0 Die Corona-Situation in der Schweiz (1/3): Die Räder spulen im Leeren

Anfang letzten Herbst kündigte ich der Blog-Redaktion eine neue «Coronavirus-Serie» an. Sie sollte «das neue Normal» heissen und dieses «neue Normal» mit Blick auf das Individuum, den Staat und den gesellschaftlichen Zusammenhalt beleuchten. Doch dann wurde erneut reiner Distanz- statt Präsenz-Unterricht verordnet, Sitzungen fanden fast nur noch online statt, die Fallzahlen sahen immer schlechter aus

1 Podcast «Soziokultur & Corona»

Im Rahmen der Bachelor-Module «Kernkompetenzen des soziokulturellen Handelns» und «Integrale Projektmethodik Soziokultur» haben sich Studierende der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit mit dem Thema «Soziokultur & Corona» beschäftigt. Hierzu ist ein Podcast zur aktuellen Lage aus den Blickwinkeln von Fachpersonen der Soziokultur entstanden. Zum Podcast «Soziokultur & Corona»  

0 Ein Doyen der Soziokultur ist an Corona gestorben

Eloquenz und Analyse Traurig, jetzt kenne ich persönlich eine Person, die an Corona gestorben ist. Jean-Claude Gillet ist am 20. November im Süden von Frankreich gestorben. Ich kenne kaum jemanden, der so in Europa, in Südamerika und Nordafrika mit der Szene der Soziokultur vernetzt war. Er war der Gründer des Internationalen Netzwerkes der Soziokulturellen Animation

0 Der Mensch, das Virus, die Erde

Soziokulturelle Animation in Coronazeiten 3 «die Welt liegt uns zu Füssen, denn wir stehen drauf (…) bevor wir fallen, fallen wir lieber auf» Die fantastischen Vier, MfG, 1999 Nach den stillen Wochen des Lockdowns kehrt das Leben langsam wieder zurück: Schulen, Bibliotheken, Freibäder, Museen, Fitnessklubs und Restaurants – alles wieder da. Veranstaltungen und Einladungen sind

0 Zu einem neuen Verständnis von Geschlecht

Bereits vor oder spätestens nach der Geburt lautet meist die erste Frage: «Ist es ein Junge oder ein Mädchen?». Dieses binäre Verständnis von Geschlecht durchzieht, prägt und ordnet unsere westliche Gesellschaft in allen Bereichen. Die Einteilung in die Kategorien Frauen und Männer, sei es im Alltag, in der Forschung, bei der Arbeit oder in der

1 Orientierungssuche in der Migrationsgesellschaft – und die Rolle der Sozialen Arbeit

Vortrag von Prof. Dr. Thomas Eppenstein an der Internationalen Studienwoche 2020 Unter dem Eindruck migrationsgesellschaftlicher Dynamiken wächst das Bedürfnis nach Orientierung. Die nachfolgenden Ausführungen reflektieren darüber. Soziale Arbeit, die sich an Migrationstatsachen orientiert, hat ihre Angebote und Interventionen darauf auszurichten, dass Diskurse Einfluss nehmen, wenn es um Integration, Desintegration, Fluchtdynamiken, kulturelle Differenz oder das Erstarken

0 Überwachung und Kontrolle

Soziokulturelle Animation in Coronazeiten 2 Es ist offensichtlich, dass ein grosser Teil der Bekämpfung der SARS-CoV-2-Pandemie mit der Überwachung des Virus zu tun hat. Neben der Erforschung des Virus, seiner Weiterentwicklung, der Immunität der Infizierten etc. interessiert vor allem die Ausbreitung und Übertragung des Virus. Und da Menschen dem Virus als Aufenthaltsort dienen, heisst das

3 Das neue Wir: Alle

Soziokulturelle Animation in Coronazeiten 1 Die Corona-Pandemie stellt gerade unser gewohntes Leben auf den Kopf. Bei allen Unannehmlichkeiten können wir in Bezug auf gesellschaftlichen Zusammenhalt etwas lernen aus der aktuellen Situation. Und ich denke, gerade die umfassenden Lockdown-Massnahmen des schweizerischen Bundesrates bieten das Denken über ein «neues Wir» an. Am 4. März 2020, also gerade

0 Über die Grenzen hinausdenken

In Zeitschriften wie «20 Minuten» oder «Blick» werden laufend Negativschlagzeilen publiziert. Sobald deutlich wird, dass es sich bei den Akteurinnen oder Akteuren nicht um Schweizer oder Schweizerinnen handelt, werden in vielen Fällen in den Kommentaren herablassende, diskriminierende und teils auch rassistische Aussagen veröffentlicht. Aus eigener Erfahrung kann ich behaupten, dass solche Geschehnisse Menschen mit Migrationshintergrund

1 Der Imperativ der Integration

Von Personen, welche in der Schweiz dauerhaft wohnen und arbeiten möchten, werden Bemühungen zur Integration vorausgesetzt und eingefordert. Das Staatssekretariat für Migration erwähnt hier «einen entsprechenden Willen der Ausländerinnen und Ausländer» und «es ist erforderlich, dass sich Ausländerinnen und Ausländer mit den gesellschaftlichen Verhältnissen und Lebensbedingungen in der Schweiz auseinandersetzen und insbesondere eine Landesprache erlernen».

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