
Martin Busl ist COO der TCG Informatik AG. Mit über 25 Jahren Erfahrung in Enterprise Software, digitaler Transformation und Unternehmensführung begleitet er Banken, Versicherungen, öffentliche Verwaltungen und Industrieunternehmen bei der Digitalisierung und Automatisierung geschäftskritischer Prozesse. Seit 2011 verantwortet er den Auf- und Ausbau der Schweizer Business Unit und führt die Bereiche Vertrieb, Beratung, Lösungsdesign, Projektumsetzung und Support. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Intelligent Document Processing, Künstliche Intelligenz, Workflow-Automatisierung und digitale Geschäftsprozesse. Martin Busl verfügt über einen Executive MBA in Digital Transformation sowie einen MBA in International Management Consulting und verbindet technologische Expertise mit strategischer Führungserfahrung.
Künstliche Intelligenz entfaltet ihr volles Potenzial erst dann, wenn verschiedene AI-Services, Geschäftsregeln und Fachanwendungen intelligent miteinander orchestriert werden. Anhand eines Leasing-Onboarding-Prozesses zeigt dieser Vortrag, wie Dokumentenerfassung, Datenextraktion, Klassifikation, Risikoprüfung und Workflow-Automatisierung nahtlos zusammenspielen.
Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Einblicke, wie Banken und Finanzdienstleister mit AI Orchestration Durchlaufzeiten verkürzen, die Datenqualität steigern und gleichzeitig Governance-, Compliance- und Transparenzanforderungen erfüllen. Anhand eines konkreten Live-Szenarios wird gezeigt, wie AI-gestützte End-to-End-Prozesse die digitale Transformation im Finanzsektor beschleunigen können.

Roger Furrer treibt Director bei ERI dieser strategische FinTech-Leader die digitale Transformation im globalen Wealth Management und der Bankeninfrastruktur voran. Mit über 30 Jahren Erfahrung an der Schnittstelle von Finanzen und Technologie verantwortet er die globale Einführung des OLYMPIC Banking Systems. Er befähigt Privatbanken, Family Offices und Zentralbanken, in einer digitalen Welt erfolgreich zu agieren. Seine Karriere umfasst Grossprojekte in der DACH-Region, Osteuropa, Nordamerika und Asien. Dabei verbindet er traditionelles Banking mit zukunftsfähiger Technologie wie KI, Digital Assets und ESG-Frameworks. Als ehemaliger Corporate Partner bei Tenity fördert er zudem FinTech-Startups. Kürzlich trat er dem Advisory Board von Olymp bei, um KI-getriebene Innovationen in der Vermögensinfrastruktur mitzugestalten.
Beat Gabler ist ein Payment-Experte mit über 20 Jahren Erfahrung entlang der gesamten Wertschöpfungskette des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. In Führungs- und Produktmanagementfunktionen bei führenden Schweizer Finanz- und Payment-Unternehmen hat er Innovationen wie kontaktloses Bezahlen, moderne Zahlungsterminals und QR-Code-basierte Zahlungsverfahren massgeblich mitgestaltet und erfolgreich im Markt etabliert. Heute verantwortet er bei PostFinance die Customer Journeys rund um das Bezahlen – einschliesslich Karten, TWINT und PF Pay – sowie das Einkassieren mit Acquiring-, PSP- und Terminallösungen. Darüber hinaus bringt er seine Expertise in Fachgremien ein und gestaltet aktiv die Weiterentwicklung des Schweizer Payment-Marktes mit.

David Kauer gestaltet seit über zwei Jahrzehnten die digitale Payment- Landschaft der Schweiz mit. Als Innovationsleader bei PostFinance durfte er wegweisende Lösungen wie TWINT, Embedded Payment, digitale Marktplätze und die Anbindung globaler Payment-Plattformen wie Apple Pay oder Google Pay vorantreiben. Heute verantwortet er als Senior Innovation Manager Cases im Horizon-2-Portfolio von PostFinance mit den Schwerpunktthemen «Agentic Experiences» und «Open Banking». Daneben engagiert er sich als Dozent und Thought Leader für digitale Geschäftsmodelle an Schweizer Hochschulen und in internationalen Expertengremien wie dem Competence Center Future Financial Services (BEI St. Gallen) und dem Mobey Forum.
Gute Customer Experience bedeutet nicht, Kund:innen immer mehr Möglichkeiten zu geben. Manchmal bedeutet sie genau das Gegenteil: Komplexität reduzieren, Entscheidungen vereinfachen und Aufgaben übernehmen, bei denen Kund:innen gar nicht selbst die Kontrolle behalten wollen.
Beat Gabler und David Kauer zeigen, wie PostFinance die Stärke und Resilienz ihrer heutigen Zahlungswelt mit neuen Formen der Customer Experience verbindet. Vielfalt bei Zahlungsmitteln, Rollen und Infrastrukturen schafft ein stabiles Fundament. Gleichzeitig verschiebt sich die Kundenschnittstelle zunehmend weg vom klassischen Checkout: Kund:innen erwarten bessere Ergebnisse mit weniger Aufwand. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, wie Payments technologisch noch intelligenter werden können. Sondern welche Aufgaben wir unseren Kund:innen abnehmen und wo sie bewusst selbst entscheiden wollen. Anhand konkreter Lösungen und Innovationsvorhaben von PostFinance verbinden die Referenten Horizon 1 mit Horizon 2 und zeigen auf, welche neue Rolle Payments dabei spielen können.Ein Referat über die Zukunft des Zahlungsverkehrs im Handel aus Sicht der Kund:innen.

