DIE LABORGASSE

Die Laborgasse auf dem Campus Technik & Architektur der Hochschule Luzern liegt in nord-südlicher Richtung zwischen dem Labortrakt Trakt 1 und den Unterrichtstrakten Trakt 2,3 und 4. Die Ausrichtung der Gebäude und entsprechend auch der Gasse wurde aufgrund der äusseren Einflüsse gewählt. Die Trakte im Osten und Westen haben den Zweck, die Lärmemissionen der Gleise und der Technikumstrasse für die Unterrichtstrakte in der Mitte möglichst klein zu halten. Die Gasse dient als Zugang zu den westlichen Eingängen Trakt 1 und den östlichen Eingängen der Trakte 2, 3 und 4. Da alle Eingänge befahren werden können, dient die Gasse ebenfalls als Anlieferung.

Räumlich kann die Gasse in drei Teile unterteilt werden. Der südliche Teil, von der Einfahrt bis zur ersten Fussgängerbrücke, ist der längste, jedoch auch schmalste Abschnitt. Aus platzgründen findet man dort lediglich die Strasse und eine kleine Rabatte mit Lichtpylonen. Die Rabatte zieht sich weiter bis unmittelbar vor die erste Fussgängerbrücke, welche die Trakte 1 und 2 verbindet. Im zweiten Abschnitt, einige Meter nach dieser Brücke, beginnt der Fahrradunterstand, welcher sich mit regelmässigen Unterbrüchen aufgrund Baumgruben bis ans Gassenende weiterzieht. Der letzte und zugleich kleinste Abschnitt, nördlich der zweiten Fussgängerbrücke, schliesst die Gasse ab.

Wenn man die heutige Laborgasse mit Bildern der Laborgasse von 1980 vergleicht, kann man einige Unterschiede festgestellen. Wo heute die schmale Rabatte mit modernen Lichtpylonen ist, war früher eine breite Rabatte mit kugelförmigen Leuchten. Die Rabatte musste vermutlich aufgrund der immer grösseren Durchfahrtsfahrzeuge verkleinert werden.
Der Fahrradunterstand nördlich der ersten Fussgängerbrücke wurde auch erst nachträglich gebaut. Auch dort war früher eine breite Rabatte, welche jedoch, abgesehen von den Baumgruben, komplett weichen musste.

Auch in Zukunft wird die Gasse der Hochschule erhalten bleiben. Die ersten Einblicke in das Projekt des neuen Campus Horw, wo in Zukunft auch die Pädagogische Hochschule Luzern untergebracht sein wird, zeigt, dass sich die Trakte rund um die Laborgasse nicht gross verändern werden. Eine Sanierung der Trakte wird jedoch auch eine Sanierung der Laborgasse zur Konsequenz haben.


ANALYSE LICHT

Wir haben versucht, die Atmosphäre des öffentlichen Raumes der Laborgasse zu erfassen und uns im Speziellen mit der Komponente Licht auseinanderzusetzen. Die Höhe von rund 24 Metern der Trakte 2, 3 und 4 bei einer Gassenbreite von 8 Metern setzen einen Passanten beinahe unter Druck. Dieses Volumen vermittelt die Atmosphäre einer Schlucht. Die gemessene Einstrahlung entsprechend Beleuchtungsstärkemessgerät Testo 540, betrug am 21.10.2021 um 17:00 Uhr 2300 – 2500 lux. Im Vergleich dazu kann man an einem hellen, sonnigen Tag im Freien 100`000 lux. erwarten. Im Schatten sind es rund 10`000 lux. Eine Studiobeleuchtung bringt immerhin noch rund 1000 lux. auf den Zähler. 

