0 Warum noch (Hoch-)Schulen? – Bildungsbier Nr. 6


Den Grossteil dessen, was uns privat wie beruflich hilft, haben wir ausserhalb von (Hoch-)Schulen gelernt: aufrecht gehen, die Muttersprache, Empathie, Fahrradfahren, Steuererklärung, Bewerbungen schreiben, usw. Auch in der Gegenwart lernen wir in der «wirklichen Welt» mehr als in Weiterbildungen: im Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen, durch Übung, aus Fehlern und Erfolgen, wenn wir ein Problem mit Freundinnen oder Freunden teilen, usw.
Im sogenannten «Bildungssystem» passiert viel Nicht-Bildung. Was für eine Note hätten wir in einer Mathe-, Geografie- oder Geschichtsprüfung gemacht, wenn man den Stoff zwei Jahre später nochmals geprüft hatte? Zudem: Wie viel von dem, was wir zwei Jahre später noch gewusst hätten, ist in unserem Leben bedeutsam?…

0 Zügeln ist angesagt. Das 5. Bildungsbier war Startschuss für den Digitalog

Krea-Pause

Überall Umzugskartons und verstreute Umzugsdecken. Dazwischen jede Menge alte & neue Projektions-Technik. Vom Dia- über den Hellraum-Projektor und dem klassischen Fernseher bis hin zum Beamer. Wie das Sprichwort so schön dahinsagt: „Die können echt einpacken“. Petra Müller-Csernetzky hat mit der Gestaltung des Raumes eine zentrale Eigenschaft der Digitalisierung auf den Punkt gebracht: Nach und nach wird Vieles unsichtbar. Die Technik wird immer kleiner, der Platzbedarf auch. Dadurch wird jede Menge Raum frei. Er wird anders nutzbar.

Aufbau als Abbau (Video)

Während klassische Bildungsräume durch ihre Gestaltung ziemlich genau darüber bestimmen, was in ihnen möglich wird und was nicht, bietet der Digitalog viel mehr GestaltungsfreiRAUM.…

0 Bildungsbier Nr. 5: Digitalisierung als Chance für selbstgesteuerte Bildung?!

Verschiedene haben schon nachgefragt, wann es wieder Zeit ist für Bier, Saxophon-Improvisation, Geplauder an Bierharassen – und einem inspirierenden Bildungsthema.

Hier ist es: Das Bildungsbier No 5 kommt am 9. November – Zeit 17:00–19:00), Ort (Werftestrasse 4) und Format (Getränk, Geplauder, Livemusik, Thema) wie immer.

Der Countdown läuft:

  • für den Kühlschrank, der die Milch (optional: das Bier) selbst bestellt – der Drucker ordert seinen Toner ja auch
  • für das selbstfahrende Auto (einparken tun sie schon)
  • für die künstliche Intelligenz (zusätzliche Bestellvorschläge, die manchmal peinlich gut passen, kriege ich ja schon).

 
Läuft der Digitalisierungs-Countdown auch in der Bildung? Oder fühlt sich das alles hier noch weit entfernt an, während sich unser Alltag mit Internet und Digitalisierung – wie bewusst ist uns das eigentlich – schon tiefgreifend verändert?…

0 ZLL bi de Lüt!

Ab Oktober 2017 ist das Zentrum für Lernen und Lehren ZLL mit einem neuen Beratungsangebot in den verschiedenen Departementsbibliotheken zu Gast. Das Angebot richtet sich an alle Dozierenden der Hochschule Luzern. Gestartet wird in der Bibliothek des Departements Wirtschaft an der Frankenstrasse 9 in Luzern. Es ist keine Voranmeldung nötig.

Nutzen Sie diese Begegnungen für:

– Fragen zum Thema Lernen und Lehren
– Hilfe bei konkreten didaktischen Herausforderungen
– Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von E-Learning-Elementen
– Inspiration für die Gestaltung der Lehre

Alle Termine im Überblick:

Oktober 2017: Bibliothek Departement Wirtschaft; Frankenstrasse 9, Luzern
Donnerstag, 5. Oktober / Dienstag, 10.…

0 Zu Gast bei Sarah Keusch am Departement Musik der Hochschule Luzern

Sarah Keusch ist Tänzerin, Choreographin und Dozentin für Musik und Körperarbeit an der Hochschule Luzern. Sie hat für die Studierenden ein Logbuch entwickelt, mit dem diese ihren Entwicklungsprozess beobachten und individuelle Erkenntnisse für ihren persönlichen Entwicklungsprozess festhalten können. Im Video gibt sie konkrete Einblicke in ihre Arbeit mit den Studierenden.

In ihrem Artikel zum Logbuch schreibt sie: Es handelt sich um „ein persönliches Reflexionswerkzeug und soll dazu dienen, die eigene Perspektive auf das Erlebte zu stärken und die bewusste Wahrnehmung zu schärfen. Durch das Verbalisieren des Erlebten, wird das Wahrgenommene mit den erarbeiteten Themen des Unterrichts verknüpft, Unklarheiten werden schneller bewusst und können im Plenum oder einzeln zur Sprache gebracht werden.…

0 Didaktik als Kunst

 

In welcher anderen Branche wird das kooperative Moment ähnlich stiefmütterlich behandelt wie in der Lehre? Sie tut jedenfalls so, als ob „Lehren“ ganz grundsätzlich eine Sache von Einzelnen wäre. Zwar mit ganz viel Support im Hintergrund – aber auf der Bühne gilt dann „Stand-Alone“: Wie bei Geräten, „die eigenständig, ohne weitere Zusatzgeräte, ihre Funktion erfüllen können“ (Wikipedia).

