Coaching II – D5 – Vögeligärtli

Rahmenbedingungen

Situation



Beläge



Aktivitäten



Sitzgelegenheiten



Menschenansammlung



Licht



Wasser




Projektideen

  • Fassadenbeleuchtung
  • Bodenbeleuchtung
  • Lichtspiele für Kinder
  • Feuerkörbe / Feuertonnen
  • Baum- und Heckenbestand schneiden
  • Lichtbogen über Wegführung
  • Kunstinstallation
  • Kerzenziehen (indirekte Erfüllung der Themenvorgabe)
  • Lichtpfosten


Projekt 1 – Fassadenbeleuchtung

Die beiden Gebäude, Lukas Kirche und die Zentralbibliothek, bieten beide eine grosse, flache Ebene, welche beleuchtet werden kann. Die Grösse, ob die ganze Fassade oder nur ein Ausschnitt, wie auch der Standort der beleuchteten Fläche ist variierbar. Als Projektion würde sich in der Adventszeit beispielsweise ein Adventskalender und im Sommer eine kurze Bildergeschichte anbieten. Bereits an anderen Orten, wie auf dem Bundeshausplatz in Bern (Rendez-Vous), werden solche Lichtshows vollzogen.

  • Verschönerung der „grauen“ Fassaden
  • Reflexion erhellt den Park
  • in Abendstunden mehr Leben im Park


Projekt 2 – Bodenbeleuchtung

Bodenleuchten entlang der Wege und Plätze montieren, sodass der Park mehr Struktur bekommt und eine grössere Sicherheit ausstrahlt. Durch diese Lichtinnovation können die bestehenden Lichter, die mit Seilen quer durch den Park gespannt sind, entfernt oder sinnvoll unplatziert werden.

  • Klare Struktur
  • Eyecatcher
  • Grössere Sicherheit in der Nacht
  • Weg spezifisch ausgeleuchtet
  • Keine statischen Lichter von oben
  • Bessere Nutzung der Lichtquellen


Projekt 3 – Lichtspiele für Kinder

Spielzeuge, wie zum Beispiel Fahrräder oder Wasserpumpen, aufstellen, mit welchen Kindern durch das Spielen Strom erzeugen. Der Standort dieser Spielzeuge könnte dort sein, wo viel Schatten herrscht.

  • Stromerzeugung durch Spass
  • Besonderheit
  • Möglichkeit, um abends länger zu bleiben
  • Weniger Schatten


Projekt 4 – Feuerkörbe / Feuertonnen

Feuerkörbe und Feuertonnnen auf der grossen Wiese in der Parkmitte aufstellen, sodass der Park auch im Winter benutz werden kann. 

  • Park im Winter nutzbar
  • Licht- und Wärmespenden
  • Gemütliches Zusammensein und neues Kennenlernen
  • Grössere Sicherheit, durch Mitmenschen

Kirche St. Karl D2

Situation

Bestand

Raumbegehung

- Grosszügige Raumaufteilung
- Chor, Laienraum, Altar und Seitenschiffe werden nicht voneinander
  abgetrennt
- Untermalung des Gemeinschaftsgefühls
- Beim Eintreten in Kirche ist Eingang sehr dunkel
- Erste Orientierung schwierig, Augen müssen sich daran gewöhnen
- Nach kurzem Gespräch mit technischem Dienst kam aus,
  dass Leuchten im Eingang so nicht geplant waren und deutlich zu
  wenig Licht spenden.
- Leuchtmittel in warmen Tönen, 
- Bei Vollbeleuchtung blenden die Pendellampen
- Indirekte Leuchten, welche Wandmalereien beleuchten
- Genügend Helle, damit noch gelesen werden kann
- Blaue Töne wirken zu kalt in Kirche
- Sichtbeton

Ideen zur Intervention

Intervention Decke

Intervention Eingang

Intervention erneuerbare Energie

Der Einfluss nächtlicher Beleuchtung auf die Umwelt

Die von Peter Stutz konzipierte Laborgasse am Technikum der Hochschule Luzern wird in der Nacht von Pollerleuchten und verschiedenen LED-Strahlern beleuchtet (Stutz, 1978). Die Pollerleuchten der Laborgasse haben am 21. Oktober 2021 um 19:30 Uhr einen Lux Wert von 16200. Es stellt sich jedoch die Frage, ob es wirklich nötig ist, dass die Pollerleuchten und Strahler der Gasse die ganze Nacht leuchten, obwohl am Campus offiziell kein Nachtbetrieb herrscht.

