Smart-up traf….. Alex Fries und Axel Schultze!

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Am vergangenen Dienstagabend waren Axel Schultze und Alexander Fries – beides erfolgreiche Gründer und Venture Capitalists mit grosser Silicon Valley Erfahrung – bei uns auf Besuch. In einem von Sonja Hasler moderierten Gespräch erhielten wir nicht nur spannende Einblicke in ihren Werdegang, sondern auch in die verrückte Start-up Welt im Valley.

Alexander Fries zog es bereits früh von Davos via Zürich zum MBA Studium in die USA. Während des Studiums stieg er das erste Mal in ein Start-up ein. Zurück in der Schweiz stieg er erfolgreich ins ETH spin-off SVOX AG (2011 verkauft an Nuance Communications Inc) ein. Zahlreiche andere Gründungen folgten. Seit 30 Jahren lebt Alexander Fries nun in San Francisco und baut heute für erfolgreiche Schweizer Tech Start-ups die Brücke ins Silicon Valley. Wie erfolgreich er dies tut, zeigt sein neu lancierter Fonds Polytech Ecosystem Ventures II mit dem 100 Millionen Franken hauptsächlich in Schweizer und ausgewählte europäische Start-ups investiert werden sollen.

Seine Leidenschaft für Mikroelektronik und die Gründung von mehreren erfolgreichen Startups brachten Axel Schultze ins Silicon Valley, wo er mit seiner Familie längere Zeit wohnte.  Heute engagiert sich der erfolgreiche Serial Entrepreneur mit seinem Accelerator Society3, dem Smart-up Start-up World Innovations Forum und zahlreichen anderen Projekten dafür, den Silicon Valley Spirit nach Luzern zu bringen.

Passion is for pussycats, we need obsession

Der Spirit des Silicon Valley prägte denn auch das Gespräch. Selten hört man in der Schweiz so klare Worte und schnell spürt man, dass im Silicon Valley wohl doch ein etwas anderer Wind herrscht. Gespannt hören wir zu, wie die beiden Silicon-Valley Kenner ihre persönlichen Erfahrungen aus dem Silicon Valley mit uns teilen. Beide bestätigen, dass die Gründerinnen und Gründer im Silicon Valley öfters mal unter dem Tisch und neben der offenen Pizzaschachtel schlafen bevor der nächste 16h Tag losgeht. Axel Schultze erzählt, dass die Dynamik und die Stimmung im Silicon Valley so ansteckend ist, dass dies bei weitem kein Müssen, sondern Wollen sei. Dieser Wille seine eigene Idee unbedingt zu realisieren, sei denn auch einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren und zeige sich spätestens dann, wenn man die eigene Idee beim vierzigsten Investor immer noch voller Enthusiasmus, Optimismus und Power pitcht. Der Wettbewerb unter Start-ups ist gigantisch, so erzählt Axel Fries, dass er pro Tag fast 10 Businesspläne erhält. Durchhaltevermögen ist in diesem Umfeld zwingend oder wie Axel Schultze sagt ‚passion is for pussycats, we need obsession‘.

The power of making noise

Kontrovers diskutieren die beiden die Bedeutung der Start-up Idee: Axel Schultze polarisiert in dem er der Idee kaum eine Bedeutung zu schreibt, viel wichtiger sei, was die Gründerinnen und Gründer aus der Idee machen. Laut Alex Fries ist die Idee jedoch eine wichtige Ausgangslage und ein Startup hat nur dann Potenzial, wenn es eine Lösung für ein wichtiges Problem lösen kann. Beide Serial Enterpreneurs sind sich jedoch einig, dass Schweizer Start-ups mit ihren fähigen und gut ausgebildeten Ingenieuren und Innovatoren hervorragende Lösungen entwickeln. Was uns Schweizern jedoch fehlt, seien die amerikanischen Verkaufstalente. Allzu gerne verlieren die Schweizer Zeit bei der Perfektionierung ihrer Lösung anstatt diese mit viel Lärm zeitnah auf den Markt zu bringen. Diese beiden Fähigkeiten möchte Alex Fries nun vermehrt zusammenbringen: Schweizer Tech Startups, die von seinem Fonds profitieren möchten, müssen einen Marketeer aus dem Silicon Valley engagieren. Alex Fries ist überzeugt, dass aus dieser Kombination ‚magic‘ entsteht. Für europäische Start-ups empfiehlt Axel Schultze ähnliche Kombis – so seien beispielsweise die Niederländer geborene Deal-Makers.

Die Bedeutung einer grossen Markt- und Medienpräsenz wird auch von Michael Breiter, dem Gründer des Start-up Braincept, betont. Der HSLU Student und erfolgreiche Gründer erzählte im Vorfeld des Gesprächs, wie eine facettenreiche Berichterstattung ihnen den Zugang zu neuen Kunden und insbesondere Grossunternehmen ermöglichte und sie damit einen wichtigen Schritt weiterbrachte. Ursprünglich stand Braincept für die Termin-App Calenso (relaunch von bookify). Heute gibt das Team rund um Michael Breiter ihre Erfahrungen weiter und unterstützt Privatpersonen, Unternehmen und Start-ups in der Entwicklung eines ersten Prototypen bis zum marktfähigen, digitalen Produkt. Heute umfasst ihr Portfolio zahlreiche Prototypen unter anderem aus den Bereichen Foodtech und Medtech. In den kommenden Monaten steht bei Michael Breiter und Marvin Felder noch der erfolgreiche Studienabschluss im Vordergrund, danach wird das Team Braincept Teil des EO Accelerator Programms.  Wir sind gespannt wie die Geschichte von Braincept weitergeht.

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