Dass Lehr-Lern-Prozesse durch vielfältige Zusammenarbeit gewinnen und erst dadurch zu ihrer eigentlichen Grösse finden, das hat in Bildungskontexten wenig Plausibilität. Die Berührungsängste sind dort, wo Didaktik hinreicht, mit Händen zu greifen. Nicht erst dann, wenn Interdisziplinarität angesagt ist. Ganz anders die Erfahrungen beim 4.…

0 Ergebnis der Twitteraktion «Bewegungsrichtungen für die Bildung und für uns»

Im Blogbeitrag vom 6. April haben wir eine öffentliche Aktion gestartet, um herauszufinden, was die wichtigsten Entwicklungsrichtungen für die Hochschuldidaktik sein könnten.

So sieht nun das Rating per heute aus


Wie könnte man dieses bisherige Ergebnis zusammenfassen?

  • Mir scheint das «Weg-Von» sehr eindeutig, als gemeinsamer Punkt fast aller Tweets: «Weg von der Vermittlung von Richtigkeiten». Und, hoppla, das ist ganz schön radikal, denn: War nicht gerade das lange Zeit das Selbstverständnis des Lehrers bzw. der Lehrerin? Ist nicht unsere Prüfungskultur nach wie vor über weiter Strecken von der Idee von Richtigkeiten geprägt? Vielleicht ist es so: Das Weg-Von ist klar, nun geht es um die Umsetzung.
0 E-Learning@HSLU 2017 – Treffen der E-Learning-Community

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Auch dieses Jahr möchten wir den erfolgreichen Austausch der E-Learning-Community über die Departementsgrenzen hinweg weiterführen und laden darum alle an E- und Blended Learning Interessierten zum fünften Treffen ein. Dieses Jahr möchten wir uns spezifisch dem Thema der E-Assessments widmen, d.h. der Erfassung von Lernständen (weitere Infos). Einleitend wird uns Ricarda Eppler von Optes, ein Projekt zur Optimierung der Selbststudiumsphase im Mathematikunterricht, vorstellen. Sie erläutert uns, wie sie ILIAS einsetzen, um Wissensstände und Wissenslücken zu erkennen und weiterführende Lernmaterialien vorzuschlagen. Anschliessend werden wir kurz verschiedene E-Assessment-Projekte an der Hochschule Luzern kennenlernen, die uns die nötigen Impulse geben, um in einem letzten Schritt gemeinsam neue Ideen zu entwickeln.…

0 Da braut sich was zusammen: Das Bildungsbier der Hochschule Luzern ging in die 3. Runde

Bildung ist eine Frage der Organisation. Gute Bildung ist bislang vor allem gut organisierte Bildung. Sie ist eine Frage der Zuständigkeiten, der geregelten Abläufe, der Anträge und Budgets, der qualifizierten und kontrollierten Inhalte, und der Zertifizierung: von Studiengängen, Prüfungen und lehrenden Berufen. Wo sind da die Spielräume? Wie können die radikalen gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Entwicklungen der Gegenwart in Bildung umschlagen, wenn diese vor allem am Selbsterhalt ihrer Organisation interessiert ist?

Diese Fragen kommen fast zu gross daher, um bei einem Bier die Köpfe zusammen zu stecken und zu diskutieren, welche Keimkraft im Bildungssystem eigentlich noch steckt. Christof Arn, Leiter des Zentrums für Lernen und Lehren (ZLL) bereitet jedoch mit genau solchen kleinzelligen und subversiven Gelegenheiten den Boden für ein Netzwerk von kompetent Begeisterten und begeistert Kompetenten: Zusammenhocken, sich von echten Fragen irritieren lassen, ins Gespräch kommen mit Experten, die ihre Segel längst gesetzt haben.…

0 Was kann Didaktik von Kunst lernen?


 
Zwar kann man gutes Lehren in mechanistischen Wenn-Dann-Beziehungen denken:

  • Wenn Gruppenarbeit, dann Sozialkompetenz.
  • Wenn «infomierender Unterrichtseinstieg» gemacht, dann besseres Einfinden ins Thema.
  • Wenn Lernziele anfangs deklariert, dann besser erreicht.
  • Wenn Theorie gut verstanden, dann bessere Praxis.
  • … usw.

Aber auch wenn in (fast) allen solchen Wenn-Dann-Hypothesen ein Kern Wahrheit steckt: Sogar alle diese möglichen Zusammenhänge zusammen ergeben bestenfalls die Hälfte der Wahrheit über Lernen und Lehren – soviel ist unumstritten. Längst werden weit darüber hinaus führende, faszinierende Theorien vorgeschlagen, um lernen und lehren zu verstehen. Diese lassen mechanisches Denken grundsätzlich hinter sich: systemisches Denken, «konstruktivistische Didaktik», der Hinweis auf «Serendipität» usw.…

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