0 Der Mensch, das Virus, die Erde

Soziokulturelle Animation in Coronazeiten 3 «die Welt liegt uns zu Füssen, denn wir stehen drauf (…) bevor wir fallen, fallen wir lieber auf» Die fantastischen Vier, MfG, 1999 Nach den stillen Wochen des Lockdowns kehrt das Leben langsam wieder zurück: Schulen, Bibliotheken, Freibäder, Museen, Fitnessklubs und Restaurants – alles wieder da. Veranstaltungen und Einladungen sind

0 Zu einem neuen Verständnis von Geschlecht

Bereits vor oder spätestens nach der Geburt lautet meist die erste Frage: «Ist es ein Junge oder ein Mädchen?». Dieses binäre Verständnis von Geschlecht durchzieht, prägt und ordnet unsere westliche Gesellschaft in allen Bereichen. Die Einteilung in die Kategorien Frauen und Männer, sei es im Alltag, in der Forschung, bei der Arbeit oder in der

1 Orientierungssuche in der Migrationsgesellschaft – und die Rolle der Sozialen Arbeit

Vortrag von Prof. Dr. Thomas Eppenstein an der Internationalen Studienwoche 2020 Unter dem Eindruck migrationsgesellschaftlicher Dynamiken wächst das Bedürfnis nach Orientierung. Die nachfolgenden Ausführungen reflektieren darüber. Soziale Arbeit, die sich an Migrationstatsachen orientiert, hat ihre Angebote und Interventionen darauf auszurichten, dass Diskurse Einfluss nehmen, wenn es um Integration, Desintegration, Fluchtdynamiken, kulturelle Differenz oder das Erstarken

0 Überwachung und Kontrolle

Soziokulturelle Animation in Coronazeiten 2 Es ist offensichtlich, dass ein grosser Teil der Bekämpfung der SARS-CoV-2-Pandemie mit der Überwachung des Virus zu tun hat. Neben der Erforschung des Virus, seiner Weiterentwicklung, der Immunität der Infizierten etc. interessiert vor allem die Ausbreitung und Übertragung des Virus. Und da Menschen dem Virus als Aufenthaltsort dienen, heisst das

3 Das neue Wir: Alle

Soziokulturelle Animation in Coronazeiten 1 Die Corona-Pandemie stellt gerade unser gewohntes Leben auf den Kopf. Bei allen Unannehmlichkeiten können wir in Bezug auf gesellschaftlichen Zusammenhalt etwas lernen aus der aktuellen Situation. Und ich denke, gerade die umfassenden Lockdown-Massnahmen des schweizerischen Bundesrates bieten das Denken über ein «neues Wir» an. Am 4. März 2020, also gerade

0 Über die Grenzen hinausdenken

In Zeitschriften wie «20 Minuten» oder «Blick» werden laufend Negativschlagzeilen publiziert. Sobald deutlich wird, dass es sich bei den Akteurinnen oder Akteuren nicht um Schweizer oder Schweizerinnen handelt, werden in vielen Fällen in den Kommentaren herablassende, diskriminierende und teils auch rassistische Aussagen veröffentlicht. Aus eigener Erfahrung kann ich behaupten, dass solche Geschehnisse Menschen mit Migrationshintergrund

1 Der Imperativ der Integration

Von Personen, welche in der Schweiz dauerhaft wohnen und arbeiten möchten, werden Bemühungen zur Integration vorausgesetzt und eingefordert. Das Staatssekretariat für Migration erwähnt hier «einen entsprechenden Willen der Ausländerinnen und Ausländer» und «es ist erforderlich, dass sich Ausländerinnen und Ausländer mit den gesellschaftlichen Verhältnissen und Lebensbedingungen in der Schweiz auseinandersetzen und insbesondere eine Landesprache erlernen».

0 Migration und die «gottverdammte Ungleichheit»

«Keiner kann sich der Integration entziehen.» und «Das Problem ist die gottverdammte Ungleichheit!». Mit diesen beiden Aussagen holten Prof. Dorothee Guggisberg, die Direktorin der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit, und Dozentin Dr. Rebekka Ehret uns Studierende aus der montagmorgendlichen Benommenheit und mitten ins Herz der Thematik, die uns in der folgenden Woche begleiten würde: Migration.

0 Höher, länger, gefährlicher – Grenzzäune

In der internationalen Studienwoche 2020 setzten wir uns mit dem Thema Migration, Inklusion und Integration auseinander. Wir hören Geschichten von Fluchten, von Ankommen und sich integrieren in eine neue und unbekannte Gesellschaft. Filme und Interviews bringen uns die Stories näher. Was wir aber nicht hören, sind all die Geschichten von Menschen, denen die Flucht nicht

2 «Niemand aus der Dorfgemeinschaft»

In den ersten Tagen des neuen Jahrzehnts legt eine Frau ihr frisch geborenes Kind in Därstetten, Kanton Bern, in einer Schachtel im Werkhof nieder. Sie habe gehofft, so berichtet sie später der Polizei, dort werde das Kind schnell gefunden und könne gerettet werden. Dies war dann auch der Fall, wenn auch nur knapp. Im Dorf

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