Design Thinking Methode

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Was ist Design Thinking?

Design Thinking ist mittlerweile mehr als nur ein kreativer Prozess. Was ursprünglich als Innovationsmethode für Produkte und Dienstleistungen in Stanford entwickelt wurde, fragt sich heute, wie wir im 21. Jahrhundert leben, lernen und arbeiten wollen. Dabei werden neue und überraschende Formen der kreativen Zusammenarbeit ermöglicht. Ganzheitliche und nutzerzentrierte „Wir-Intelligenz“ ist die Grundlage für ein neues Arbeitsbewusstsein. Design Thinking setzt auf interdisziplinäre Teams, variable Räumlichkeiten und den Design Thinking Prozess.

Design Thinking Prozess

Verstehen und Beobachten

Im ersten Schritt wird die Aufgabenstellung beschrieben und das Problem definiert. Eine sorgfältige Klärung dieser ersten Phase ist ausserordentlich wichtig – gibt es hier Missverständnisse, so finden sich die Auswirkungen in allen nächsten Schritten und verzehren das Bild. Häufig sind die Aufgabenstellungen am Anfang sehr breit gefasst und müssen unter dem Fokus der Nutzenorientierung spezifiziert werden. Der erste Schritt des Verstehens legt die Grundlage für die Phase des Beobachtens. Es gilt sich darüber im Klaren zu sein, WEN und WAS man beobachten will.

In der Phase des Beobachtens findet ein radikaler Wechsel statt, weg vom Schreibtisch hin zu der Erforschung der Praxis vor Ort. Es geht darum, dass das multidisziplinäre Design-Thinking Team möglichst schnell zum Experten des Themas wird. Im Zentrum stehen das persönliche Gespräch mit den zukünftigen Anwendern oder der Nutzer- oder Kundengruppe und gezielte Beobachtungen.

Standpunkt definieren und Ideen entwickeln

Beim Definieren des Standpunktes werden die zusammengetragenen Informationen ausgewertet, interpretiert und gewichtet. Es geht darum, eine gemeinsame Wissensbasis herzustellen. Dies kann beispielsweise mit einem idealtypischen Personenprofil umgesetzt werden. Ein möglichst präziser Standpunkt ist die idealtypische Voraussetzung für die Entwicklung von Ideen und Lösungsansätzen.

Bei der Ideenfindung geht es zunächst darum, möglichst viele Ideen zu entwickeln. Hier lautet eine wichtige Guideline: „Don’t freeze an idea too quickly – never fall in love with your first innovative approach!“ Es geht um das Denken, möglichst auch „out of the box“. Im zweiten Teil werden die Ideen dann diskutiert und bewertet. Ideen können kombiniert, ausgebaut oder verfeinert werden.

Prototypen und Testen

Beim Prototypen steht die Visualisierung resp. Materialisierung und das Sichtbarmachen resp. Anfassbarmachen von einer Idee im Zentrum. Ziele sind keine realistischen und designten Funktionsmodelle. Es sollen Lösungsideen in einer Form verdichtet werden, welche über eine Beschreibung oder Skizze hinausgeht. Prototypen müssen nicht komplex und teuer sein. Ein Prototyp soll die Vorstellungskraft anregen und das Feedback unterstützen.

Beim Testen geht es um die Erprobung mit den späteren und potenziellen Nutzern und Nutzerinnen. Wichtig sind die praxisnahen Rückmeldungen. Es geht ums Lernen und Weiterentwickeln. Selten führt bereits der erste Entwurf zum Erfolg. Iterationsschlaufen zwischen den verschiedenen Prozessschlaufen und eine Präzisierung und Weiterentwicklung entlang dem Kundennutzen führen zu denjenigen Lösungsansätzen welche in der Umsetzung zum Erfolg führen.

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