Mündliche Feedbacks

Stimmungsbarometer

3 x 3 – Feedback
Zur letzten Lektion nennen Sie bitte:

  • 3 positive Dinge
  • 3 negative Dinge
  • 3 Verbesserungsvorschläge

Blitzlicht & Gesprächsrunde I

Eine methodisch eingeschränkte Form des Gruppengesprächs. Die Feedbacks werden zuerst als Blitzlicht reihum abgefragt, dann findet ein Gespräch zu einigen wichtigen Punkten statt. „Blitzlicht“, weil lediglich ganz kurze Äusserungen, einzelne Wörter oder knappe Sätze (eben: Beleuchtungen durch Blitze) erbeten werden.
Vorteile: Es ist sichergestellt, dass alle zum Wort kommen. Die Wahl der Gesprächspunkte ist besser abgestützt.
Beachten: Sherif-Effekt vermeiden (Gruppennorm vor persönlicher Norm, Konformitätsdruck). Hilfreich ist es, den Studierenden 2 Minuten für Notizen als Vorbereitung zu geben. Oder sie in Tischgruppen zuerst „murmeln“ zu lassen.

Blitzlicht / Gesprächsrunde II

Zweck

  • Erfassung der augenblicklichen Stimmung in der Kursgruppe
  • Wahrnehmung der subjektiven Sichtweise in Bezug auf eine Thematik
  • Bewusstmachen von Erwartungen
  • Impulse für die Weiterarbeit sammeln

Verlauf

Die Studierenden sitzen so, dass sie sich anschauen können (z.B. Stuhlkreis). Einführung durch die Dozierende, Vorgabe einer möglichst kurzen, prägnanten Frage (wenn möglich visualisieren).

Regeln

  1. Jeder und jede spricht nur über sich und benutzt ich statt man (allenfalls auch „Ich habe den Eindruck, dass wir….“).
  2. Jeder/jede macht kurze persönliche Aussagen zur Frage.
  3. Es gibt keine Diskussion oder Stellungnahme zu den Aussagen der anderen.
  4. Wer sich nicht äussern möchte, gibt das Wort weiter.

Interviews

Vorzugsweise ein Duo (eine externe Person und eine interne) befragen Studierende über deren Wahrnehmung des Unterrichts.
Das Einzel- oder Gruppeninterview kann standardisiert oder als freies Gespräch anhand eines Rasters geführt werden und wird protokolliert. (z.B. Stichwörter auf Flip Chart)
Besondere Aussagekraft wird durch Cross- Checking-Interviews mit unterschiedlichen Gruppen zu denselben Fragen/Gegenständen erzielt.
Variante: Untergruppen im Kurs interviewen sich gegenseitig zum erlebten Unterricht und fassen die Ergebnisse zusammen.

Vorteile: Im Gespräch können qualitative Untertöne, heikle Punkte, Differenzierungen, neu auftauchende Aspekte besser erfasst werden als mit Fragebogen.
Beachten: Am Ende des Interviews als Kontrolle sich über die wichtigsten Ergebnisse verständigen.
Stolperstein: In der Regel genügen die Flipchartprotokolle zur Einschätzung einer Situation, aber: live das Wesentliche auf Flipchart zu protokollieren ist nicht einfach!

Stellung nehmen im Raum

Beispiel
Die Dozierende gibt nacheinander drei bis vier Aussagen bekannt, zu denen Stellung zu beziehen ist: z.B.

  • Ich habe heute viel/wenig Neues gelernt.
  • Ich habe den neuen Stoff gut/nicht gut verstanden.
  • Mein Interesse am Thema ist heute grösser/kleiner geworden.
  • Es ist mir leicht/schwer gefallen, mich am Unterricht aktiv zu beteiligen
  • Ich bin angeregt worden, in dieser Thematik weiter zu denken

Die Studierenden verteilen sich nach jeder Aussage im Zimmer auf einer Linie gemäss ihrer persönlichen Zustimmung oder Ablehnung. Bei Bedarf kann der eingenommene Standpunkt kurz kommentiert werden. Anschliessend folgt die nächste Aussage usw.

Variante:
Die Studierenden postieren sich im Raum entsprechend ihrer Nähe zu einer oder mehreren dieser Antwortvarianten. Die nahe beieinander stehenden Teilnehmenden diskutieren dann 3-5 Minuten: “Weshalb stehe ich hier?” oder „Was bräuchte ich, um an einen für mich besseren Ort hinstehen zu können?“.
Vorteil: Statt Ankreuzen im Fragebogen wird hier das Meinungsbild sofort sichtbar. Man kann zudem Feinheiten der persönlichen Haltung “auf den Zen- timeter genau” ausdrücken. Macht als “bewegte Sache” zudem Spass.
Beachten: Setzt Fähigkeit, zu seiner Meinung “zu stehen”, voraus.

Zweidimensionale Punkt-Abfrage

Verlauf
Am Ende einer Unterrichtseinheit beurteilen die Studierenden das Vorangegangene durch das Anbringen eines Klebepunktes in einem Koordinatensystem.

Zweidimensionale Punkt-Abfrage

Variante:
Aufstellen im Raum;

  • X-Achse: eigenes Engagement der Studierenden
  • Y-Achse: Gestaltung durch die Dozierenden

Ampel-Feedback

Durchführung
Vorbereitung: Aus Karton (A4) wird ein gleichseitiges Prisma gefaltet. Die Längsseiten werden mit Klebestreifen zusammengeklebt. Jede der drei Seiten des Prismas wird nun mit einer der Farben Rot, Gelb und Grün angemalt oder beklebt. Die Studierenden legen die Prismen gut sichtbar auf ihren Arbeitsplatz.
Die Dozierende unterbricht an passender Stelle und bittet die Studierenden, das Prisma entsprechend der Ampelfarben einzustellen.
Die jeweilige Farbe der den Dozierenden zugewandten Seite signalisiert:

  • Grün: Ich habe die Ausführungen gut verstanden. Ich kann gut folgen. Weiter!
  • Gelb: Ich habe die Ausführungen nur zum Teil verstanden. Ich kann nur mit Mühe folgen. Achtung!
  • Rot: Ich habe die Ausführungen nicht bzw. kaum verstanden. Ich kann nicht mehr folgen. Stopp!

Je nach Rückmeldung kann nun entsprechend reagiert werden. (z.B. durch einen Studierenden erklären lassen, Banknachbarn tauschen sich über das Gehörte aus, differenzierte Weiterarbeit…)

 

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