Die Frage, ob das ganze architektonische Konzept denn nicht dem simplen Anspruch der Nutzung als Anlieferung und Zugang zu den Trakten 1- 4 genüge, ist natürlich berechtigt. Jedoch muss die heutige Architektengemeinschaft endlich erwachen und auch den öffentlichen Raum für die Menschen, deren sensibles Empfinden und deren Wohlbefinden, planen und bauen. Martina Guhls Fragestellung, ob der Aussenraum ein einladender und sinnlich anregender ist, einer mit Verweilqualität und Gestaltungsspielraum oder bloß der übrig gebliebene, mit Hinweisschildern und Verbotstafeln bestückte Restraum, soll Wegleitung bei Planung und Ausführung sein. Ein umfassendes Lösungskonzept für die Verbesserung des Licht – Raum – Erlebnisses ist die Idee die Schlucht – Atmosphäre auf eine erleichterte angenehme Fahrbahn aufzubauen. 

Zum Beispiel, es kann eine halbtransparente Decke auf rund 4.20 Meter über der Lieferzone aufhoben werden. Diese sollte durch hochintensive LED-Strahler angestrahlt werden oder selbst leuchtend sein. Sinnvollerweise sollte der Strom dafür nachhaltig vor Ort produziert werden. Dies kann man mit eigenen Solaranlagen ermöglichen.  Zusätzlich kann die Fassade punktuell von unten bestrahlt werden.


INTERVENTION

Die Laborgasse ist ein Ort wo sich Menschen üblicherweise nicht lange aufhalten. Es herrscht Hektik und die Gasse wird lediglich als Durchgangszone oder Abstellplatz benutzt. Wir haben uns mit dem Gedanken befasst, dass es schön wäre, wenn wir das Gegenteil mit unserer Intervention schaffen würden. Das heisst, es soll ein Ort werden wo sich Menschen gerne aufhalten und verweilen. 

Unsere Intervention bezieht sich auf den Bereich zwischen den beiden Fussgängerbrücken der Trakte. In diesem Bereich möchten wir einen Aufenthaltsort für den Campus erstellen, welcher vor allem über die Sommermonate z.B. als Bar betrieben werden kann. Über den Winter kann der Bereich anderweitig als Aufenthaltszone genutzt werden. Diese Zone möchten wir mit Licht kennzeichnen, sodass sich der Platz vom Rest der Laborgasse hervorhebt.

Die Fahrradunterstände, welche durch die Intervention wegfallen, können hinter der oberen Gebäudebrücke platziert werden. Für die Anlieferung und den Transport ist der Bereich vor der unteren Gebäudebrücke geplant. 


LÖSUNGSVARIANTE 1: NATÜRLICHES LICHT

Die erste Lösungsvariante beinhaltet ein Ausleuchten des Aufenthaltsraums mithilfe von natürlichem Licht. Der wesentliche Pluspunkt dieser Variante ist die Ökologie, da das Sonnenlicht zur Beleuchtung genutzt wird und so auf ein Ausleuchten mit künstlichem Licht zu grossen Teilen verzichtet werden kann.

Die Variante mit natürlichem Licht beinhaltet Spiegel an der Südfassade Trakt 3 und auf dem Dach Trakt 1. Dabei wird das Sonnenlicht nicht direkt auf die Gasse, sondern an die Fassaden entlang der Gasse geworfen. So leiten die schräg angebrachten Spiegel an Trakt 3 das Licht auf die Westfassade von Trakt 1 und die Spiegel auf dem Dach vom Trakt 1 das Licht auf die Ostfassade der Trakte 2 und 3.Bei der Analyse der Sonnenlaufband wurde ersichtlich, dass mit dieser Spiegelaufstellung im Sommer bis ungefähr 18:15 Sonnenlicht in die Gasse gespiegelt wird. Umso näher das Jahresende kommt, desto länger spiegeln die Spiegel die Gasse hell. Ab einem gewissen Zeitpunkt im Herbst wird während der ganzen Zeitspanne bis zum Sonnenuntergang das Licht gespiegelt. Dies geht den Winter durch weiter, bis im Herbst der gleiche Mechanismus in Umgekehrter Reihenfolge stattfindet. Mit dieser Variante wird die Gasse somit das ganze Jahr durch bis ungefähr 18:15 mit Sonnenlicht erhellt, im Herbst, Winter und Frühling sogar noch länger.

