3 relevante Faktoren, wie sich Food Waste vermeiden lässt

Ist Food Waste im Detailhandel vermeidbar? Vermeidbar nicht, aber reduzierbar. Als Standortverantwortlicher von Manor Baden erläutere ich Ihnen die Massnahmen zur Food-Waste-Reduktion des Unternehmens. Dabei nutze ich das Nachhaltigkeitsdreieck, das ich in der EMBA-Ausbildung an der Hochschule Luzern kennengelernt habe.

Manor setzt sich intensiv ein für Avoid Food Waste und Nachhaltigkeit – aus wirtschaftlichen Gründen und aus Überzeugung. Mit seinen Restaurants, Take Aways und Supermärkten muss sich Manor unausweichlich diesen Themen stellen. Das gelingt dank optimierter Bedarfsplanung, lokaler Beschaffung und durch Kooperation mit dem Start-up-Unternehmen Too Good To Go.

Notizen Nachhaltigkeitsdreieck
Ökonomie, Ökologie und Soziales: Das Drei-Säulen-Modell (nach Schaltegger et al. 2007:14) der nachhaltigen Entwicklung (Eigene Darstellung in Anlehnung an den EMBA Unterricht)

Anhand der drei Faktoren des Nachhaltigkeitsdreiecks, beschreibe ich den Weg von Manor Baden –umsetzbar auch auf andere Retail-Standorte –, um Food Waste zu reduzieren.

Ökonomischer Faktor – Finanzielle Ziele vs. Avoid Food Waste

Mir ist es wichtig, die finanziellen Ziele zu erreichen und gleichzeitig ein Einkaufserlebnis zu schaffen. Mein Team unterstützt mich dabei. Im Manor-Food-Markt Baden beispielsweise überprüft es regelmässig das Haltbarkeitsdatum der Lebensmittel. Kurz: es muss konsequent kontrollieren und Nachbestellungen anpassen.

Restaurant Manora und Take Away Appunto setzen Food-Waste-Reduktion ebenso um. Das Credo: Frische und keine bzw. nur wenige Tiefkühlprodukte.

Wir planen den gesamten Lebensmitteileinsatz, -verbrauch und damit die -bestellung umsichtig. Dadurch reduzieren wir Food Waste auf ein Minimum. Bei Manora verköstigen wir unsere Kundschaft grösstenteils «à la minute». Dies verlangt über Mittag zwar mehr Personal, führt aber zu einem effizienten Einsatz von Lebensmitteln. Gleiches gilt für Appunto: Wir bieten u.a. eine asiatische Mahlzeit an, die täglich nach Bedarf frisch und auf Bestellung hin zubereitet wird.

Ökologischer Faktor – Regionale Produktion und Distribution

Manor-Food-Märkte sind für ihre Frische bekannt. Unter der zertifizierten Eigenmarke «LOKAL» richtet jeder Supermarkt sein Sortiment lokal aus, d.h. wir berücksichtigen Lieferanten und Produzenten im Umkreis von 30 km. So können wir flexibel auf die Bedürfnisse unserer Kund*innen reagieren, und es erspart uns Lagerkosten.

Sozialer Faktor – Luft nach oben

Mit den ergriffenen Massnahmen sind wir auf dem richtigen Weg. Allerdings ist unsere Abschriftenquote im Vergleich zum Durchschnitt der Gruppe immer noch doppelt so hoch! Dennoch gehen wir bei Manor Baden mit gutem Beispiel voran: nicht mehr verkaufbare Lebensmittel spenden wir dem Sozialwerk «HOPE».

Fazit:

Wir sind auf gutem Weg! Trotzdem gibt es im Detailhandel und in der Gastronomie Luft nach oben i.S. Wiederverwertung. Mein künftiger Fokus liegt auf zwei Bereichen:

  • Sensibilisierung und Ausbildung der Mitarbeitenden bezüglich Warenvolumen.
  • Bessere Synergien-Nutzung zwischen Supermarkt und Restaurant!
Tägliche Überreste, die den Weg zu «HOPE» finden.
Manor Baden: Übergabe von Überresten durch Logistik-Mitarbeiter von Manor an den Chauffeur vom Sozialwerk Hope. Quelle: Eigene Fotografie

Bruno Eichenberger

Bruno Eichenberger ist Store-Director bei Manor AG und absolviert zum Zeitpunkt der Publikation den Executive MBA an der Hochschule Luzern.

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