Raum 3
Raumbeschreibung
Beim aufregenden Warten auf die Versammlung aller Gruppen, sehe ich die Menschen rundherum in Ihrer Alltagshektik umherlaufen. Beim genauen Lauschen hört man die Autos, die sich dem nahegelegenen Kreisel nähern, die Parkschranke die in einem unregelmässigen Rhythmus geöffnet und geschlossen wird, und natürlich die Velofahrer, die ihr Velo abstellen, um einkaufen zu gehen.
Die Aussenhülle des Hallenbads besteht aus einem Pfosten-Riegel-System. Als Verkleidung dienen rechteckige Hohlpfosten, welche harmonisch mit dem Sonnenschein goldig wirken.
Mit einer grossen Aufregung steige ich die Treppen ins Obergeschoss hoch, wo sich das Hallenbad befindet. Der Geruch von Chlor und Putzmitteln steigt in meine Nase. Zu Beginn nur leicht, jedoch beim näher Herangehen an die Eingangstüre verstärkt sich dieser. Je mehr die Gerüche zunehmen, desto weniger nehme ich die Geräusche der Aussenwelt wahr. Nah an der Tür verstummt alles und an diesem Punkt ist nur noch der Geruch des Chlors im Vordergrund.
Beim Öffnen der Tür stellt sich jede Sinneswahrnehmung bei mir aus. Das Einzige was ich noch wahrnehme, ist die heisse Luft, die mir durch die kleine Türe ins Gesicht strömt. Im Gegensatz zur Türöffnung ist der Raum im Hintergrund riesig.
Schnell finde ich meinen Lieblingsplatz im Hallenbad. Es ist das Becken, dass sich genau hinter der Tür befindet. Er besitzt ein atemberaubendes Panorama. Die Sonne prallt ohne jede Beeinträchtigung auf das klare Wasser. Dies weckt in mir das Gefühl von Klarheit und Sauberkeit. Die Wasseroberfläche reflektiert die Sonne und der reflektierte Strahl trifft mein Gesicht, was mir ein lächeln ins Gesicht zaubert. Die Reflektion der Sonnenstrahlen durch das Wasser, lässt die hohen Fenster nochmals eindrücklicher wirken. Nicht nur der Eindruck des Raumes, sondern auch ein fabelhaftes Muster lässt sich durch die Reflektion des Sonnenlichts an der Innenwand bestaunen. Ich bin fasziniert vom Anblick, da sich das Muster mit der Bewegung des Wassers ständig verändert.
Das Gelächter der Kinder im Nebenbecken übertönt das Wassergeplätscher. Die wundervolle Stimmung im Hallenbad wird einzig durch das Highlight des Hallenbads, der Wasserrutschbahn überboten. Die Freude der Kinder, welche die Rutschbahn herabdüsten, spürt man bis an den Beckenrand hinüber. Das kühle Wasserbett am Ende der Rutschbahn ist zwar das Ende des Spasses, jedoch sehe ich, wie sehnsüchtig die Kinder wieder hochrennen, um denselben Spass nochmals zu erleben.
Die Glasfassade verleiht dem ganzen Hallenbad etwas Harmonisches zur Aussenwelt. Sie wirkt für mich dadurch unbegrenzt und ich fühlte mich von der Aussenwelt leicht abgeschottet Gefühl, als wäre die Aussenwelt und der ganze Alltagsstress im Aussenbereich ausgeschlossen worden. Die Helle Beleuchtung unterstützt dieses Gefühl, indem sie mich belichtet im Vordergrund lässt.
Raumbeschreibung – IAR – Céline Bigler
Nach einer kurzen Fahrt durch Horw erreiche ich am Stadtrand von Luzern das Allmend-Areal. Zu diesem gehört nebst dem Fussballstadion des Fussballclubs Luzern auch das städtische Hallenbad. Nach einem kurzen Überprüfen der Anwesenden betreten wir als Gruppe das Gebäude. Für die Besichtigung erhalten wir Schuhüberzieher, damit wir keine Verschmutzungen hinterlassen.
