlässlichkeit mehr als Trend.
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Gute Software ist unsichtbar. Sie fällt erst auf, wenn sie fehlt – oder wenn sie ausfällt.
Und vielleicht noch ein vierter Punkt, der mir persönlich hilft, wenn ich Technologien bewerte: Frage nicht zuerst „Wie neu ist das?“, sondern „Wie gut wird es gepflegt?“ Bei C++ sieht man genau das: langlebig, weiterentwickelt, breit eingesetzt.
Am Ende ist C++ für mich weniger „eine alte Sprache“, sondern ein gutes Beispiel dafür, wie moderne Softwareentwicklung funktioniert: nicht alles neu erfinden, sondern sinnvoll weiterentwickeln – mit klaren Qualitätsstandards, Tests und einem Blick auf das, was Menschen wirklich brauchen.
KI-Hinweis: Dieser Blogbeitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt, vor allem zur Sprachkorrektur und Umformulierung. Inhaltliche Aussagen, Struktur sowie die Auswahl der Beispiele basieren auf eigener Arbeit und eigener Einordnung.
