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Rosaly Magg

Gastreferate | 24. März 2014 | kakindle

Die ganze Welt im Sucher – Einzoomen und Ausblenden

Der fotografische Blick auf Reisen

Donnerstag, 17.04.2014, 17.30 Uhr, Baselstrasse 61b, Zimmer 206/207

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Auf vieles kann man auf Reisen verzichten, nur selten auf den Fotoapparat. So gehört die Reisefotografie zu den beliebtesten Genres. Manche Kritiker vertreten die Position, dass dabei vor allem ästhetische Klischees (re)produziert werden, wie man sie etwa aus der Touristikwerbung kennt. Andere behaupten, dass der Fotoapparat davor schützt, sich auf das Fremde wirklich einzulassen. Nachhaltiger Kulturtourismus heißt also auch, sich mit rechtlichen wie moralischen Fragen auseinandersetzen, ob man ein Foto machen darf oder nicht und warum wir auf Reisen fotografieren? Wie nehmen wir die oder das Fremde wahr? Welche Fallstricke birgt das touristische Fotografieren? Und wie groß ist das Un-Behagen in den Kulturen, wenn die Fremde(n) zum „Objekt“ werden?

Rosaly Magg (geb. 1969) ist Germanistin und Ethnologin und arbeitet seit 2002 im informationszentrum 3. welt (iz3w) in Freiburg i. Br., unter anderem in der Projektstelle Fernweh – Forum Tourismus & Kritik. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Gender, Migration, Tourismus und Fotografie.