Im zweiten Stock empfängt uns der Bademeister bei einem Seiteneingang. Bereits im Vorraum kommt der Geruch von Chlor auf und man hört Wasser plätschern und Kinderlachen. Beim Betreten des Schwimmbads empfängt uns die Abendsonne. Wir stehen vor dem grossen Schwimmbecken und parallel dazu erstreckt sich die vollflächige Verglasung Richtung Westen. Durch die grosse Fensterfläche wird vor allem am Abend das Hallenbad von der Sonne beleuchtet und man hat einen großartigen Ausblick auf den Pilatus. Das Wasser des Schwimmbeckens reflektiert das Licht an die Wände und es entsteht ein spannendes Spiel von Schatten und Licht.
Als Nächstes begeben wir uns auf die rechte Seite, Richtung Sprungturm. Man gelangt zu diesem Becken über einige Stufen, welche auf ein tieferes Niveau führen. Dieser Bereich wird weniger direkt beleuchtet, da der Sprungturm und ein massiver Pfeiler dies verhindern.
Nun gehen wir wieder zurück zum grossen Schwimmbecken und weiter Richtung links, wo sich eine Rutschbahn und das Kinderbecken befinden. Dieser Bereich befindet sich nicht mehr an der Westfassade und hat deshalb um diese Uhrzeit nur indirektes Sonnenlicht Tage mehr. Die Decke ist in diesem Bereich tiefer gelegt, was dem Raum die Grosszügigkeit und auch Helligkeit des vorderen Teils verwehrt. Er wird bereits um 18:00 Uhr mit künstlichem Licht beleuchtet.
Der letzte Bereich des Hallenbads erreichen wir über eine Treppe neben dem grossen Schwimmbecken. Wenn man die zweiläufige Treppe überwunden hat, hat man einen großartigen Blick über den offenen Bereich des Schwimmbads. Die abendliche Atmosphäre lässt sich von hier sehr gut mit einem Foto einfangen. Der obere Teil, der wie eine Galerie angelegt ist, wird als Aufenthaltsraum genutzt. Hier gibt es Tische und Stühle sowie einen Snackautomaten und einige Liegen, wo man sich entspannen kann.
Spätestens nach dem Treppensteigen ist uns allen heiss. Die Temperatur im Hallenbad ist für eine Alltagsbekleidung mit langen Hosen und T-Shirt zu heiss und schwül. An den Chlor-Geruch haben wir uns aber mittlerweile gewöhnt und nehmen diesen kaum noch wahr. Wir beobachten noch kurz das Treiben im Hallenbad. Im grossen Schwimmbecken hat auf der ersten Bahn soeben ein Gruppenkurs begonnen, welcher auf den restlichen Bahnen für Stau sorgt. Zwei kleine Mädchen haben sich vor der Rutschbahn getroffen und kichern über etwas, das passiert ist.Die Gestaltung des Hallenbades ist sehr neutral und schlicht. Die kleinen weissen Plättchen sind typisch für ein Hallenbad und erfüllen das Klischee. Einige Pflanzen geben dem Raum etwas Leben. Der Geräuschpegel ist wegen dem ständigen Wasseraustausch und Gesprächen der Besucher sehr hoch. Mit einer Akustikdecke wirkt man diesem Problem entgegen.
Raumbeschreibung Hallenbad Allmend – Samuel Eisenring – IAR
Im Moment, als ich den Raum betrat (in diesem Falle via Technikraum), wurde ich von der schwülen, feuchten und nach Chlor riechenden Luft erfasst. Die Sonne blendete mich direkt durch die grosszügigen Fenster und indirekt über die Spiegelung im Wasser. Erst nach und nach gelang es mir, mich auf die helle und freundliche Atmosphäre einzulassen, als ich mich etwas von der restlichen Gruppen entfernt hatte und mich dem um ca. ein Geschoss tiefer liegenden Bereich mit Sprungturm und Tauchbecken annahm.
