kurzer Rückblick – auf Radio3fach

Das Lokalradio Radio 3fach hat Anfang Woche einen kurzen Abschlussbericht der Summer School 2014  in den News gesendet:

Zur Dokumentation soll der Inhalt des Berichts auch hier nicht fehlen.

CreaLab Summer School: Creativity on tour

Die dritte CreaLab Summer School der Hochschule Luzern stand in diesem Jahr unter dem Motto „Creativity on tour“. Das interdisziplinäre Modul wurde von Studierenden der Departementen Technik & Architektur, Wirtschaft, Soziale Arbeit, Design & Kunst und Musik besucht. Zwischen dem 25. bis 29. August gingen die Studierenden der Frage nach, unter welchen Umständen man am besten kreativ arbeiten kann, wenn man unterwegs ist. Die Studierenden stellten Prototypen her und testeten diese unterwegs. So entstanden Koffer, welche zu (Labor-) Tischen umgebaut werden können, Taschen, die gross genug waren einen Menschen darin zu verpacken, solche mit Solar-Panels für die Stromversorgung oder solche mit Frage-Aufschriften, die zu einem Dialog mit der unmittelbaren Umgebung anregten. Als zentral erwiesen sich neben der Gestaltung geeigneter Umgebungen und mobilen Mobiliars auch der Faktor Zeit oder die Berücksichtigung von individuellen Wahrnehmungen dieser Umgebungen. Ab Mittwoch 27.  bis Freitag 29. August wurde ausserdem eine öffentliche Konferenz durchgeführt an welcher Externe und Studierende teilnahmen. Die Resultate werden am Crealab Zukunftsforum 2015 präsentiert sowie vom Praxispartner Witzig The Office Company in die Entwicklung zukünftiger Geschäftsstrategien integriert werden.

ISA-Modul Abschlusstextchen

by Elio Amberg:

Kreativ werden auf Abruf ist schwierig. Man kann sie nicht erzwingen. Ich kann sie nicht erzwingen. Ich kann mir schon vorstellen, dass es Menschen gibt mit einer extrem grossen Körperbeherrschung, die ihre Gefühle unter kontrolle haben. Aber ich hab sie nicht.

Mein weg zu Kreativität braucht Zeit, keinen Druck und Lust. Aber dieses abgekoppelt sein von der Umwelt und gleichzeitig einen starken inneren Drang haben kommt praktisch nie vor, deshalb brauche ich Hilfsmittel. Solche die auf den Körper wirken und solche die auf den Geist wirken.

Der Raum sollte muss so viele Werkzeuge und Materialien und Maschinen wie möglich haben. Natürlich nur solche die man auch effektiv nutzen kann. Wenn ich komponieren will dann brauche ich ein Klavier. Ich bräuchte ein Musikprogramm zum notieren, und noch viel wichtiger, ich bräuchte das Wissen dieses zu bedienen. Für mich gibt es nicht viel das kreativitätshemmender wirken würde als bei einem Computerprogramm eine Funktion nicht anwenden oder einen Fehler nicht beheben zu können. Das nervt mich so dermassen., dass ich oft aufgebe. Ein ähnliches Gefühl hat mich im CreaLab zu lähmen vermocht. Es hatte keine Kreissäge so dass ich um ein Loch(Durchmesser 5cm) in eine Plexiglasscheibe zu schneiden, ganz viele kleine Löcher bohren musste.

Ziemlich ähnlich fühle ich mich jetzt grad da ich bis vor 20’ noch versucht habe die ersten 3 Seiten einer Erörterung über die Themen Kreativität und Kollaboration den ich jetzt zum 2. Mal anfange, aus dem anderen Computer zu pressen. Hat nicht geklappt. Jetzt bin ich genervt, und sicherlich einiges weniger kreativ.

Die optimale Voraussetzung für Kreativität ist ein unendlich grosses Wissen, und die Fähigkeit alles zu machen was man sich vorstellen kann. Eine Annäherung an diesen Zustand bringen gewisse Computer Programme mit sich. Solche die physikalische umstände automatisch berechnen.