Lichtverschmutzung stellt uns nämlich heute vor die Problematik, dass einerseits die umliegende Natur darunter leidet und andererseits es schwierig ist den verbrauchten Stromkonsum zu rechtfertigen (Eisenbeis, 2013). Bezüglich Natur schrieb Goroncy (2018): «Licht im Kontext mit Lichtverschmutzung beinhaltet hierbei nicht nur den für den Menschen sichtbaren Bereich der elektromagnetische Strahlung zwischen 380 und 780 nm, sondern auch die angrenzend Bereiche, Infrarot (IV) und Ultraviolett (UV)» (S.6). Obwohl Menschen weder UV, noch IV Strahlung mit blossem Auge sehen können, befinden sich die genannten Wellenbereiche durchaus im Sehbereich von anderen Organsimen der Flora und Fauna und beeinflussen somit ebenso die Umwelt (Gornocy, 2018). Ausserdem schrieb Hölker et al. (2010): «So sind etwa 30% der Wirbeltiere und über 60% der Wirbellosen nachtaktiv» (S.13), was einen beträchtlichen Teil unserer tierischen Umwelt darstellt. Deshalb verpflichtete sich die Schweiz nach den Abkommen 1992 in Rio und 2002 in Johannesburg die Artenvielfalt zu erhalten (Kobler, 2002). Diese Verpflichtung stellt unter anderem die Ausgangslage für den 5-Punkte Leitfaden zur Eindämmung der Lichtverschmutzung. Gemäss Kobler (2002) lautet der Leitfaden wie folgt: «1. Notwendigkeit (Grundlegendes Änderungsverhalten) 2. Abschirmung (räumlicher Aspekt) 3. Richtung (planerischer Aspekt) 4. Beleuchtungsstärke und Art (Anspruchshaltung) 5. Zeitliche Begrenzung (Zeitplanung)» (S. 27).

Laut dem Konzept der Zentralschweizer Umweltdirektionen (2005) erfüllen die Pollerleuchten die Bedingungen. Es gibt zwar noch Interpretationsspielraum bezüglich der Beleuchtungsstärke sowie deren zeitliche Begrenzung. Denn der Campus ist nachts nicht in Betrieb und hierbei könnte man über die Notwendigkeit diskutieren, dass sie die ganze Nacht leuchten. Eine sachliche und einfach zu erfüllende Lösung wäre es, den Lux Wert von 16200 zu halbieren und die Leuchten an einen Bewegungssensor anzuhängen.

Quellenverzeichnis

Stutz, P. (1978). Zentralschweizerisches Technikum Luzern: Architekt: Peter Stutz, Winterthur. Schweizer Bauzeitung, 96(6), 83-92.

Zentralschweizer Umweltdirektion. (2005). Vorgehen der Innerschweiz betreffend das Thema „Lichtimmissionen“ (Version 5.0a). ZUDK.

Eisenbeis, G. (2013). Lichtverschmutzung und die Folgen für nachtaktive Insekten. Schutz der Nacht–

Lichtverschmutzung, Biodiversität und Nachtlandschaft, 53.

Goronczy, E. E. (2018). Lichtverschmutzung in Metropolen: Analyse, Auswirkungen und

Lösungsansätze. Springer-Verlag

Hölker, F., Wolter, C., Perkin, E. K., & Tockner, K. (2010). Light pollution as a biodiversity

threat. Trends in ecology & evolution, 25(12), 681-682.

Kobler, R. L. (2002). Die Lichtverschmutzung in der Schweiz: mögliche Auswirkungen und praktische

Lösungsansätze (Doctoral dissertation, FHBB Fachhochschule beider Basel).

Vögeligärtli, Coaching II Gruppe D6

Coachning II

– Die Lage

– Weitere Erkenntnisse zum Raum

– Begehung II, Rahmenbedingungen

– Ideen für das Konzept

– Referenzbilder

– Visualisierungen

– Weiteres Vorgehen

Die Lage

Stadtteile

Das Vögeligärtli befindet sich in der Mitte des Stadtteils Hirschmatt-Neustadt und ist somit sehr zentral gelegen.

Strassennetz

Drei Einbahnstrassen umfassen den Park.

Öffentlicher Verkehr

Das Vögeligärtli ist bestens am öffentlichen Verkehrsnetz angeschlossen.

Geschäfte & wichtige Punkte

Rund um die Anlage gibt es verschiedene Dienstleistungen, die in der Intervention eine wichtige Rolle spielen können.

Parkanlage

Die Gestaltung des Parks ist durch verschiedene Grünzellen gestaltet, wobei die äusseren Grün-pflanzen meist eintönige Hecken sind. Der Garten oft als die Grüne Lunge der Stadt genannt.

