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Update: Forschungsprojekt Audience+ Story


Wir arbeiten ja nun seit einiger Zeit an einem Nachfolgeprojekt von Audience+. Dieses anwendungsorientierte Forschungsprojekt heisst Audience+ STORY und ist wiederum von der KTI (Agentur für Innovationsförderung) finanziert. Im ersten Projekt ging es um die Grundlagen der Nutzung von Social Media im Museum: Warum Social Media im Museum und wie schafft man den Einstieg? Im Rahmen von Audience+ STORY fragen wir uns nun, wie Museen die sozialen Medien als erweiterten Museumsraum nutzen können. Wie erzählt man über Ausstellungen und Objekte in den Social Media? Zu diesem Zweck hat meine Kollegin Bettina Minder bereits vor einiger Zeit Gespräche mit Ausstellungsmachern und Vermittlern geführt, um etwas mehr über das Erzählen im Museumskontext zu erfahren. Wir werden in den nächsten Wochen diese Interviews an dieser Stelle veröffentlichen.

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Im angewandten Teil des Projektes arbeiten wir mit dem Historischen Museum Luzern, der Fondation Beyeler und dem Römermuseum Augusta Raurica. Für das historische Museum waren wir involviert in die Konzeption eines Social Media Auftritts für die Ausstellung „Ewig Dein: Vom Flirten, Lieben und Zusammensein“. Die stark partizipativ gestaltete Ausstellung wurde von unserem Projektpartner element in Zusammenarbeit mit der Kuratorin Alexandra Strobel entwickelt. Parallel dazu rief der Kulturblogger Roger Levy die Plattform Liebesradio ins Leben, auf der unter anderem Podcasts zum Thema Liebe, ein gezeichneter Fortsetzungsroman und Besucherbeiträge aus der Ausstellung zu sehen und zu hören sind. Erstaunlich, dass vor allem die Podcasts sehr erfolgreich waren. Bis Ende März 2013 erreichten 8 der 37 Podcasts Hörerzahlen von annährend 1000 bis weit darüber.

Mit der Fondation Beyeler haben wir in den letzten Monaten an einem Social Media Konzept zur Begleitung einer Ausstellung mit Bildern des Künstlers Max Ernst gearbeitet. Im Zentrum der Social Media Aktivitäten der Ausstellung, die am vergangenen Sonntag eröffnet wurde, steht der Max Ernst Blog: Besucher und Mitarbeiter stellen ihre Lieblingswerke vor, verschiedene Arbeitstechniken von Max Ernst werden beleuchtet, Fotos erlauben einen Blick hinter die Kulissen und das Kuratorenteam kommt auch zu Wort. Zudem wird es auf Facebook und Twitter einige zusätzliche Aktivitäten geben. Die Fondation ist zwar mit über 19000 Followern auf Facebook bereits recht gut aufgestellt. Diese Aktivitäten jedoch, die vor allem von der Digtial Content Managerin der Fondation, Mirjam Baitsch, getragen werden, stellen für die Institution ein neues Level im Engagement mit Social Media dar. Hervorragend unterstützt wurden wir bei der Konzeption vom Social Media Experten und „Museumshelden“ Sebastian Hartmann.

Beim dritten Partner, dem Römermuseum Augusta Raurica, geht es um die Entwicklung eines Vermittlungskonzeptes. Zielgruppe sind Lehrer, die mit ihren Schulklassen Stunden oder gar mehrere Tage in dieser am besten erhaltenen römischen Stadt nördlich der Alpen zubringen. Gemeinsam mit Direktor Dani Suter, seinem Vermittlungsteam, der freischaffenden Vermittlerin Bettina Riedrich und element arbeiten wir an einer Plattform, auf der Angebote von Lehrern ausgesucht, zusammengestellt und weiterentwickelt werden können. Auch sollen sich die Lehrer untereinander austauschen und die Schüler ihre Erlebnisse teilen können. Im Zentrum dieses Angebots steht die Aufbereitung der Vermittlungsinhalte entlang eines oder mehrer Narrative, welche die 500 Jahre Römerzeit in Augusta Raurica spiegeln.

Nicht unerheblich dabei ist natürlich auch die Auswertung der Aktivitäten. Hierfür ist Barbara Kummler vom Institut für Kommunikation und Marketing an der Hochschule Luzern zuständig, die nicht nur misst, sondern auch an praxisorientierten Konzepten für eine Wirkungsanalyse von Social Media im Museumskontext arbeitet.

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