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Level Up! Wenn Weiterbildungen für Forschende ein Videogame wären 

Um ins nächste Level zu kommen, muss man in vielen Videogames Abilities sammeln, die Umgebung vorsichtig auskundschaften und Rätsel lösen. Indizien und Werkzeugen zum Weiterspielen findet man auf den Weg und manchmal kommt man mit Gestalten ins Gespräch, die Hints geben.  Genau so funktioniert auch eine Karriere in der Forschung: das eigene Forschungsfeld soll in der Tiefe erkundet werden und doch bleiben immer unerforschten Gebiete zu entdecken. Mit den richtigen Forschungsfragen und -methoden generiert man neue wissenschaftliche Erkenntnisse, und durch den Austausch mit Peers holt man neue, bisher fremde Perspektiven ab, die die eigene Sicht erweitern.  

Und die Abilities? Neben der fachlichen Expertise brauchen Forschende auch vertiefte Managementkompetenzen (alles, was man managen kann – sich selbst, Projekte, Zeit, Stress usw. – muss man auch in der Forschung managen), sind auf Drittmittelakquise angewiesen, müssen ihre Ergebnisse publizieren sowie attraktiv und verständlich präsentieren können. All das sind Skills, die man erlernen und trainieren kann. Dafür hat das ZLLF das CAS Forschungsqualifikationen als strukturierte Weiterbildung entwickelt. 

Das Weiterbildungsprogramm nimmt die vielen Herausforderungen einer Forschungstätigkeit durch drei Hauptformate auf. Wie in den Nebenstories der Videogames fokussieren sich die einzelnen Forschungskurse auf die relevanten, disziplinübergreifenden Themen – bspw. Forschungsanträge schreiben oder Forschungsdatenmanagement – die gemeinsam mit der Kursleitung und mit Peers bespielt werden. Das Erlernte fliesst idealerweise unmittelbar in die eigene Forschungspraxis ein, so wie man die erworbenen Abilities gerade in der Hauptstory bei der nächsten Challenge einsetzen kann.  

In Videogames ist man oft abenteuerlich in neuen Welten unterwegs und braucht eine Landkarte oder einen Kompass, um sich zu orientieren und weiteren Schritte übernehmen zu können. Genau so etwas stellt das Mentoratsprogramm Forschungskompetenzen dar: durch regelmässige, strukturierte Gespräche mit einem/einer erfahrenen Forscher:in oder mit mehreren Expert:innen können die Teilnehmenden ihre berufliche Laufbahn und die künftige Entwicklung reflektieren sowie mehr zu den ungeschriebenen Regeln des eigenen Forschungsgebiets erfahren. 

Manchmal findet man in den Videogames einen Schutzzauber, der temporär vor Gefahren schützt, so dass der oder die Spieler:in ihre Challenge fokussiert und sorglos bewältigen kann. Mit dem gleichen Hintergedanken bietet die jährlich stattfindende Schreibklausur den ideellen Rahmen, um das eigene Schreibprojekt ohne die Ablenkung des Alltags voranzubringen. 

Das CAS Forschungsqualifikationen zeichnet sich durch seine Flexibilität aus, damit die Bedürfnisse den Forschenden möglichst genau abgedeckt werden. Daher können die einzelnen Angebote auch unabhängig voneinander besucht werden.  

Noch Lust aufs Spielen? Das ZLLF stellt noch zwei Angebote zur Verfügung, die ganz auf die Modalität «Mehrspieler:innen» bzw. auf die Vernetzung ausgerichtet sind. Durch die Veranstaltungsreihe Dialogräumen zur Forschungspraxis wird eine Austauschmöglichkeit für Forschende zu ihrer wissenschaftlichen Praxis geschaffen, damit gemeinsame Themen und offene Punkte mit Peers besprochen werden können. Mit den Mini-Schreibklausuren treffen sich Interessierte regelmässig einmal pro Monat, um sich gemeinsam geschützte Zeit für ihr aktuelles Schreibprojekt zu nehmen – ganz nach dem Motto «zusammen schreibt man weniger allein!». 

Wer sich auf alte und neue Challenges in der Forschungswelt vorbereiten möchte, findet dafür im Weiterbildungsprogramm des ZLLF ein umfassendes Repertoire an Formaten und Themen. Mit Herausforderungen und Challenges lernt man also nicht nur in Videogames, sondern auch in der Forschung. Also einfach einmal den Joystick in die Hand zu nehmen! 

 

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