Zugänge / Eingänge

Es gibt im Vögeligärtli fünf verschiedene Eingänge
(hier gelb markiert).

Weitere Erkenntnisse zum Raum

Bei der Grundlagenbeschaffung wurde der Kontakt mit der Stadtgärtnerei aufgenommen. Diese stellte uns den dargestellten Plan sowie Informationen zur Baumgattung, Höhe und Kronenradius zur Verfügung.

Der Sonnengang wurde mittels der Webseite www.poi.stadtluzern.ch generiert um, die Lichtverhältnisse der verschiedenen Jahreszeiten zu verdeutlichen.

Zudem wurde der Park bei Nacht besucht, um die bestehenden Lichtverhältnisse zu analysieren.

Ideen für das Konzept

Mit der zweiten Begehung wurden zuerst folgende Rahmenbedingungen aufgestellt:

  1. Was für Materialien können genutzt werden?
  2. Wie sieht der Untergrund aus?
  3. Sind die Bäume geschützt? Baumschnitt möglich?
  4. Sicheres Gefühl schaffen für die Nutzung am Abend.
  5. Fassaden als “Lichtquelle” nutzen?
  6. Drogenproblem entgegenwirken.
  7. Heimeliges Gefühl schaffen.
  8. Optische Aufwertung Tag / Nacht (Spielplatz, aktuelle Beleuchtung)
  9. Raumnutzung beibehalten.

Daraus kristallisierte sich Ideen, dass der Platz zum einen umgenutzt werden soll, sodass man sich gerne am Abend aufhält. Zum anderen soll mittels Umgestaltung die einzelnen Elemente (Spielplatz, Wiese, Sitzmöglichkeiten) beibehalten werden. Es wurden Referenzbilder zur Beleuchtung gesammelt, welche den Park zusätzlich aufwerten könnten und eine angenehmere Atmosphäre schaffen.

Referenzbilder

Beleuchtung der Wege:

Die Beleuchtung der Wege soll hauptsächlich als Orientierung dienen, um die Wege bei Dunkelheit sichtbar zu machen. Das Licht soll nicht blenden. Die angrenzende Natur kann in Lichtkonzept mitaufgenommen werden, um dunkle Stellen zu vermeiden, wo sie nicht gewünscht sind. So wird die Natur auch bei Dunkelheit sichtbar.

Beleuchtung der Bäume:

Durch Aufhängen von Lichterketten, Lampen, etc. an Bäumen oder durch die Beleuchtung der Bäume von unten, können die bestehenden Bäume ins Lichtkonzept mitaufgenommen werden.

Beleuchtung des Wassers:

Wasser als neues Element im Vögeligärtli. Teiche oder auch Wasserspiele können ins Lichtkonzept mitaufgenommen werden.

Visualisierungen

Durch die Schliessung einer angrenzenden Strasse kann eine Verbindung von Park und umliegenden Lokalitäten entstehen. Die Lokale könnten Ihre Tische in die Strasse stellen. Somit entsteht ein belebter Ort, welcher sich mit dem Vögeligärtli verbindet. Die Schliessung kann zum Beispiel am Wochenende von 17:00-24:00 erfolgen.
Die alten geschützten Bäume könnten mit Lampen und Lichterketten aufgehübscht werden. Somit entsteht auch nach dem Eindunkeln eine hellere, angenehmere Stimmung.
Durch indirekte Beleuchtungen auf Bäume und Fassaden im Dunkeln wird der Park automatisch heller. Somit lassen sich unerwünschte Besucher fernhalten und der Park kann auch im Dunkeln ohne Bedenken besucht werden.
Als Intervention stellen wir uns ein Gewässer oder Brunnen vor. Es soll dem Park eine Besonderheit verleihen. Wasser bringt eine schöne Atmosphäre mit sich und kann auch im Dunkeln direkt oder indirekt beleuchtet werden.

Weiteres Vorgehen

  1. Einbezug Coaching II
  2. Quantitative Befragung der Nutzer
  3. Konzept festlegen und ausarbeiten
  4. Vorbereitung auf Kolloquium

Coaching 2 – Gruppe B6 – Hallenbad Allmend

Raumwahrnehmung

Positive Aspekte | Qualitäten

am Tag:

  • viel natürliches Licht
  • offen
  • hell
  • Spiegelung auf Wasseroberfläche
  • weisse Farbe macht einen sauberen Eindruck
  • Schattenspiel auf weisser „Leinwand“

am Abend:

  • Licht sehr hell (für sportliche Aktivitäten)
  • Farbe der Spots im Pool veränderbar (evtl. dimmbar)
  • Sprudelbad-Ecken intimer (tiefere Decke)
  • Abende ausgebucht durch Vereine

Negative Aspekte

am Tag:

  • Storen runterfahren wegen Lichteinfall

am Abend:

  • hohe Lautstärke durch Sportaktivitäten
  • zu hell im Sprudelbecken
  • keine Farben beim Kinderbecken

Prozess

5 Individuen – 5 Interventionen

Der Badebereich für die Kinder soll attraktiver gestaltet werden und mit
Elementen wie bunten Lichtern in Wasserspielen und Projektionen an
der Decke ergänzt werden.


