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Mission Innovation – nicht ohne Verankerung in Kultur und Strategie

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Beitrag zum neo.forum „Innovation Speed“ vom 6. Juni 2019 –

Autoren: C. Brechbühler, S. Leuenberger (Studierende MAS Wirtschaftsingenieur).

Agilität wird im innovativen Umfeld häufig als wichtiges Merkmal für den Erfolg genannt. Doch was muss geschehen, dass eine Entwicklung nicht nur Innovatoren von heute, sondern auch die frühe und die späte Mehrheit von Übermorgen anspricht?

Für Innovationsprojekte finden oft Kollaborationen von einzelnen Spezialisten statt. Diese sollen sich innerhalb der Organisation frei bewegen können, dann sind die Voraussetzungen für Agilität gegeben. In kleinen Unternehmen mit der entsprechenden Kultur kann dies gut erreicht werden. In grösseren Organisationen, mit meist gut strukturierten Prozessen, wird agiles Entwickeln tendenziell schwierig. Diese Komplexität ist uns bekannt. Diese Einsicht haben wohl schon einige erfahren. Doch könnte gerade dieses Vorgehen in Zukunft wichtig werden, um auf den dynamischen Märkten Erfolge erzielen zu können.

Ein gutes Beispiel für Innovation in einem Konzern, zeigt Fabian Scherer in seiner Präsentation am neo.forum 2019. Als Leiter von SBB Green Class, spricht er aus eigener Erfahrung, wie wichtig die Unterstützung des Top Managements ist und was eine klare Orientierung zum Markt bedeutet (Hochschule Luzern, 2019). So hat das neu geschaffene Mobilitätsangebot nun Chancen sich im Markt zu etablieren.

Die klare Orientierung zum Markt zeigt zum Beispiel auch die steigende Nachfrage nach “on Demand” Diensten bei Internet – Providern. Diese gelten im Telekommunikationsbereich nach wie vor als Wachstumstrend. Der Konsument will selbst entscheiden, welche Dienste er für seine Unterhaltung nützen will. Fernseh- und Radiodienstleister wie SRF haben unlängst Plattformen entwickelt, welche in Zukunft gegen Streamingdienste wie Netflix, Amazone Prime und DAZN konkurrieren und mit einem lokaleren Angebot den Schweizer Konsumenten bedienen können.

Doch im Anmarsch sind neue Technologien, welche die Unterhaltung, sowie auch andere relevante Märkte, grundlegend verändern können. Spätestens mit dem explosionsartigen Erfolg von Pokémon Go im Jahr 2016 sind Augmented- und Virtual Reality auf den Plan getreten.

In einer PWC-Studie “Digital Trend Outlook 2016” werden für Augmented Reality hohe Wachstumsraten im Segment Gaming und Video für die Zukunft prognostiziert. AR-Brillen sind gemäss Studie noch eher unbekannt. Microsoft’s Holo Lense ist da vielleicht noch die Ausnahme (PWC, 2016).

Daher ist es für Innovationen ratsam das Kundenbedürfnis zu verstehen und gut zu beobachten, bevor eine nächste Iteration vorgenommen werden kann. Auf den sich konstant, schnell verändernden Märkten, können daraus wichtige Erkenntnisse gewonnen werden.

Solche Trends sollten auf jeder Roadmap von Unterhaltungsdienstleistern Berücksichtigung finden.

Ob sich diese Technologie durchsetzt, darf zwar bezweifelt werden, sicher ist Sie aber ein ernst zu nehmender Indikator.

Möglicherweise sind dies lediglich weitere Zwischenstufen auf dem Weg zu einer simultanen, virtuellen Welt. Denn nichts scheint so sicher, wie der Wandel, unserer, uns heute noch vertrauten Realität.

Quellen:

Hochschule Luzern (2019). Speed als Erfolgsfaktor bei der Entwicklung von SBB Green Class. Abgerufen am 07.09.2019 von https://blog.hslu.ch/neohslu/neo-forum-2019/speed-alserfolgsfaktor/

PWC (2016). Digital Trend Outlook 2016. Abgerufen am 28.07.2019 von https://www.pwc.de/de/technologie-medien-und-telekommunikation/assets/tmt-studieaugmented-reality.pdf

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