Aaaaaber, solche Methoden inspirieren sehrwahrscheinlich relativ wenig. Die arbeit mit dem effektiven Material das nachher verwendet werden soll inspiriert viel mehr. Man kann es riechen ,fühlen , sehen , hört es wie es klingt wenn man mit dem Finger darüber fährt wie, man assoziert es mit Sachen die man schon erlebt hat.

Ach meine Gedanken drehen sich im Kreis. Ich sollte etwas erschaffen doch fehlt mir die Lust und die Zeit. Und die Erfahrung mit Wörtern umzugehen. Geschweige denn Vorwissen zum Thema Strukturierung eines Textes. Der Ort sollte jedoch förderlich sein. Ich liege in der Badewanne. Das Wasser riecht nach Lavendel und draussen höre ich die Kinder spielen.

Ach bla bla bla, ich muss ein Thema finden zu dem ich was schreiben kann………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

So ich hatte eine Idee. Ich hatte sie als ich den Computer auf die Seite geschoben habe und untergetaucht bin.

Ab jetzt schreibe ich jeweils eine Seite an einem anderen Ort. Wollte an den Fluss gehen, gab aber schon ein Problem, denn mein Labtop ist noch kaputter als mein Computer. Er hat keinen funktionsfähigen Akku mehr.

Minimal Anforderung an den Arbeitsplatz ist also, dass eine Steckdose vorhanden sein muss.

Jetzt ein Arbeitsplatz hat immer eine Wirkung auf einem. Diese setzt sich aus Körperlichen und assoziativen Komponenten zusammen.

Körperlich:

Uhhh hier hat es einen ganz mühsamen Piipston in der Luft. Dieser kommt wahrscheinlich von den Lampen die hier in diesem Gang nur für mich brennen. Temperatur ist angenehm. Luft hat’s auch genug, und wenn ich…ou Licht aus… mehr bräuchte hätte es noch Fenster.

Assoziativ:

Der Raum als ganzes erinnert mich an ein Wartezimmer in einem Spital. Dies löst in mir eine gewisse Ruhe aus, denn in einem Wartezimmer gibt es keinen Stress. Man ist einfach so lange dort bis der Doktor kommt und einem holt. Also fühle ich mich ruhig. Da der Gang sehr steril ist gibt es auch nichts das mich ablenkt. Ausser das SMS das grad reingekommen ist. Also Natel aus. Mit Gerüchen assoziiert man auch viel. Es riecht nach meinem alten Schulhaus. Es riecht allgemein einfach nach Schulhaus. Schulhäuser hatten schon immer eine spezielle Stimmung wenn sie leerstehen. So wie jetzt. Ich bin in der Kunsti es ist 20.10 und ich habe bis jetzt 1 Person in der Ferne was sagen gehört. Aber ich glaube so Assoziationen werden sehr schnell überschrieben. Überschrieben mit neuen Gefühlen.

Weil ich an das Überschreiben glaube, hab ich mir vorgenommen nur in meinem privaten Probelokal zu üben wenn ich Lust auf üben habe, so dass dieser Raum von diesen Gedanken geprägt wird. Bin selten dort!

So: Weiter geht’s, ich brauche eine neue Steckdose.

Den Piipston hab ich übrigens nicht mehr gehört, der geht vergessen.

amberg_1

Da sitze ich jetzt auf einem Podestchen direkt vor der Feuerwehrübung.

Ich fühle mich extrem ausgestellt. Doch versuche ich dieses Gefühl zu ignorieren. Ein Generator erzeugt ein tösendes Geräusch doch irgendwie finde ich es inspirierend. Doch die Lichtstrahler die sie jetzt auf mich richten sind schon sehr störend.

Assoziativ: Wenn ich an einem Ort arbeite an dem viel los ist, dann fühle ich mich als ob ich trotzdem etwas erlebe. Doch ich kann mich sehr schwer auf das konzentrieren was ich schreiben will. Denke immer wieder daran dass ich mich nicht genieren möchte hier zu sitzen. Es wird auch immer besser. Ah die Gedanken schwirren nur so.