Der Badebereich für die Kinder soll attraktiver gestaltet werden
und mit Elementen wie bunten Lichtern in Wasserspielen und Projektionen
an der Decke ergänzt werden.


Um die Qualitäten des Tages mit nächtlicher Atmosphäre ergänzen
wird der Raum in eine Wohnzimmerstimmung versetzt inkl. Filmvergnügen.


Da die Entspannung im Bad bis anhin zu kurz kommt, wird im Bereich
des Sprudelbades ein Sternenhimmel installiert. Der Besucher darf sich
nach der sportlichen Betätigung in nächtlicher Ruhe entspannen.


Die natürlichen Lichtspiele des Tages auf den weissen Wänden werden
(in der Nacht) verstärkt und vermehrt. Das Element Wasser erhält auch
in der Nacht eine Leinwand.

Zusammenfassung:

  • Entspannung im Kontrast zur Aktivität am Tag
  • Dezente Lichtakzente im Vergleich zum grellen Nutzbetrieb
  • Farbe und Freude statt pragmatische Ausleuchtung
  • Lichtkörper der Nacht statt Sonnenlicht
  • Licht gepaart mit Element Wasser statt «nur» Sonnenlicht

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Variante 1 – Tag

Kinderbereich attraktiver gestalten

Fontänen, Düsen, Unterwasserspots – Lichteffekte

Wand gestalten – Bild, Farbe, Karikatur

Film an Decke projizieren – z.B. Delfine

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Variante 2 – Nacht

Der Fokus des Hallenbades liegt auf dem Tageslicht. Daher möchten wir mit dieser zweiten Variante während den dunklen Stunden den Fokus verändern und die Dunkelheit ins Zentrum stellen. Um die Atmosphäre angenehmer und einladender zu gestalten, stellen wir uns folgende Ideen vor: 

(David Dubois, 2021)



Wasserspiegelungen
Am Tag gibt es schöne Wasserspiegelungen an der weissen Wand. Diese möchten
wir auch in der Nacht auf die Wände übertragen. Die zwei Elemente von Licht und
Wasser, welche im Hallenbad zentral sind würden vereint werden und die
Aufmerksamkeit auf sich ziehen.












(Ilona Distel, 2021)



Lichtspiel
Ein weiterer Gedanke ist, das Hallenbad mittels Lichteinflüssen in eine
Unterwasserstimmung zu versetzen. Mit Scheinwerfer könnte eine Wellentextur
an der Decke projiziert werden. Evt. könnte der Effekt mit Farben verstärkt werden.
Das helle Licht der Scheinwerfer könnte abgedunkelt werden und dem Bad eine neue
Atmosphäre verleihen.

















 

(Flavia Wyss, 2021)



Sternenhimmel
Die letzte Idee, welche die Wirkung der Dunkelheit verstärken soll, ist der
Sternenhimmel. Dieser soll den Übergang von Innen- und Aussenraum
fliessender machen. Das Element des Sternenhimmels soll eine Verbindung
zur Nacht schaffen.





























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Variante 3 – Schwelle

Wasserwelt



Man betritt die Garderoben um das Gewand des Bades
überzuziehen. Die Garderoben stellen eine Schwelle dar
zu einer anderen Welt. Einer Welt voller Wasser. Eine Wasserwelt.
















Tritt man aus der Garderobe in den Treppengang, betritt man eine
letzte Schwelle. Man schaut die Treppe hoch, der Blick geführt durch
die Wände lässt an ein Tunnel erinnern. Ein Tunnel aus welchem Ende
Licht, Geräusche und Wasser ruft. Eine Wasserwelt.
















Ein übertritt von der Unterwelt in eine Welt mit tropischem Klima.
Ein auftauchen aus dem Arbeitsalltag. Hier zählt das Wasser. Hier
kann Sport betrieben und Luft geholt werden. Reflexionen an den
Wänden stellen diese Unterewasserwelt dar. Die Schwelle wird zu
einer Unterwasserwelt. Man taucht auf von einer Wasserwelt in
eine Wasserwelt.