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PM 16_Verpackungsdesign

2010 | 9. März 2010 | kaschwyz

Was sind die wichtigsten Anforderungen an eine Verpackung?

Anhand kurzer Übungen und anschliessend im Rahmen eigener Projektvorhaben Studierender, werden wir gemeinsam im Verlaufe des Moduls Antworten auf diese Frage formulieren und praktisch umsetzen. In individuellen Gesprächen mit den Dozierenden und im Austausch mit anderen Studierenden werden eigene Projektvorhaben entwickelt und präzisiert.

Dabei wollen wir vorerst die Funktion, die Form, die Handhabung und die grafische Gestaltung bestehender Verpackungen analysieren. Ausserdem untersuchen wir anhand mehrerer Beispiele, welchen Erfordernissen die Verpackung eines bestimmten Gegenstandes gerecht werden muss und wie sie zugleich selbst als Objekt betrachtet und konzipiert werden kann.

Während des bevorstehenden Entwicklungsprozesses sollen Modelle oder Prototypen von Verpackungen mit entsprechender grafischer Gestaltung der Flächen und des Verpackungsinhalts erarbeitet werden. Anschliessend sollen für jedes der entstandenen Objekte die jeweils passenden Ausstellungsbedingungen gefunden und umgesetzt werden.

Das Modul wird in deutscher und englischer Sprache durchgeführt.

Dozierende: Tobias Klauser, Stijn Ossevort und Gäste

TRIABLO – Pure dark chili chocolate: Arbeit von Tobias Najer (Graphic Design  2. BA) und Marc Steimer (Graphic Design  1. BA)


Nach vier Kurzübungen sind wir in das Hauptprojekt gestartet. Gesammelte Erfahrungen wie Gewicht, Grösse, Schutz, Nachhaltigkeit, Form und Funktion der Verpackung, haben uns geholfen die ­wichtigen Aspekte der Verpackung kennenzulernen.

Grundsätzlich haben wir zuerst die ­ganze Verpackungswelt der Schokolade und die Geschichte dazu analysiert, ­damit wir auf einem grundlegenden Fundus ­aufbauen konnten. Dabei sind wir auf die Ursprünglichkeit der Schokolade eingegangen und auf die ersten präkolumbianischen Kulturen, wie Olmeken, ­Azteken und Mayas gestossen. Wir haben von Hand diverse Modelle angefertigt mit verschiedenen Materialen, wie Styropor, Papier, Karton, Holz, Pet, Epoxy-Harz und Gips.

Das Endprodukt wurde am Computer gestaltet und mit Hilfe von Siebdruck auf Recycling- Papier übertragen. Die Schlusspräsen­- tation wurde in der Klasse erarbeitet, es handelt sich um eine räumliche Ausstellung, welche die Prozesse im Design aufzeigen sollen und dem Betrachter den Weg zum Endprodukt weisen. Unser Projekt war geprägt von diversen Wendepunkten, visuelle wie auch materielle. Dabei haben wir die Teamarbeit als äusserst befruchtend wahrgenommen. Man hat sich gegenseitig ‹gepusht›. Der Prozess in unserer Arbeit hat uns stets vorangebracht.

Chocobamboo und Chococo: Arbeit von Myriam Aemisegger-Dörig (Textildesign  1. BA) und Sekha Ken (Kunst + Vermittlung  1. BA)

Welche Naturmaterialien gibt es? Kann man sie als Verpackung nutzen?

Der Anstoss der Idee war eine Erinnerung aus der Kindheit, wo man für ­bestimmte Nahrungen Bananen- blätter als Verpackungsmaterial verwendete. Wir begaben uns dann auf die Suche nach Materialien in verschiedenen Geschäften und recherchierten im Internet und in der Bibliothek.

Wir haben uns für Bambus und Kokosnuss entschieden. Desweiteren haben wir mit Bananenblättern experimentiert. Die Produkte wurden mitsamt der Materialstudie und den einzelnen Entwicklungsschritten gezeigt. Ausserdem zeigt eine Fotoreihe die Verwendung der beiden Produkte.

Schwierigkeiten traten auf beim Experimentieren mit Bananenblättern, welche wir im Verlauf der Arbeit verwerfen mussten, weil sie als Material zu brüchig waren.

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