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Ratgeber: Social Media Marketing für den Kunstmarkt

Neben unserem eigenen Leitfaden Social Media für Museen ist in diesem Jahr ein weiterer deutschsprachiger Web 2.0-Ratgeber für den Kulturbereich erschienen. Social Media Marketing für den Kunstmarkt heisst das Buch und wurde verfasst von der Kunsthistorikerin Alexandra Wendorf und der Journalistin Wiebke Ollendorf. Es richtet sich, wie der Name sagt, an Kunstmuseen und andere Kulturbetriebe wie z.B. Gallerien. Viele der Inhalte sind selbstverständlich auch auf andere Museumsbetriebe übertragbar. Der Aufbau macht Sinn: Zuerst wird der Begriff Social Media erklärt und die entsprechenden Tools, bevor im Detail dargestellt wird, wie Kunst und Kultur mittels dieser Medien kommuniziert werden können. Gegen Ende wird dann etwas detaillierter beschrieben wie man Social Media konkret einsetzt und wie man Netzwerke aufbaut. Was mich vor allem überzeugt hat sind die Interviews, die in jedes Kapitel eingestreut werden und einen Einblick geben in die Arbeit von Kulturschaffenden, die sich zum Teil seit Jahren mit Social Media auseinandersetzen. Man erfährt dabei einiges über konkrete Herausforderungen, den Umfang mit dem Publikum und den sinnvollen Einsatz von Ressourcen. Positiv finde ich auch den starken Fokus auf den richtigen Media-Mix und das Bloggen im Kapitel fünf. Es zeigt sich immer wieder, dass es Sinn macht, die Social Media Aktivitäten einer Kulturinstitution breit zu streuen aber diese gleichzeitig um ein Blog herum zu organisieren. Denn auch wenn die Leserschaften von Blogs eher klein sind, so finden sich dort viele Multiplikatoren, d.h. Menschen, die sehr aktiv sind und die Informationen entsprechend weiter tragen. Somit ist Social Media Marketing für den Kunstmarkt in vielerlei Hinsicht eine schöne Ergänzung zu unserem eher diktatisch aufgebauten Leitfaden Social Media für Museen.

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