Soziokultur

«International Summer School – Interdisciplinary urban and community planning»

«International Summer School – Interdisciplinary urban and community planning»

Bereits zum fünften Mal wurde die «International Summer School – Interdisciplinary urban and community planning» in der ersten Juliwoche in Luzern durchgeführt. Die Idee dazu entstand im Austausch zwischen Dozenten/-innen des Instituts für Soziokulturelle Entwicklung (ISE) und Janet Smith, Professorin am Center for Neighborhood and Community Improvement am College of Urban Planning and Public Affairs an der University of Illinois, Chicago. Von dort kommen jedes Jahr Studierende an unsere Summer School. Zusammen mit Studierenden unterschiedlicher Departemente der Hochschule Luzern sowie weiterer Partnerschulen des Departements Soziale Arbeit besuchen sie die Blockwoche.

Die Studierenden schätzen insbesondere die Exkursionen und den Besuch verschiedener interdisziplinärer Projekte des ISE. Der direkte Austausch mit der Praxis wird besonders gelobt. Sei es die Industriestrasse in Luzern, das Neubad, das BaBeL-Quartier oder die Exkursion nach Andermatt; immer geht es um inter- und transdisziplinäre Perspektiven und die vertiefte Auseinandersetzung mit Fragestellungen rund um nachhaltige Quartier- und Gemeindeentwicklung. Themen wie Zwischennutzung, soziokulturelle Auswirkungen von Tourismusentwicklung, Diversität sowie Architektur werden im Verlaufe der Woche tageweise als Schwerpunkte behandelt. Die Auseinandersetzung in englischer Sprache und das Einbringen eigener Erfahrungen aus unterschiedlichen Kontexten und Ländern wird von den Studierenden sehr geschätzt und als Bereicherung erfahren. So meinte ein Student der Soziale Arbeit in der Schlussevaluation: «In dieser Woche konnten wir ‹outside the box› denken und diskutieren. Die Möglichkeit, im Leistungsnachweis einen frei gewählten Aspekt zu vertiefen und in der Gruppe aus interdisziplinärer und länderübergreifender Perspektive zu diskutieren hat mir sehr viel gebracht». Auch dieses Jahr wurde das Ziel erreicht: Studierenden konnte eine disziplinübergreifende Sicht auf Stadt- und Gemeindeentwicklungsprozesse gegeben werden mit Blick auf Aspekte der Soziokultur und Diversity . Ein Höhepunkt war zudem der Vortrag von Ceren Sezer, die an der Technischen Universität in Delft (NL) forscht. Sie gab einen spannenden Einblick in die jüngste Stadtentwicklung Amsterdams und die Folgen daraus für die Bewohnerinnen und Bewohner, insbesondere sozioökonomisch schwächer gestellte Menschen. Dieser Input hat einmal mehr deutlich vor Augen geführt, welche Auswirkungen die Globalisierung und die damit einhergehende neoliberale Weltordnung auf die Stadtentwicklung bzw. auf die dort lebenden Menschen hat.

Im Sinne einer reflexiven räumlichen Haltung der Sozialen Arbeit (Fabian Kessl & Christian Reutlinger, 2010) gilt es, sich mit diesen Entwicklungen auseinanderzusetzen und die Rolle und Möglichkeiten der Sozialen Arbeit darin kritisch zu hinterfragen. Die «International Summer School – Interdisciplinary urban and community planning» bietet eine Möglichkeit dafür. Informationen finden sich ab Januar 2020 unter www.isa-campus.ch.


von: Beatrice Durrer Eggerschwiler

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