Ansicht der Rämistrasse 29-39, Zürich (Blickrichtung Bellevue)
Siegfriedkarte 1880. Das Rämiquartier ist als städtebaulicher Engpass erkennbar und noch kaum bebauut. Das Quartier galt zu dieser Zeit auch als ‚unschicklich‘. Frauen wurde davon abgeraten, sich allein in diesem Quartier aufzuhalten.
Siegfriedkarte 1930.Die Überbauung besitzt hohe städtebauliche Qualitäten. Sie ist im Zusammenhang mit der Entstehung der Zürcher Ringstrasse zu betrachten. Nach der Anlegung der Bahnhofstrasse ergänzten die Bahnhofbrücke und die Quaibrücke diesen Ring. Nur die Rämistrasse war noch ein Engpass, welcher durch das Ernstsche Projekt behoben wurde.
Landeskarte 1956-1965. Die Bahnhofstrasse und der untere Teil der Rämistrasse sind die einzigen einheitlich konzipierten Teilstücke des Zürcher Rings aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und gehören damit zu den wichtigsten städtebaulichen Leistungen dieser Zeit im Kanton Zürich.
Landeskarte heute. Alle Gebäude befinden sich weitesgehend noch im Originalzustand. Die Sandstien Verkleidungen wurden aber an manchen Fassaden durch Kunststein ersetzt bei der Sanierung. Ausserdem steht die gesamte Überbauung unter Denkmalschutz.
Ansicht Rämistrasse / Proportionen der Öffnungen und deren Anordnung. Die Geschosshöhen variieren je nach Nutzung des Geschosses und welchem Zweck es diente.
Tektonische Haltung der Fassade. Die Fassadengestaltung entsprach mit Ausnahme weniger bauplastischer Details exakt der 1885 als Titelvignette im ‚Zürcher Kalender‘ publizierten Vorlage. Der über hohem Erdgeschoss, Entresol, zwei Wohngeschossen und Attika aufgehende Bau sticht als Herzstück und prunkvollster Abschnitt in der Überbauung heraus.
Luftaufnahme des Rämiquartiers. Die Tragstruktur basiert auf übereinanderliegenden tragenden Aussenmauern, Brandmauern und Innenwänden. Das Erdgeschoss, wie auch das Mezzaningeschoss dienen als ausformulierter Sockel und sind massiv aus Berner Sandstein ausgeführt. Die Fassadenverzierungen der oberen Geschosse sind ebenfalls aus Berner Sandstein. Die tragenden Balken der Bodenkonstruktion liegen auf den massiven Aussenmauern auf. Als Dämmung der Holzböden diente eine Schlackefüllung. Die Parkettböden variieren je nach Nutzung der Geschosse.
Fassade Rämistrasse 33. Das Gebäude Rämistrasse 33 ist Bestandteil des 1884-1889 von Heinrich Ernst erstellten Rämiquartiers, das die aneinandergebauten Häuser der Rämistrasse 23-39, Waldmannstrasse 4-10 und Hirschengraben 1-3 umfasst. Ernst studierte bei Gottfried Semper und war unter anderem an der Planung der Semperoper in Dresden beteiligt. Das Gebäude Nr. 33 war als Wohn- und Atelierhaus für ihn geplant und realisiert.
Erd- und Mezzaningeschoss, welche den Sockel im Rämiquartier bilden.
Ansicht Rämistrasse 33. Die Mittelachse der fünfachsigen, in der Art von Gottfried Sempers Spätwerk gehaltenen Neurenaissancefront tritt in wuchtiger Präsenz als flacher Resalit vor. Über der opulent gequaderten Sockelzone fassen ionische Säulen und Pilaster in Kolossalordnung die beiden darüberliegenden Stockwerke zusammen.
Historische Aufnahme des Rämiquartiers. Das erste Wohngeschoss, das ursprünglich die privaten Repräsentationsräumlichkeiten von Heinrich Ernst aufnahm, ist sowohl durch Giebelbekrönungen, Säulen und Balusterbrüstungen im Fensterbereich wie auch durch die von reich geschmückten Säulen flankierte Balkonloggia als Beletage gekennzeichnet. Mit Palazzo-Balustraden und mit Musenstatuen der Firma Villeroy & Boch schloss er die Zeile nach oben ab.
Luftbild der Rämistrasse um 1885
Innenraum im Gebäude Rämistrasse 29
Innenraum im Gebäude Rämistrasse 29
Innenraum im Gebäude Rämistrasse 29
Dachterasse und Muse des Geschäftshaus Rämistrasse 33
Innenraum im Gebäude Rämistrasse 29
Innenraum im Gebäude Rämistrasse 29
Erdgeschoss. Stuckiertes Volutenkapitell und rechter kannelierter Pfeiler des Durchgangsbogen
Eingangsportal, originale Türe mit Neurenaissanceformen
Fassadendetail im Entresol, Kapitell des Bossen-Pfeilers und Gurt
Erdgeschoss Treppenhaus. Marmorierte Stuckfüllung in der Gebälkzone
Musestatue der Firma Villeroy & Boch
Mittelrisalit mit loggiaähnlichen Balkonen im 2. und 3. Obergeschoss
Erdgeschoss Eingangshalle. Sockel (über dem Postament) des rechten, die Treppenhaustüre flankierenden Pilasters
Gusseiserne Blumenvase, Detail mit Löwenkopf
2. Obergeschoss. Treppenhausabschluss, bleiverglastes Fenster mit Blumenmotiv
Oben sieht man ein von Pilastern flankiertes Fenster im 3. Obergeschoss, unten ein Fenster im 2. Obergeschoss mit Einfassung in der Art einer Ädikula
Erdgeschoss Treppenhaus. Stuckierter Konsolkopf unterhalb des Deckenfrieses.
Anschluss an das Nebengebäude auf der Höhe Attika/ Dachgesims
2. Obergeschoss, ehemaliges Wohngeschoss des Erbauers, Raum 1/5 von Nordosten, Deckenuntersicht Ostecke
2. Obergeschoss, ehemaliges Wohngeschoss des Erbauers, Raum 2/5 von Nordosten, Deckenuntersicht Südecke
2. Obergeschoss, ehemaliges Wohngeschoss des Erbauers, Raum 3/5 von Nordosten, Deckenuntersicht Ostecke
2. Obergeschoss, ehemaliges Wohngeschoss des Erbauers, Raum 4/5 von Nordosten, Deckenuntersicht Südecke
2. Obergeschoss, ehemaliges Wohngeschoss des Erbauers, Raum 5/5 von Nordosten, Deckenuntersicht Ostecke
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