Soziokultur verbindet

Browsing: Soziale Bewegungen – welchen Auftrag hat die Soziale Arbeit?

Die Hochschule Luzern – Soziale Arbeit führt vom 1.– 5. Februar 2021 eine internationale Blockwoche durch. In dieser Studienwoche blicken wir über die eigenen Grenzen hinaus. Studierende aus allen Semestern und Studienrichtungen arbeiten zusammen am gleichen sozialpolitischen Thema.

In der internationalen Studienwoche setzen wir uns mit den aktuellen Protestbewegungen sowie ihren Forderungen auseinander und gehen der Frage nach, in welchem Verhältnis die Soziale Arbeit dazu steht. Heute sind global so viele sozialpolitische Bewegungen und Initiativen präsent, wie seit den sozialen Bewegungen der 1960er Jahre nicht mehr. Die feministische Bewegung mit dem überwältigenden Frauenstreik 2019, die Freitagsdemonstrationen der Klimajugend, die Proteste gegen rassistische Diskriminierung, ausgehend von den Ereignissen in den USA, sind ermutigende Anzeichen, dass gegen bestehende Unzulänglichkeiten gesellschaftlicher Verhältnisse Widerstand geleistet wird, und zeigen zugleich, es bleibt viel zu tun. Auf die von sozialen Bewegungen und zivilgesellschaftlichen Initiativen aufgegriffenen sozialen Probleme und gesellschaftlichen Widersprüche, die mit bekannten Formen gesellschaftlicher Organisation nicht oder nicht hinreichend lösbar erscheinen, reagiert meist auch die Soziale Arbeit. Was heisst das für angehende Professionelle der Sozialen Arbeit? Wie sollen wir uns für mehr soziale Gerechtigkeit, für mehr Gleichstellung und Solidarität in unserer Gesellschaft engagieren?

Gäste aus dem In- und Ausland werden online Forschungen und Projekte vorstellen sowie die aktuellen politischen Debatten in den historischen Kontext setzen. Herausforderungen werden aufgezeigt und darauf eingegangen, was wir als Professionelle der Sozialen Arbeit, als Mitglieder der Zivilgesellschaft und als Individuum beitragen können. In der internationalen Studienwoche werden aus den unterschiedlichen Erkenntnissen gemeinsame Handlungsansätze für die Soziale Arbeit generiert und diskutiert, wie die Praxis der Sozialen Arbeit eine demokratische Professionalität sein kann. Als Vorbereitung werden die Studierenden recherchieren, literarische Werke und Fachartikel lesen sowie Filme schauen.

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