Workshop

Selber verteilen oder verteilen lassen? (Workshop III 1)

Der dritte Workshop zum Thema Web 2.0 und Kultur-Vermittlung ist vorbei. Unsere Gäste und Partner haben uns mal wieder um Längen geschlagen, was die Geschwindigkeit angeht, wie man an den Posts von Roger Levy und Christian Henner-Fehr sieht. Macht nichts, wir werden hier in den nächsten Tagen einige Meldungen und Reflektionen posten. Wer Lust hat, kann auch nochmal auf Twitter nachlesen oder die Vorträge auf Ustream sehen.

Der Gastreferent Roger Levy verglich am gestrigen III Workshop seine Arbeit als Kulturblogger mit der von vor 30 Jahren, wo er selbstgedruckte Brochuren aus dem Eigenverlag in den Strassen und Cafés von Zürich verteilte.

Workshop III am Institut Design in Luzern

Workshop III am Institut Design in Luzern

In der Nachbereitung des Workshops bemühte dann auch Frank Tentler dieses Bild. Fakt ist, dass das Bild des ‚Weiterreichens‘ sowohl für Brochuren als auch für Blogposts sehr eingängig ist. Der Unterschied ist allerdings, dass man wohl auf der Strasse dumm angeschaut würde, wenn man jemandem 500 Plakate zum weiterverteilen in die Hand drücken würde. Und doch geschieht genau dies im Social Web. Über Plattformen wie Twitter oder Facebook wird jeder Follower automatisch zum Multiplikator, sprich weiterverteiler. Diesbezüglich hier auch ein interessanter Artikel zum Thema Return on Investment in Social Media.

Roger berichtete hierzu, dass die Schwester eines Vernissage-Besuchers, welcher von Levy gefilmt und gepostet wurde, aus den USA anruft: „Ruedi Du bisch uf Jutub!“ Entdeckt hatte sie den Ruedi nicht etwa selber. Nein, eine Freundin aus Chile hatte sie kontaktiert, weil diese den Ruedi dort entdeckt hatte.

Als Bloggerin schreibe ich also eine Nachricht in das Blog-Interface und die Leute, die mir im Internet folgen, werden die Nachricht weiterempfehlen, bewerten, kommentieren. – Am Ende sieht weder mein ursprüngliches Plakat zum Event (um die Analogie noch einmal zu bemühen) noch so aus wie ich es ursprünglich geplant hatte noch habe ich den Überblick darüber, wo es inzwischen überall aufgehängt wurde. – Vorausgesetzt natürlich, dass ich ein gut funktionierendes Netzwerk habe. – Sprich Leute die sich für mein Thema interessieren.

Soviel zu Netzwerkeffekten, die uns ganz privat berühren und die irgendwie immer noch irritierend neu sind.

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