Browsing: Migration

1 Orientierungssuche in der Migrationsgesellschaft – und die Rolle der Sozialen Arbeit

Vortrag von Prof. Dr. Thomas Eppenstein an der Internationalen Studienwoche 2020 Unter dem Eindruck migrationsgesellschaftlicher Dynamiken wächst das Bedürfnis nach Orientierung. Die nachfolgenden Ausführungen reflektieren darüber. Soziale Arbeit, die sich an Migrationstatsachen orientiert, hat ihre Angebote und Interventionen darauf auszurichten, dass Diskurse Einfluss nehmen, wenn es um Integration, Desintegration, Fluchtdynamiken, kulturelle Differenz oder das Erstarken

0 Über die Grenzen hinausdenken

In Zeitschriften wie «20 Minuten» oder «Blick» werden laufend Negativschlagzeilen publiziert. Sobald deutlich wird, dass es sich bei den Akteurinnen oder Akteuren nicht um Schweizer oder Schweizerinnen handelt, werden in vielen Fällen in den Kommentaren herablassende, diskriminierende und teils auch rassistische Aussagen veröffentlicht. Aus eigener Erfahrung kann ich behaupten, dass solche Geschehnisse Menschen mit Migrationshintergrund

1 Der Imperativ der Integration

Von Personen, welche in der Schweiz dauerhaft wohnen und arbeiten möchten, werden Bemühungen zur Integration vorausgesetzt und eingefordert. Das Staatssekretariat für Migration erwähnt hier «einen entsprechenden Willen der Ausländerinnen und Ausländer» und «es ist erforderlich, dass sich Ausländerinnen und Ausländer mit den gesellschaftlichen Verhältnissen und Lebensbedingungen in der Schweiz auseinandersetzen und insbesondere eine Landesprache erlernen».

0 Migration, Inklusion und Integration – Internationale Studienwoche 2020

Migration und die damit verbundene Inklusionsfragen stellen für die professionelle Soziale Arbeit ein zentrales Thema dar. Soziale Arbeit im Migrationskontext leistet vielfältige und wichtige Beiträge, indem sie Begegnungen ermöglicht, sich politisch einbringt und den Austausch fördert. Damit Inklusion gelingen kann, braucht es entsprechende Opportunitätsstrukturen, eine offene Aufnahmegesellschaft und eine Kultur, die den Dialog zwischen allen

1 Soziokulturelle Animation – Ein Blick in die Zukunft

Die Kolleg*innen der FASe aus Genf, haben sich vor ein paar Monaten bei uns in Luzern erkundigt, wie wir die zukünftige Arbeit der Soziokultur skizzieren würden. Die Fondation genevoise pour l’animation socioculturelle FASe ist die Genfer Stiftung der Soziokulturelle Arbeit, mit rund 1’000 Mitarbeiter*innen. Sie wollten uns zu einer Veranstaltung nach Genf einladen. Die Einladung

0 Sprachlos

«La Noire de…» – meine Filmperle dieses Jahres. Restauriert war er dieses Jahr in Locarno am Filmfestival zu sehen. Sie, die Protagonistin, hat kaum Möglichkeiten, sich auszudrücken… nicht, weil sie das Französische nicht fliessend spricht. Sie würde auch dann nicht gehört. Sie ist die Subalterne im Haus der weissen «Master». Diese sind auf eine andere

0 Stimmen der Flucht – Lampedusa

Kurz nach dem Studium an der Hochschule Luzern –Soziale Arbeit habe ich mich Ende 2015 mit meiner Familie auf eine neunmonatige Italienreise begeben. Selber mit einem Migrationshintergrund in der Schweiz aufgewachsen, interessierte mich die Situation der Menschen auf Lampedusa, sowohl der Einheimischen, als auch der flüchtenden Menschen, die für kurze oder längere Zeit da landen.

0 Seit Generationen am Rand der Gesellschaft

Vor zwei Jahren haben wir an der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit mit 180 Studierenden eine Blockwoche zum Thema «Roma, Sinti, Jenische – Europa und die ‹Zigeuner›» organisiert. Soziale Arbeit steht für gesellschaftliche Kohäsion und die Teilhabe aller Mitglieder ein. Aber an diese Minderheiten in Europa denkt man weniger. Wir haben erfahren, wie allgemeine Ausschlussmechanismen

0 «Menschen wie Du und Ich»

Zuflucht-Suchende werden durch Kriege, Verfolgung und Unterdrückung gezwungen ihr Land zu verlassen. Dass eine Flucht nicht freiwillig geschieht, zeigt sich während der internationalen Studienwoche in den Begegnungen mit Menschen, die in der Schweiz Zuflucht suchen. Ein Zuflucht-Suchender aus Syrien erzählt uns von seinem Leben in Syrien. Ein charismatischer Mann, der trotz den schrecklichen Erlebnissen seinen

0 Flüchtlinge mussten alles zurücklassen, ausser ihr Talent!

Die Schweiz hat 2016 gerade mal 2.1 Prozent aller Zuflucht-Suchenden aufgenommen. Das ist der tiefste Stand seit Jahren. Die meisten Vertriebenen haben in Nachbarregionen oder Nachbarländer Zuflucht gesucht. Migration findet trotz aller Mauern statt und verändert die Gesellschaft bzw. hat diese bereits verändert. Deshalb spielt es keine Rolle, ob wir dafür oder dagegen sind, denn

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