Die genaue Anordnung und Geometrie der Spiegel, das zu verwendende Material und auch allfällige zusätzliche Massnahmen wie Abdeckungen für die Spiegel zur Verhinderung von ungewollten Reflektionen werden in späteren Phasen ermittelt.

LÖSUNGSVARIANTE 2: KÜNSTLICHES LICHT

Die Variante 2 bezieht sich auf dekorative Lichtinstallationen. Der Zweck dieser Installationen ist nicht den Raum zu erhellen oder auszuleuchten, sondern eine Illusion der Raumbegrenzung zu schaffen. 

Unsere Idee ist, künstliches Licht einzusetzen um die Gasse (vor allem nachts) optisch zu begrenzen/ zu unterteilen. Damit schaffen wir für unseren Aufenthaltsort eine optische Zonenbegrenzung. Diese Begrenzung kann nach oben zum Himmel eingesetzt werden, sowie zu den zwei offenen Seiten. 

Raumbeschreibung Banhof Luzern

Nach der Fahrt mit dem vollbesetzten Zug erreichten wir den Bahnhof Luzern. Schnell fiel uns auf, dass es nicht nur im Zug, indem wir sassen, sondern auch am Bahnhof viele Leute waren. Kein Wunder, es war gerade 17 Uhr, das heisst «Rushhour». Als wir aus dem Zug stiegen, prallte die Sonne mit voller Wucht durch das Glasdach nieder und erleuchtete die Bahnsteige.

Beim Hineinlaufen des Bahnhofs war es unangenehm laut. Die Bremsen eines einfahrenden Zugs gaben sehr hohe und unangenehme Laute von sich. Wir liefen weiter zum Eingang des Bahnhofs. Dort spiegelte sich die Sonne in der massiven Fassade aus Glasfront wider.

Unser nächstes Ziel war die Unterführung, welche sich gleich unter dem Eingang des Bahnhofs befindet. Auf dem Weg zum Untergeschoss begleitete uns ein angenehmer Duft von frischem Brot. Es gab zahlreiche Takeaways, bei denen die Leute Schlange standen, um solch ein genüssliches Sandwich zu ergattern. In der Unterführung war es sehr viel dunkler als beim Eingang, denn es kam fast kein natürliches Licht dort hin.

Als Nächstes machten wir uns auf den Weg zum Obergeschoss. Wir gelangten mittels Rolltreppe nach oben. Von dort aus kann man sogar den Sonnenuntergang und den Vierwaldstättersee sehen. Zusätzlich konnte man das Treiben am Bahnhof sehr gut beobachten. Die meisten Leute wirkten auf mich gestresst, woran das lag, kann ich mir nicht erklären.

Als nächstes machten wir uns wieder auf den Heimweg. In Richtung des Gleises 14 fiel mir auf, dass der ganze Bahnhof farblich sehr monoton wirkte. Alles war grau. Ich stellte mir die Frage, ob es nur am Tag so düster wirkt oder ebenfalls in der Nacht. Um dies herauszufinden, muss ich wohl den Bahnhof nachts besuchen.

Text zu Raumbegehung – Vögeligärtli – Michael Mangold

Das „Vögeligärtli“ befindet sich im Zentrum der Stadt Luzern unmittelbar in der Nähe des Bahnhofs. Trotz seiner nahen Lage zum Bahnhof sucht man im Garten vergeblich nach Tourristen, denn die Anlage ist etwas zwischen den Gassen versteckt.

