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Raumbeschreibung – Frohburgsteg – Tiziana Gassmann – IAR
Kaum den Frohburgsteg betreten, kommen einem mit schnellen Schritten Passanten entgegen, jeder scheint es eilig und ein Ziel zu haben. Die Fussgängerpassarelle wirkt durch die gewählten Materialien und Farbe kühl und karg. Durch die Raumhöhe und gewählte Konstruktion aber auch luftig, leicht und modern. Der Boden vibriert beim Gehen leicht, das vorbeifahrende Kickboard rattert laut über den Boden, ansonsten ist es relativ ruhig. Das Licht der niedrigstehenden Sonne (17.00Uhr) wirft Schatten der Brüstung und der passierenden Menschen. Durch die luft- und lichtdurchlässigen Seitenkonstruktion der Brücke fällt gerade in den Abend- und Morgenstunden, bevor die Sonne unter- oder aufgeht viel Licht auf die Brücke und erreicht auch die angrenzenden Gebäude. Durch das Maschengitter hat man einen guten Blick auf die Umgebung, wenn man aktiv das Auge darauf ausrichtet, ansonsten wird diese eher etwas kaschiert. Die nicht sonderlich hübschen Geleise entrücken damit der Wahrnehmung, während das oberste Drittel der Seitenkonstruktion bei schönem Wetter den blauen Himmel einrahmt. Die Querbalken und Geraden in Kombination mit den Kreuzverstrebungen, diagonalen Seitenstützen und den Rundungen des Daches und der Seiten, geben der Brücke etwas Unruhiges, dadurch aber auch dynamisches, eine gewisse Spannung. Die weiss beplankten Seiten und Leuchten in den Querbalken, leiten den Blick ans andere Ende der Brücke. Es ist kein Platz der zum Verweilen einlädt, es ist ein Durchgang. Geschützt vor Wettereinflüssen wird man von A nach B geleitet, dynamisch, nicht gemütlich.