Seit drei Jahren studiere ich komplett papierlos. In diesem Beitrag zeige ich, wie ich mit GoodNotes, Gedächtnisstützen und Sketchnotes arbeite, und was sich für mich bewährt hat.
Warum überhaupt papierlos?
Als ich mein Studium begann, hatte ich einige Vorlesungen nur als PDF lose im Download Ordner, dann einige interessante Module im OneNote mit Tastatur-Notizen, andere Module gaben mir ausdrucke mit handschriftlichen Notizen, etc.
Also beschloss ich, radikal umzusteigen: alles digital, alles strukturiert, null Papier, null Komrpomisse. Klingt erstmal einfach, ist es aber nicht. Es brauchte einige Versuche, bis ich meinen Workflow gefunden habe.
Meine Basis: iPad, Apple Pencil und GoodNotes
Der Kern meines papierlosen Systems ist mein iPad mit Apple Pencil. GoodNotes ist dabei meine Haupt-App:
- PDFs importieren: Die meisten Dozenten stellen ihre Folien als PDF bereit. Ich lade sie direkt aufs iPad und öffne sie in GoodNotes.
- Direkt ins Dokument schreiben: Statt lose Notizen nebenbei zu tippen, schreibe ich handschriftlich in die Folien z.B. Ergänzungen, Skizzen, Hervorhebungen.
- Alles an einem Ort: Meine Ordnerstruktur ist simpel: Semester → Modul → Dokument. Damit verliere ich keine Zeit mit Suchen.
Ein Vorteil: Ich habe alle Unterlagen jederzeit griffbereit, egal ob in der Vorlesung, unterwegs oder im Homeoffice.
So halte ich meine Notizen lebendig
Nur PDFs mit Text zu füllen, reicht mir nicht. Ich brauche visuelle Anker. Darum kombiniere ich klassische Notizen mit Sketchnotes und kleinen Gedächtnisstützen:
- Sketchnotes: Kleine Zeichnungen, Icons oder farbige Kästen machen Inhalte greifbarer. Eine simple Glühbirne steht für Ideen, ein Schloss für Sicherheitsthemen.
- Mein Haiplüschie: Klingt verrückt, aber ich zeichne manchmal meinen kleinen Hai als Maskottchen in die Notizen. So baue ich mir spielerisch Gedächtnissäulen auf: Ein Thema wird mit einer lustigen Illustration verknüpft und bleibt dadurch besser im Kopf.
- Farben bewusst nutzen: Blau für Definitionen, Rot für Warnungen oder Stolperfallen, Grün für Beispiele.
Dieser visuelle Ansatz spart mir beim Lernen enorm viel Zeit. Ich erinnere mich an Bilder statt an trockene Stichworte.
Alternative Tools: Was (noch) besser sein könnte
GoodNotes ist für mich top, aber es gibt Features, die mir fehlen:
- Handschrift-Suche: Notability oder MyScript Notes können Handschrift besser erkennen und in Maschinentext umwandeln. Das erleichtert die spätere Recherche.
- Audio-Sync: In Notability kann man eine Vorlesung aufnehmen, während man mitschreibt. Später kann man genau an die Stelle springen, an der man eine Notiz gemacht hat.
- Mind Maps: Für Überblick über Zusammenhänge nutze ich zusätzlich Tools wie Mindomo. PDFs sind linear, Mind Maps dagegen zeigen Beziehungen.
Mein Tipp: Nicht zehn Apps parallel nutzen. Teste kurz, entscheide dich, und bleib dann bei ein bis zwei Tools.
Was nicht sofort klappt(e)
Papierlos bedeutet nicht automatisch sorgenfrei. Ich bin auch ein paarmal hart gelandet:
- Akku leer in der Vorlesung: Immer Ladekabel und/oder Powerbank dabei haben.
- Zu viele Apps gleichzeitig: Ich habe mich einmal fast verzettelt, weil ich für jedes Fach ein anderes Tool nutzen wollte. Heutzutage habe ich eine Haupt-App und klare Strukturen und Techniken.
- Ablenkung durch Gerät: E-Mails oder Social Media lenken ab. Mein Trick: „Nicht stören“-Modus aktivieren, sobald die Vorlesung startet.
- Handschrift unleserlich: Das war ein Schock. Ich übe inzwischen, lesbarer zu schreiben und nutze Farben und Symbole, um es klarer zu machen.
©Flourish Planner auf YouTube.
Meine Tipps für deinen Workflow
- Starte klein: Mach erstmal eine Vorlesung papierlos, bevor du alles digitalisierst.
- Struktur zuerst: Lege eine Ordner- und Ablagestruktur fest und halte dich daran.
- Ein Tool reicht: Entscheide dich für eine App und bleib dabei.
- Visuell denken: Nutze Sketchnotes oder Icons. Dein Gehirn erinnert sich besser an Bilder.
- Backup nicht vergessen: Cloud-Speicher oder externe Sicherung, sonst ist im Notfall alles weg.
- Gedächtnispalast üben: Baue dir feste mentale Orte auf (z. B. dein Zimmer) und lege Themen gezielt dort ab.
Ironischerweise habe ich den Worklfow auf Papier und Stift geschrieben und Skizziert. Auch hier erkennt man, dass physische Medien nicht fürs Internet gemacht sind.

Fazit
Papierlos im Studium ist kein Selbstzweck. Es ist ein Prozess, der dir hilft, Ordnung zu schaffen, Zeit zu sparen und nachhaltiger zu arbeiten. Ich möchte nie mehr zurück zu Ordnern voller Papier.
Das Wichtigste ist nicht die perfekte App oder das neueste Gerät, sondern dass du einen Workflow findest, der zu dir passt. Für mich sind es iPad, GoodNotes und ein kleiner Hai, der meine Gedächtnissäulen stützt. Für dich kann es etwas anderes sein, Hauptsache, es funktioniert.
Und zu guter Letzt, investiert in eine gute Versicherung für eure Arbeitsgeräte. Ihr wollt nicht all zu lange gestranded sein, sollte euer Gerät gestohlen oder beschädigt werden.
Weiterführende Links
Method of Loci – Gedächtnispalast erklärt (Wikipedia)
Sketchnoting – visuelles Lernen
Vergleich: GoodNotes vs. Notability (Paperlike Blog)
Disclaimer
Dieser Blog-Beitrag wurde mit Unterstützung des Sprachmodells ChatGPT sowie Word AutoKorrektur grammatikalisch korrigiert.