Beim betreten der Gartenanlage „Vögeligärtli“ erkennt man in der Mitte direkt die grosse Rasenfläche. Der Rasen ist durch verschiedene Bepflanzungen umschlossen. Vor der Rasenfläche besteht die Möglichkeit an zwei Pingpong-Tischen und auf den beiden Riesenschachbrettern eine Partie mit seinen Freunden oder mit anderen Garten-Besuchern zu spielen. Auf der linken Seite ist ein Kinderspielplatz länglich angeordnet. Dahinter befindet sich eine Gartenwirtschaft.

Die Anlage besitzt viele schattenspendende Bäume. Die einzelnen Bereiche des „Vögeligärtli“ ist durch Bepflanzungen voneinander abgetrennt. Diese gestalten so die unterschiedlichen Bereiche. Durch die eng aneinander gepflanzten Bäume ist der Kinderspielplatz bereits am späteren Nachmittag stark im Schatten. Somit ist der Spielplatz ein dunkler Bereich und wirkt düster und eingengt. Wobei die restliche Gartenanlage sehr einladend und freundlich wirkt.

Der Garten ist geprägt durch herumtobende Kinder, schreiende Kinder und Mütter, die ihre Kinder suchen. Das „Vögeligärtli“ ist der Treffpunkt von allen Generationen. Hier treffen junge Eltern mit ihren Kindern auf Senioren und Grosseltern, sowie auch Menschen die ihre Freizeit geniessen oder sich hier von ihrem Alltag eine Auszeit gönnen. Die ungezwungene Atmosphäre wird durch lockere Musikstücke, gespielt von Musikern und Strassenkünstlern, unterstrichen.

Beim genaueren Beobachtern der Besucher des Gartens fällt auf, das die Eltern der kleineren Kindern stets neben den Kindern sind und sich hier in der Natur keine Erholung gönnen. Wäre der Spielplatz umzäunt, so könnten sich die Eltern auf eine Bank sitzen und den Kindern die möglichkeit geben, sich selbstständig zu bewegen. Ebenfalls merkt man, das durch etwas Licht den Garten aufwerten würde und das „Leben im Garten“ verlängern würde. 

Zusammenfassend kann man sagen, dass das „Vögeligärtli“ ein Treffpunkt aller Gernerationen mit jeglichen kulturellen und gesellschaftlichen Hintergründen ist. Sei es zum gemeinsamen Picknicken, Mittagessen oder das ausklingen des Abends. Hier trifft man einfach jeden an und freut sich die Zeit an der frischen Luft von den Bäumen geniessen zu können.

Raumbeschreibung Vögligärtli Simea Leuenberger

In der Nähe des Bahnhof Luzern befindet sich ein kleiner Grüner Park. Das Vögeligärtli. Er ist umzingelt von Altbauten, einer Kirche und der Zentral- Hochschulbibliothek. Eine Mutter spielt mit ihrem Kind auf dem Spielplatz und ein alter Mann liest auf der Parkbank Zeitung. Einige jugendliche spielen Pingpong an einem vorhandenen Tisch. Der Park ist sehr belebt und ein Ort des geschehen. Es ist ein Treffpunkt für die jüngere, sowie die ältere Generation. Einige Bäume spenden Schatten und die Blätter bewegen sich im Wind. Der Park ist umrandet mit Pflanzen. Durch die Umrandung der Pflanzen wird der Park von der Umliegenden Strasse abgegrenzt und zu einem separaten Raum geschaffen. Der ganze Ort ist durchströmt mit Sonnenlicht. Wenn man leise ist, hört man nebst dem Verkehr das Zwitschern von Vögeln und das Plätschern eines Brunnens in der Mitte des Parks. Der Raum ist in verschiedene Plätze unterteilt, welche sich durch einen geschwungenen Weg abgrenzen. Die unterteilten Plätze sind Rasenflächen, Spielplatzfläche oder ein Geteerter Platz, welcher zum Spielen von Schach und Mühle dient. Durch die Geschwungenen Wege lässt sich auch ein gemütlicher, kleiner Spaziergang machen. Durch diverse Blumenbeete wurde auch noch ein bisschen Farbe integriert. Die vielen Sitzbänke laden zum gemütlichen Gespräch ein. Die Atmosphäre ist sehr lebendig und einladend. Dieser Platz erinnert mich an eine grüne Oase mitten in der Statt. Viele Gerüche von umliegenden Restaurants kommen zusammen. Hier kann man nach dem Feierabend entspannen und sich mit Freunden treffen. Auf mich wirkt das Vögeligärtli sehr familiär durch die Grünfläche und das Angebot von Spielplatz und weiteren Unterhaltungsspielen. Hier entsteht ein Austausch mit Bewohnern, Geschäften und der Stadt Luzern.