Ich versuch mal etwas einfacheres zu schreiben:

Körper:

Es ist warm, frische Luft hat es en masse, Licht hat es von den Strassenlaternen. Hinter mir ein Stimmengewirr der Touristen, vor mir Sirenen und die Rufe der Feuerwehrmänner.

Mir gefällt es hier zu sein doch ich kann mich überhaupt nicht vokusieren.

Vielleicht wären es solche Orte die zum Ideensammeln gut wären. Irgend wie fühle ich mich im Leben hier auf der Strasse aber auch als Zuschauer und was das Problem ist, ich fühle mich als Ausstellungsobjekt.

So ich glaub ich muss weiter….

amberg_2

So jetzt sitze ich in einer Küche bei einer Kollegin. Das sogenannte Fremdarbeiten. Ist das von der Gesellschaft akzeptiert?

Also, das Problem hier ist, dass ich mich nicht vorangekündigt habe und jetzt habe ich das Gefühl ich müsse sozial interagieren.

Ou und jetzt kommt noch Pascal nach Hause.

Sie sind beide in der Küche bei mir, doch sie sprechen Französisch also starte ich den Versuch mich abzukoppeln.

Also ich finde den Ort eigentlich gemütlich, Küchen haben etwas anziehendes auf mich, weil ich schon oft Gesellige Momente in ihnen verbracht habe. Das wirkt sich auf meine Arbeitsmoral aus.

Die Gefahr ist allerdings die Ablenkung durch den Kühlschrank, den Klassiker also.

So hab ich mir das natürlich nicht vorgestellt, sie gesellen sich beide zu mir und sprechen laut und machen Liegestützen.

Die Zeitlosigkeit von der Kunsti fehlt mir hier, den Mathilde hat noch ihr Date verschoben um mir noch den Raum zur verfügung zu stellen.

Aber ich merke auch hier das mir die Anwesenheit von anderen Menschen Energie gibt. Das hängt wahrscheinlich mit meiner Sehnsucht nach mehr erlebnissen, sozialen Erlebnissen, zusammen. Ein Bedürfnis welches hier nicht ausgeschaltet wird.

„Es freut mi dasde üs chonsch go bsueche“ Sagt Pascal.

Ich muss mich jetzt zu ihnen gesellen…

Tagesrückblicke

von Elio Amberg

Tag 1 – Montag

Heute haben wir uns in einer Werkstatt der Hochschule getroffen, dem sogenannten CreaLab. Ein Raum der uns Ressourcen bot um einen potentiellen ersten kreativen Höhenflug zu erleben.

Wir sollten eine Tasche zu der wir einen Bezug haben umgestalten.

Meine Kreativität war durch zwei Umstände eingeschränkt: Ich mag meine Tasche so wie sie ist und ich dachte man solle etwas kreieren was einem tatsächlich nützt.

Aber eigentlich war alles ok so wies war versuchte ich etwas zu kreieren ohne meinen Rucksack zu demolieren und etwas welches bei  erfolgreichem umsetzen sogar nutzen bringen konnte.

Mein grösstes mobiles Problem ist das Durcheinander welches ich kriege wenn ich Musik auf meinem IPod höre und dazu meine Taschen trage, weil sie sich „verhädern“.

Also hab ich einen IPod-Halter in meinen Rucksack genäht.

Hat nicht so toll funktioniert, hab es wieder demontiert.

 

Tag 2 – Dienstag

Besichtigung einer Wohnungsausstellung.

Die Ausstellung hat mir nicht viel gesagt. Ich hab mich jedoch zu der Einrichtung hingezogen gefühlt, d.h. ich würde gerne dort wohnen. Es ist für mich eine kreativitätsfördernde Umgebung.

Heute hab ich mich genervt, man hat bei den Präsentationen gemerkt dass viele Leute(inkl. Mir) die erst beste Idee genommen haben. Und später sollten wir diesen Gegenständen im Nachhinein einen Sinn geben. Sie mit Überlegungen schönreden.

Wir haben unseren Musikbag aufgemotzt und nochmals kurz ein wenig gebastelt. Mein Antriebslevel  ist kurz angestiegen als es ans Basteln ging, doch meine Gruppenmitglieder waren träge und ich fühlte als ob ich sie dominiere, was mir gar nicht recht war, also gab ich mich der allgemeinen Lustlosigkeit hin.