Philipp Künsch gründete die Datalizard AG 1999 aus der Überzeugung, dass Unternehmen ihre Fachlogik und Daten nicht dauerhaft an einzelne Technologien binden sollten. Daraus entstand die datalizard Plattform, deren Architektur Fachlogik bewusst von der zugrunde liegenden Technologie trennt und bestehende Systeme miteinander verbindet. Als Gründer und Geschäftsführer treibt ihn bis heute die Frage um, wie Unternehmen ihre gewachsenen IT-Landschaften weiterentwickeln können, ohne Bewährtes neu bauen zu müssen. Aktuell liegt sein Schwerpunkt auf der Integration von Künstlicher Intelligenz in bestehende Infrastrukturen, unter Berücksichtigung von Data Governance und Compliance.
Wie nutzt man KI produktiv, wenn die eigenen Kernsysteme genau dafür nicht gebaut sind? Core Banking-Systeme, CRM und DWH sind historisch gewachsen und stark integriert, KI war beim Bau schlicht noch kein Thema.
Das Referat zeigt einen pragmatischen Weg auf, wie KI mit überschaubarem Aufwand und kontrolliert auf bestehende Unternehmensdaten und Systeme zugreifen und konkrete Aufgaben übernehmen kann. Im Fokus steht die Anbindung an bestehende Applikationen, Datenbestände und andere Dienste, unter Berücksichtigung bestehender Berechtigungskonzepte und Compliance-Anforderungen. Das KI-Modell selbst spielt dabei eine untergeordnete Rolle.
Wir zeigen anhand eines konkreten Use Cases, welche Rolle das Model Context Protocol (MCP) dabei spielen kann. MCP verbindet KI-Anwendungen kontrolliert mit bestehenden Systemen und Funktionen. So lässt sich produktiver Nutzen schaffen, ohne invasiv in die bestehende Infrastruktur einzugreifen oder zuerst ein umfassendes Transformationsprojekt starten zu müssen.
Dr. Ante Plazibat ist seit 2021 bei Finnova für die Themen Business Architektur und Innovation verantwortlich. In dieser Rolle gestaltet er die Transformation der Kernbankenplattform aus Produktsicht voran. Zunächst verantwortete er den Aufbau der Blockchain- und Digital-Asset-Fähigkeiten, insbesondere in den Bereichen Trading und Custody. Heute liegt sein Schwerpunkt auf der Konzeption und Umsetzung des AI-Produktportfolios sowie der Integration generativer KI in moderne Bankprozesse. Zuvor forschte er an der Universität St. Gallen zum Einfluss potenziell disruptiver Technologien auf den Finanzsektor und unterstützte parallel Finanzinstitute bei der Entwicklung und Einführung blockchainbasierter Lösungen.
Die Diskussion über Künstliche Intelligenz und Blockchain wird häufig getrennt geführt. Tatsächlich entfaltet sich das größte Potenzial jedoch dort, wo beide Technologien zusammenwirken. Das Referat zeigt auf, weshalb die Konvergenz von AI und Blockchain insbesondere im (Core) Banking von strategischer Bedeutung ist und welche Anwendungsfälle erst durch das Zusammenspiel beider Technologien realisierbar werden. Anhand konkreter Zukunftsszenarien wird veranschaulicht, wie sich Prozesse, Produkte und Kernbankensysteme verändern und an welchen Stellen die Technologien in die Architektur eines Core-Banking-Systems integriert werden müssen, um Banken auf die Anforderungen der nächsten Generation des Bankings vorzubereiten. Neben technologischen Aspekten werden auch die Auswirkungen auf Geschäftsmodelle, Systemarchitekturen und die zukünftige Rolle von Core-Banking-Plattformen beleuchtet.