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Raumbeschreibung Vögeligärtli – Janis Zemp

Vögeligärtli

Das Vögeligärtli ist nicht einfach nur ein «Gärtli», sondern ein sehr wichtiger und spannender Platz im Herzen der lebendigen Stadt Luzern. Es ist ein Ort wo sich alt, jung, arm, reich, klein, gross, … treffen und in Harmonie miteinander diesen Ort teilen. Während dem man sich im Vögeligärtli befindet, spielt die Zeit keine Rolle. Entweder man geniesst ein spannendes 

Buch auf der grossen Wiese inmitten des Parks, spielt und tobt mit den Kindern im Sandkasten oder auf dem Spielplatz, schaut den alten Männern bei Schachspielen auf den grossen Schachbrettern am Boden zu oder man geniesst eine feine Limo mit einer Kleinigkeit im Bistro.

Oft wird man durch Freikünstler mit einem Jazzkonzert oder sonstigen Vorführungen durch die schöne Zeit begleitet. Sei es in der Mittagspause, während der Arbeit oder am Feierabend, sieht man viele Geschäftsleute, Studenten und Schüler, welche sich an diesem herrlichen Platz von der Arbeit oder der Schule eine Auszeit gönnen.

Unter den grossen Bäumen findet man im Sommer schöne Schattenplätze, wo man sich entspannen kann, oder geniesst im Herbst die letzten Sonnenstrahlen, welche durch die Blätter und Äste hindurch scheinen. Die im grün eingebettete Lukaskirche und die Zentral- und Hochschulbibliothek wirken sehr charmant auf das «Gärtli». Man fühlt sich wohl und aufgehoben und ist Teil von etwas, was unbeschreiblich ist. Durch die feinen Düfte der in der Nähe liegenden Restaurants und das Zwitschern der Vögel lässt einem ein Gefühl geben von Ferien.

Im angrenzenden Lebensraum wird man jedoch schnell in den hektischen Alltag der Stadt Luzern zurückgeholt. Denn das Vögeligärtli ist umgeben von Bars, Läden und Bürogebäuden. 

Es ist ein Platz voller Erinnerungen, Erlebnissen und Geschichten, welche man nie vergessen wird.

Raumbegehung Vögeligärtli – Gian Lüthold

Der Weg zum Vögeligärtli ist im Spaziergang ungefähre drei Minuten vom Bahnhof entfernt. Über das Trottoir führt es direkt in den Vorplatz. Der Boden aus Asphalt wirkt zuerst leblos, jedoch sind zwei Schachfelder und zwei Tischtennistische Merkmale welche Aktivität in den Raum bringen. Sitzbänke auf der rechten Seite sind für Zuschauer oder wartende Parkbesucher von nutzen. Ein paar Schritte weiter vorne erwarten eine Wise welche klar ersichtlich ist mit den am Rande grenzenden haushohe Bäumen. Dort halten sich Familien oder Gruppen von Freunden auf und man triff gelegentlich auf Frisbeespieler, welche die Größe der Grünfläche gut nutzen können. Über die Linke Seite ist ein großer Spielplatz vorhanden, welcher ausreichend Entdeckungsmöglichkeiten für die Kinder darbietet. Dem Weg folgend, ist eine Baar ersichtlich mit wild verteilten Tischen und Stühlen. Dieser neuer Raum wird durch eine Lichterkette, die den Übergang von der spielerischen Seite zu dem gemütlicheren Bereich öffnet, bestückt. Vor Augen ist die Lukaskirche – mit der emporsteigenden Treppe, die auch als Sitzgelegenheit dient. Die Wiese auf der rechten Seite, folgt man nun dem Gehweg und beobachtet die Stimmung auf der Wiese. Begleitet mit einer im Hintergrund spielende Strassenmusik. Von Saxofon bis zur Violine. Zwischen den Bäumen befindet sich ein Masten. Vier Kabel erstrecken sich von den Gebäuden um den Park, die über die Straße bei den Masten gesammelt werden. Dies ist die Tragstruktur für die Umgebungsbeleuchtung. Am Tag wird das natürliche Licht von den Bäumen gebrochen und gibt den Raum eine gewisse dynamische Handlung. Menschengruppen sammeln sich bei Stellen mit Sonnenwärme.

