KTI bewilligt Machbarkeitsstudie für neue Methode zur Pollenmessung eines Teams der Hochschule Luzern

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Erny Niederberger und Reto Abt, beide Mitarbeiter der Hochschule Luzern – Technik & Architektur, haben eine neue optische Messmethode entwickelt, die es erlaubt, einzelne Pollen im Flug auszumessen und zu unterscheiden. Die KTI finanziert die Machbarkeitsstudie mit 100‘000 Franken zu 100 %. Sofern die Resultate zufriedenstellend ausfallen, soll im zweiten Quartal 2016 ein Start-up gegründet und innerhalb von zwei Jahren ein Prototyp entwickelt werden.

Die heutigen Messstreifen aus Pollenmessstationen werden einmal wöchentlich in Handarbeit im Labor ausgewertet. Das ist aufwändig und teuer. So können in der Schweiz zum Beispiel nur 14 Messstationen betrieben werden. Das neue System soll die Messung der Pollenkonzentration automatisieren und Daten in Echtzeit zur Verfügung stellen. Damit wird die Pollenmessung viel günstiger und erlaubt den Aufbau eines flächendeckenden Messnetzwerks.

Mit der neuen Messmethode werden die Pollen im Flug ausgemessen. Das finale Ziel ist ein Multi-Kriterien-Detektor, welcher verschiedene optische Messmethoden kombiniert. Damit stehen Informationen über die Partikelgrösse und -form sowie die chemische Zusammensetzung zur Verfügung. So wird eine zuverlässige, automatische Identifikation von Pollen in Echtzeit ermöglicht, was mit dem aktuellen Stand der Technik noch nicht möglich ist.

Wir gratulieren Erny Niederberger und Reto Abt herzlich zu diesem Erfolg und wünschen Ihnen für die Zukunft viel Erfolg.

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