Mir fielen sofort die verspielten Reflexionen des Sonnenlichts auf der Wasseroberfläche und die Schattenwürfe des Pfosten-Riegelsystems bzw. der gewaltigen Stahlbetonstützen auf Wasser und Boden auf. Die freistehenden Sprungtürme beeindruckten mich mit ihrer wie selbstverständlich prägnanten Präsenz. Mit dem Fotografieren mit der Handykamera versuchte ich sofort meine Wahrnehmungen auszudrücken bzw. festzuhalten: Die Spiegelungen der Abendsonne auf den unterschiedlichsten Materialien und Bauelementen.
Die Aussenwelt, also den Parkplatz vor dem Hallenbad, die Strasse mit der Allee und die Wiese dahinter nahm ich erst in dem Moment wahr, als ich zu einer der grossen Festverglasungen trat und auf die beschriebene Szenerie blickte. Mir fiel erst kurz darauf die grosse, eingetopfte, tropische Pflanze auf, die ich auf dem Weg zum Fenster passiert haben musste. Die Schwelle von Aussenraum zu Innenraum reduzierte sich auf ein Minimum, als ich durch das Blattwerk der Pflanze durch die Verglasung auf den baumgezierten Platz vor dem Hallenbad blickte. Der Blick durch das Blattwerk zum Raum hin bewegte mich wiederum gefühlt aus dem Raum hinaus und liess mich wie aus der Natur kommend in eine kurios sterile Badewelt blicken.
Darauffolgend wandte ich meine Gedanken wieder dem Auffangen der Eindrücke mit der Handykamera zu und verlor mich kurz in der technischen Umsetzung der Fassade: Ich versuchte die Befestigung des Pfosten-Riegelsystems an den horizontalen Stahlkonstruktionen zu verstehen und spürte den kühlen Luftzug aus den direkt an den Fenstern liegenden Bodengittern, die wohl der Belüftung des Raumes dienen.
Bevor ich den Raum zu verlassen gedachte, erkundete ich noch weiter Lichtspiele, welche mir die Örtlichkeit bot: Schatten verschiedener Bauelemente und Einrichtungsgegenstände auf Boden und Wände, Reflexionen von Licht auf bewegtem Wasser, die Schatten in den Tiefen des Tauchbeckens, die Lichtringe im Inneren der Rutschbahn und diverse künstliche Belichtungen unter Wasser.
Raumbeschreibung Hallenbad Allmend – Xenja Grand – IAR
grosse Fensterfront
Fotografin: Xenja GrandSpringtürme
Fotografin: Xenja GrandWasserreflexionen
Fotografin: Xenja Grand
Eindrücke
Die verschiedenen Gebäude in der Allmend fallen einem schon während der Busfahrt von der Strasse aus ins Auge. Die gelben, vertikalen Streben an der Fassade bieten ein spannendes Bild. Beim Betreten des Geländes wird man erst einmal von der Grösse des Gebäudes überwältigt. Bereits im Eingangsbereich wurde alles in hellen (überwiegend weissen) Tönen gehalten. Von dort kann man über gut beleuchtete Treppen das Hallenbad erreichen. Auch hier werden die hellen Farben weitergeführt. An sonnigen Tagen werden magische Wellenbilder an die kahlen, weissen Wände projiziert. Das viele Tages- und Sonnenlicht wärmt die Badelandschaft auf eine wohlige Weise auf. Ein witziger Gegensatz zur üblich hellen Gestaltung der Innenräume ist die «Black Hole»-Rutsche. Diese ist im Innern, wie der Name sagt, schwarz. Auf der Aussenseite ist diese aber auch weiss und passt sich somit perfekt ins Hallenbad ein.
Layout
Das Wellnessbecken ist in einer eher dunkleren Ecke platziert. Die Sonne wird hier wohl nicht so stark scheinen wie im Sportbecken, welches sich unmittelbar an der Fensterfront befindet. Das Becken mit den drei Springtürmen befindet sich ein Geschoss tiefer. Die hohe, massive Wand dient hier auch als Schallschutz. Mit diesem Layout kann die Zeit im Wellnessbecken genossen werden, ohne von den Schreien des Sprungbeckens gestört zu werden.