TalkPlus im Technopark Luzern mit Vertretern der Hochschule Luzern

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Am 25. August findet im Technopark Luzern einmal mehr das seit 2008 etablierte Format Talk Plus statt zum Thema: Den Sprung wagen – von der Idee zum Erfolg.

Junge, innovative Hochschulabsolventen machen sich mit ihrer Idee selbständig. So die landläufige Vorstellung eines Startup-Gründers. Effektiv kommen aber viele erfolgreiche Jungunternehmer aus der Industrie. Sie geben die Sicherheit ihrer Anstellung auf, um selbstbestimmt ihre Vision des eigenen Unternehmens zu verwirklichen. Damit wagen sie den Sprung in eine Zukunft mit vielen Unsicherheiten und stellen sich neuen unternehmerischen Herausforderungen. Auch die drei Unternehmer am diesjährigen TALK PLUS (siehe unten) haben den Sprung aus einer guten Anstellung in die Startup-Zukunft gewagt. Sie sind in unterschiedlichen Branchen zuhause, haben aber einiges gemeinsam: viel Innovationskraft, den Mut zur beruflichen Veränderung und eine grosse Portion Unternehmergeist.

Silvan Küng, Relish Brothers AG

Seit über 60 Jahren gab es keine nennenswerten Weiterentwicklungen im Bereich der E-Gitarren. Dem setzen Silvan Küng und Pirmin Giger 2012 ein Ende mit der Entwicklung ihres Labels Relish Guitars Switzerland. Die neuartige, patentierte »Sandwich-Konstruktion” mit Komponenten aus Holz und Aluminium verbessert die Soundqualität. Unternehmenssitz sowie die eigene Produktion der Relish Brothers AG liegen in Kriens, Luzern. Bereits spielen weltbekannte Key-Acts auf Relish Guitars, so u.a. Phil Campbell von Motörhead, Aloe Blaccs Gitarrist Joel Van Dijk oder die kanadische Band Walk off the Earth. Silvan Küng studierte Wirtschaft an der Hochschule Luzern und an der Universität Bern.  Gemeinsam mit seinem langjährigen Freund Pirmin Giger, gelernter Schreiner und Industrial Designer (ehemaliger Mitarbeiter Hochschule Luzern Technik + Architektur), wagte er die Herausforderung Startup und gab die Sicherheit seiner Anstellung auf.

Sandro M.O.L. Schneider, smolsys ltd.

smolsys ist auf Glass Sealing von Mikrotechnik-Bauteilen spezialisiert. Mittels Nano- bzw. Femtosekunden-Laser werden kleinste mikrotechnische Systeme, wie z.B. Hirnstimulatoren, extrem dicht in Glas eingeschweisst. Diese können dadurch für mehrere Jahrzehnte sicher in den Körper implantiert werden und haben im Vergleich zu Titan- oder Kunststoffverpackung grosse Vorteile. Für die Produktion wurde eigens ein spezieller Reinraum-Container konstruiert, welcher höchsten Sicherheitsstandards entspricht. Sandro Schneider studierte Physik an der ETH Zürich und war zuletzt mehr als sechs Jahre als CEO eines namhaften Mikrotech-Unternehmens tätig. Für seine Vision, eine weltweit führende Technologie im Bereich Glass-Sealing von Mikro- und Nano-Systemen anzubieten, gab er 2014 seine gute Führungsposition auf. Mit seinem neuen Unternehmen konnte er bereits erste grosse Aufträge aus den USA und Israel sichern.

Thomas Stadelmann, forensity ag

Die forensity ag bietet ein System mit Bilderkennung zur automatisierten Schuhspurenverarbeitung an. Die digitale Lösung vernetzt die Polizeistellen miteinander, um Delikte über mehrere Regionen hinweg effizient zu vergleichen und Tatzusammenhänge aufzudecken. Thomas Stadelmann arbeitete nach dem Forensik-Studium an der Universität Lausanne vier Jahre lang als Kriminaltechniker bei der Kantonspolizei Schwyz. Im Rahmen des Nachdiplomstudiums an der HSG behandelte er in seiner Masterarbeit die automatisierte Schuhspurenverarbeitung. Mit der Absicht, diese Thematik geschäftlich weiterzuverfolgen, gab er die Sicherheit der Anstellung beim Kanton auf und gründete die forensity ag. Zu seinem Team zählen Samuel Häusler (ehemaliger Studierender Hochschule Luzern) und Luzia Stadelmann (ehemalige MBA-Absolventin Hochschule Luzern).

Wer beim diesjährigen Talk Plus dabei sein möchte, kann sich hier anmelden.

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