Raumbeschreibung Vögeligärtli – Yannick Krebs

Die erste Begehung des Vögeligärtli

Unweit vom Bahnhof öffnen sich die Gebäude und eine Parkfläche wird erkennbar, die mit grossen Laubbäumen geschmückt ein wenig grün an den Ort bringt. Das Licht der Sonne scheint sanft durch diese hindurch und es wird eine ruhige Atmosphäre ausgestrahlt, die zum Verweilen und Einspannen einlädt. Beim Betreten fällt auf, dass sich hier eine gut durchmischte Altersgruppe aufhält. Es gibt mehre Familien, junge Erwachsene sowie ältere Personen, die bei ihrem Feierabend noch etwas im Grünen geniessen, zu scheinen vermögen.

Alles in allem scheint das Vögeligärtli ein beliebter Ort in Luzern zu sein, da die meisten der Parkbänke benutzt werden. Auch die Bar in der Nähe des Spielplatzes ist gut besucht. Ein sanfter Wind ist spürbar und auf der Belagsfläche, welche den Rasen umgibt, sind bereits einige gelb gefärbte Blätter ersichtlich. Hörbar ist ein leichtes Brummen von spielend Kinder und einer Bar die entspannende Musik laufen lässt, was für eine beschwingte Stimmung sorgt. Ich fühle mich entspannt, während ich im Park umhergehe und die Begebenheiten auf mich einwirken lasse. Auffallend ist das trotz der nahen Lage am Bahnhof, kaum Verkehrslärm hörbar ist. Eine weitere Beobachtung ist das trotz einer Vielzahl von Besucher der Park von den Passanten lediglich zur Durchquerung genutzt wird. Geruchlich ist nichts Spezifisches wahrzunehmen. Durch den Einfluss Winkel der Abendsonne wirken Bäume, aber auch umliegende Gebäude, auf der westlichen Seite als Schattenspender. Kinder können sich dadurch im dargebotenen Schatten auf dem Spielplatz austoben.

Gerade diese Bäume dürfen meiner Meinung nach noch mehr der Abendsonne durchfliessen lassen, um den Platz zusätzlich zu erhellen. Dies würde den Park zusätzlich aufwerten und vielleicht noch mehr zum Leben erwecken und das Wohlbefinden zusätzlich steigern. Zudem würde vermutlich der gesamte Park visuell auch grösser erscheinen.

