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DK.YM10_Trash, Kitsch, Camp oder Pop

Module 2014 · Module 2014 | 21. November 2013 | kakindle

PM10_2

Trash, Kitsch, Pop und Camp gehören in der heutigen Kunst- und Designpraxis (wieder) selbstverständlich zur gängigen Ästhetik. Sie spiegeln einerseits legitime, oft aber geheime menschliche Sehnsüchte. Andererseits stellen sich dabei immer wieder spannende Fragen nach den Grenzen des guten Geschmacks, nach dem schönen oder falschen Schein und der Authentizität der Arbeiten – gerade auch in einer Zeit der schnellen Wiederverwertbarkeit. Die Einführung in den Kurs erfolgt durch Übungen, wobei die Studierenden ihr eigenes ästhetisches Empfinden praktisch-spielerisch befragen und methodische Möglichkeiten der Kontext- und Grenzverschiebung erproben. Dieser Einstieg wird von theoretischen Inputs und gemeinsamen Analysen von Beispielen begleitet: Begriffe wie „Trash“, „Kitsch“, „Camp“ werden vorgestellt und anhand von Beispielen aus dem Alltag, aus Design, Kunst und Film – vom Gartenzwerg über Kitsch- und Abfall-Kunst bis hin zu B-Movies u.a. – diskutiert. Zu einzelnen Themenschwerpunkten sind Gastreferate bzw. Atelier- oder Theaterbesuche (u.a. inszenierte Fotografie, Trashfilm) eingeplant. Umsetzung: Durch das Befragen der eigenen Geschmacksgrenzen eröffnet sich ein interessantes Spannungsfeld, aus dem heraus ein konkretes persönliches Projekt entwickelt wird. Die Begegnung und Auseinandersetzung mit GestalterInnen und Kunstwerken sowie die eigene/ gemeinsame Reflexion von ästhetischen Begriffen und Praktiken bilden dafür den Hintergrund. Das Medium für die Umsetzung ist frei wählbar – von Objektdesign über Malerei bis hin zu Video und installativen Arbeiten; technische Unterstützung erhalten die Studierenden von den Dozierenden, Gästen und in den Skills-Modulen. Präsentation, Reflexion und Dokumentation des eigenen Projekts am Schluss des Moduls.

Dozierende: Marie-Louise Nigg, Marianne Halter, Doris Kurzmeyer

Modulverantwortliche: Marie-Louise Nigg