Smart-up Portrait: Silvan Küng

0

An dieser Stelle porträtieren wir Studierende, Alumni und Mitarbeitende der Hochschule Luzern, welche ihren Traum wahr gemacht und ihr Start-up realisiert haben. Heute bietet uns Silvan Küng (Relish Guitars) einen spannenden Einblick in seine Start-up-Welt!

Silvan Küng (28)

Marketing- & Sales Linienerfahrung, Abbruch Studium an Hochschule Luzern – Wirtschaft wegen Marketing Consulting Jobangebot im August 2010 auf Grund Marketing Joberfahrungen vor dem Studium, wohnhaft in Kriens.

silvan kueng

Unternehmung

Entwicklung / Produktion von innovativen E-Gitarren. Gründung Relish Brothers GmbH am 05.11.13 – vorgängig 2 Jahre Prototypentwicklung ohne juristische Person.  Internationaler Markt mit einem Volumen von 1.2 Mia. CHF. 2 Mitarbeiter.

www.relishguitars.ch

Anmerkung der Redaktion: Lese hier einen inspirierenden Artikel zu Relish Guitars auf www.startwerk.ch.

 

 

Was war in Ihrer bisherigen Unternehmerkarriere die grösste Herausforderung?

Der erste Schritt ist der Schwierigste! Ein gut verdienender Job mit guten Karriereaussichten aufzugeben, um etwas Eigenes auf die Beine zu stellen!

Sind Sie ein Teamplayer oder ein Einzelkämpfer?

Absolut ein Teamplayer! Alleine versetzt man keine Berge! Für mich ist ein effizienter Teamspirit aus Wohlwollen gegenüber Allen, Fördern und Fordern von Allen, Witz und Charme untereinander ein Erfolgskonzept für jedes Projekt!

Welches Arbeitszeitmodell schwebt Ihnen für Ihre Mitarbeitenden vor?

Ein offenes/flexibles. Ich bin kein Freund von zu strengen Rahmenbedingungen. Natürlich ist es schwierig, Arbeitsnehmende zu finden, die mit dieser Freiheit auch umgehen können. Aber ich glaube, man kann sich mit einer Firma / einem Produkt nur dann identifizieren, wenn man auch den dazu benötigten freien Raum bekommt. Eine Arbeitsstunde mit oder ohne diese Identifikation macht enorme Unterschiede in der Leistung. Dies habe ich aus eigener Erfahrung als Arbeitnehmer erfahren können.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Als ein Mann, der seine Visionen lebt. 😉
Ein international tätiges Unternehmen mit zufriedenen Arbeitnehmenden (für mich klingt alleine das Wort „Arbeit“-nehmende verfälscht… vielmehr sollte man die Leute als „Visionsträger“ bezeichnen… Jede/r einzelne macht ein Ganzes möglich – eben Teamplayer…)
Private Visionen lass ich hier mal privat.

Arbeiten Sie oft am Wochenende?

Ja. Das Los der Unternehmenden ist, glaube ich, dass man seine Freizeit mit dem Geschäft kontinuierlich durchmischt. Dennoch ist es wichtig, sich auch zwischendurch komplett raus zu nehmen, um wieder etwas Luft zu bekommen. Durch etwas Abstand fallen wichtige Entscheide plötzlich viel einfacher.

Welches sind die Stärken Ihrer Generation?

Die „Job-Projekt-Generation“. Wir Junge sind nicht wie die Generationen vor uns, welche nur für eine berufliche Herausforderung zu motivieren waren. Vielmehr machen wir gerade das, was uns interessiert und bewegt. Jeder kann einen neuen Weg einschlagen, wenn er das auch wirklich will. Die Wege stehen offener. Diese Freiheit macht es nicht immer leichter, sich in der Jobwelt zurecht zu finden. Wird ein Job uninteressant oder wird man zu wenig gefördert, so wechselt man den Job wie ein Projekt. Der Markt profitiert auch von dieser Entwicklung – viele kreative Querdenkende mit schneller Auffassungsgabe und Wissensbegierde stehen heute auf dem Markt. Das Rüstwerkzeug, sich in einem dieser „Projekt-Jobs“ zu bewähren, erlangt man durchs Studium oder mittels Berufserfahrung (siehe meine Karriere).
Ich wage es auch, zu sagen, dass der Markt dieser Entwicklung der Jobnachfrage noch etwas hinterher hinkt und sich noch nicht alle Firmen damit zurecht gefunden haben bzw. Nutzen daraus ziehen können, die Jobprofile so auszurichten, dass sie den Erwartungen der heutigen Generation entsprechen.

Welchen Beruf wollten Sie erlernen, als sie ein Kind waren?

Pilot. Dieses Ziel verfolgte ich bis in die Militärpilotenselektion. Nach den Verlusten von zwei tollen Freunden durch die Fliegerei habe ich mich mehr der Leidenschaft zur Musik hingegeben.

Bevorzugen Sie Hunde oder Katzen?

Früher Katze. Heute Hund. PS: komische Frage 😉

Was sagen Ihre besten Freunde über Sie?

Ich sei ein vielbeschäftiger Mensch mit vielen Interessen!

Welche globalen Probleme müssen am dringendsten angepackt werden?

Das Mächterangen zwischen USA – Europa – Russland – China kann der Menschheit noch teurer zu stehen kommen (als hätten wir nicht schon genug Geschichte erlebt). Die Diplomatie hilft uns hoffentlich, die ideologischen Gräben zwischen den Fronten zu glätten.

Zudem wird es zukünftig immer schwieriger, die globalisierte Welt zentral führen zu können. Autonome föderalistische Systeme zusammengeführt in einer Einheit sind meiner Meinung nach stabiler und näher am Volk. Brüssel, Washington, Moskau oder Shanghai etc. haben sich z.T. zu weit vom Volk entfernt – Ängste, Aufstände und Revolutionen sind Ausdruck dieser Entwicklung.

Damit danke ich für das Interview und möchte Jede/n dazu ermutigen, ihre/seine Ideen und Visionen in Tat umzusetzen! Glaube an Dich selbst – dann glauben andere auch an Dich! 😉

Wir danken herzlich für diesen spannenden Einblick in Ihre ganz persönliche Start-up Welt!

 

Comments are closed.