Coaching 1 – Simon Stoffel – IBI

Raum 7 – Parkanlage Vögeligärtli Luzern

Kurz und knackig: Das Vögeligärtli ist ein umbauter öffentlicher Raum süd-westlich vom Hauptbahnhof Luzern. Als schöne grüne Parkanlage lädt dieser Raum zum verweilen ein. Koordinaten E=2’666’065/N=1’211’195

Abb. 1: Übersichtskarte

Wahrnehmung

Menschen plaudern, Kinder spielen, die Sonne scheint, auf der Gartenterrasse wird konsumiert, Studenten beobachten und noch vieles mehr, so ist das Vögeligärtli in Mitten der Stadt Luzern beispielsweise am frühen Abend des 23. September anzutreffen. Ganz grob betrachtet wirkt dieser umbaute öffentliche Aussenraum auf mich ruhig, einladend und entspannt. Der Eindruck, sich zwischen Strassen und Gebäuden zu befinden schwindet kurz nach dem Betreten des Raums. Die Erscheinung ist natürlich stark abhängig vom Wetter und der Tageszeit. Im schlechten Wetter bietet der Platz keine Unterschlüpfe an und ist in dieser Zeit somit eher düster und Menschenleer. In der Nacht erhält man auch einen ganz neuen Eindruck, was am Tag noch Familienfreundlich und einladend wirkte, ist in der Nacht eher das Gegenteil. Teilweise schlecht Beleuchtet und von Partygängern bestückt ist diese Situation für manch einen wohl eher düster und abweisend.

Abb. 2: Das Vögeligärtli bei Tag

Kontext / Geschichte

Der Name Vögeligärtli stammt von der im Jahre 1901 im Park errichteten Volière (grosser Vogelkäfig). Früher hatte dieser Park auch schon andere Namen getragen, wie Sempacherplatz, Sempachergarten, Englischer Garten, Zentralplatz oder Zentralmatte. Entstanden ist der Park 1899. Grund dafür war die Verschiebung der damals an diesem Standort befindlichen Gasfabrik vom Sempacherplatz. Historisch gesehen war das Vögeligärtli schon immer ein sehr belebter Platz. Seit jeher war dies ein Ort an dem Schausteller und Budenbetreiber das Volk unterhielten. Auch der Zirkus Pilatus und die Arena Bühlmann hatten ihre Auftritte im Vogeligärtli. In den Sommermonaten wird der Park heutzutage auch als Aufführungsort für Konzerte verwendet.

Abb. 3: Ehemaliges Gaswerk (1858-1899) am heutigen Standort des Vögeligärtli
Abb. 4: Hirschpark im Vögeligärtli (1901-1906)
Abb. 5: Grosse Volière im Vögeligärtli (1908-1954)

Historische Kartenreise:

Beobachtungen / Technisches

Grundsätzlich handelt es sich beim Raum 7 um einen umbauten öffentlichen Raum. Raum 7 hat eine rechteckige Form und wird auf allen Seiten durch eine Strasse abgegrenzt. Jeweils auf den Park abgewandten Seiten der Strassen befinden sich diverse Gebäude. Der Park setzt sich aus asphaltierten Wegen und Plätzen, Rasenflächen, Bäumen, Pflanzen, Spielplätzen, Sitzgelegenheiten, Sanitäranlagen und einem Restaurant zusammen. Die Beleuchtung des Platzes geschieht am Tag durch natürlich einfallendes Licht, welches durch die nebenstehenden Gebäude und Bäume zum Teil zurückgehalten wird und somit Schattenplätze erschafft. In der Nacht wird der Park durch künstliches Licht erhellt. Zum Teil sind Lampen an Drahtseilen einige Meter über Boden befestigt, anderseits gibt es Kandelaber an den Rändern welche auch der Strassenbeleuchtung dienen. Bei den Oberflächen handelt es sich um versiegelte und versickerungsfähige Oberflächen. Das heisst bei den Rasenflächen sollte das Regenwasser problemlos versickern können, hingegen das Wasser welches auf den belagten Flächen ansteht wird über Entwässerungsschächte gesammelt und abgeführt.

Abb. 12: Auszug aus dem Leitfaden „Hitzeangepasste Siedlungsentwicklung“ des Kanton Aargau

Quellenverzeichnis:

https://www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/luzern/grosser-stadtrat-luzerner-parlament-segnet-klimastrategie-ab-und-lernt-dabei-etwas-ueber-neophyten-ld.2068577

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