Einen spannenden Moment gab es noch, als ich vor der ganzen Gruppe unsere Tasche vorstellen musste(da ich mein Team ja dominiert habe). An die Wand gedrängt verlor ich fast den Faden, denn es ist für mich nicht speziell leicht(aber auch nicht speziell schwierig) vor vielen Leuten zu sprechen. War sicherlich eine gute Übung.

 

Tag 3 – Mittwoch

Der Beobachtungssack war ein Erfolg. Haha.

Ausflug mit Urs und Crew:

Wir haben den Bahnhof verklebt. Das gefiel mir da ich an meiner Zivil-courage arbeiten möchte. Diese Aktion war ein kleiner Sprung über die Hemmschwelle welche ich im öffentlichen Raum verspüre. Sie hat mich animiert es wieder zu tun, nicht mit Kunst aber einfach, halt in so Fällen wo es  angebracht wäre. Dieses Gefühl von exponiert sein mit einer Gelassenheit anzunehmen oder sogar zu geniessen.

 

Tag 4 – Donnerstag

Ausflug aufs Stanserhorn:

Heute war sicherlich ein Highlight-Tag.

Nebst dem schön Wetter und dem fabelhaften Ausblick, ergab sich ein spannendes Gespräch mit einem Teilnehmer.

Auch in der Gruppe zog es mich ins Gespräch, gewisse Ansätze gaben mir kraft mich weiterzuentwickeln(Als Mensch). Kurz gesagt durch eigenständige Aktionen ein natürliches und stabiles Selbstvertrauen zu erlangen.

 

Tag 5 – Freitag

Alle Gruppen haben versucht ihren Ausflügen einen Sinn zu geben, also ich meine einen der zu dem Überthema des ISA-Moduls passt. Hmmm. Das Gruppengespräch ganz am Ende hat mir gut gefallen. Ich fand es ging tiefer in die Materie als Gestern und all die Tage davor. Gut war ja auch am Ende.

Und jetzt sollten wir einen Text (5-10Seiten) zu dem Thema: what are the minimal conditions for a collaborative, creative environments? Schreiben.

In diesem Themenbereich bin ich nicht viel weiter als ich noch vor dem ISA Modul war.

Aber ich werde mir was aus den Fingern saugen, und vielleicht komm ich ja sogar auf neue Ideen oder Gedanken.

 

Zusatz:

Was ich spannend gefunden hätte wären Soziale versuche. Welche zu Antworten führen würden, wie verhalte ich mich in einer Gruppe. Evtl. Durch Observationen von aussenstehenden Personen. Oder in welchen Umgebungen bin ich wie produktiv. Anhand von Selbstversuchen.  Mehr auf die persönliche Sicht eingehen. Ist halt schwierig in einer solch grossen Gruppe. Und es macht es auch nicht einfach, dass 90%(geschätzt ) bis 70%(geschätzt) sich nur wegen den ETCS Punkten eingeschrieben haben.

how to!

dear student participants:

How to write your first documentation post:

1) Click on monday (Tuesday ect.) and then click on edit (at the end of the page)

2) Start writing (and start by putting your name!)

3) Press “publish” (button in the righthand side menu).

FINISHED.

have fun!

and – I’m looking forward to reading from you. Because therehas been some really inspiring work and talks!

3rd CreaLab Summer School at Lucerne University of Applied Sciences and Arts

CreaLab SUMMER SCHOOL
at Lucerne University of Applied Sciences and Arts
CO-LABOR’ATORIES
Creativity on tour
August, 25-29, 2014, Lucerne Switzerland

Creativity on tour
CO-LABOR’ATORIES – Creativity on tour

Call for contributions_PDF

IMPORTANT DATES:
Short Paper size: 1–3 A4 pages
Submission date: the 15th of May 2014
Announcement of acceptance: until the 30th of May 2014
Final paper and registration (at least one author): until 30th of June

Conference: August 27th to 29th of August 2014 official conference, presentations, discussions and workshops