Coaching 1 – Lara Rechsteiner – IAR

Horw im Wandel der Zeit

Die Gemeinde als Vorort der Stadt Luzern setzt sich aus der Horwer Halbinsel, einem Schattenhang am Fusse des Pilatus und dem dazwischen liegenden, bis ins 20. Jahrhundert versumpften Talboden zusammen.

Auf der klimatisch milden Halbinsel praktizierten die Bauern Getreidebau, Viehhaltung und zu Beginn des 16. Jahrhunderts auch Rebbau. Ab dem 15. Jahrhunderts spezialisierten sie sich auf Vieh- und Alpwirtschaft. Industriebetriebe wurden vor allem ab Ende des 19. Jahrhunderts gegründet, nach dem Bau der Brünigstrasse (1859-61) und Brünigbahn (1889). Um 1871-99 waren eine Teigwaren- und Zigarrenfabrik in der ehemaligen Papiermühle eingerichtet. Mit der Allmendentwässerung 1917-24 wurde neues Bauland erschlossen. 1903 entstand eine Glashütte (bis 1919), 1909 eine Möbelfabrik und 1913 eine Acetylenfabrik (bis 1923). Mehrere grosse Baufirmen, die Stahl- und Maschinenbau AG (1954-92) und andere Betriebe siedelten sich im Talboden an. 1955 wurde zwischen Luzern und Ennethorw das erste Autobahnteilstück (A2) der Schweiz eröffnet. Nach dem 2. Weltkrieg entwickelte sich Horw zu einer Wohn- und Wegpendlergemeinde. Bildungseinrichtungen und therapeutische Institutionen von überregionaler Bedeutung kamen in die Gemeinde. 1958 startete das Zentralschweizer Technikum, heute das Departement Technik & Architektur, seinen Studienbetrieb.

Abb. 1: Landeskarte Horw im Jahre 1880, Geoportal Kanton Luzern, 2021
Abb. 2: Landeskarte Horw im Jahre 1970, Geoportal Kanton Luzern, 2021
Abb. 3: Landeskarte Horw im Jahre 2021, Geoportal Kanton Luzern, 2021

Abb. 4: Eröffnung des ersten Autobahnteilstücks (A2) der Schweiz am 11. Juni 1955. Die Autokolonne der offiziellen Gäste bei Ennethorw. Fotografie von Hans Blättler (Staatsarchiv Luzern, A 665/134).

Raumwahrnehmung

Licht

Das Vorhandensein von Licht beeinflusst die Wahrnehmung des Raumes zentral. Licht stellt die Grundlage für die visuelle Erfassung von Raum und Form dar. Die Dunkelheit begrenzt die Fassbarkeit des Raumen auf eine einschneidende Art und Weise indem er die visuelle Komponente der Erfassung von Raum ausser Gefecht setzt. Farben und Formen sind nicht mehr erkennbar, der Raum scheint unendlich zu sein.

Aus diesem Grund wird in diesem Text die Situation vom Donnerstagabend um 19 Uhr beschrieben, wo die Sonne als einzige Lichtquelle vorhanden war. Sie strahlte ein warmes, fast schon orange angehauchtes Licht aus zu dieser späten Stunde. Besonders viel Kraft hatte sie jedoch nicht mehr. Sie stand schon zu tief am Himmel als dass sie noch einen wärmenden Einfluss auf die Haut hätte erzeugen können. Stattdessen wurden die westlichen Teile der beiden Hauptgebäude direkt bestahlt und durch das Umgebungslicht wurde auch der Zwischenraum – also die eigentliche Gasse – indirekt erhellt. 

Die Hauptgebäude auf der Sonnenseite hinterliessen einen deutlichen Schatten auf dem niedrigeren Gebäude auf der anderen Seite der Gasse. Diese klar definierten Schattenflächen unterstrichen die Dominanz und Wichtigkeit der beiden hohen Gebäude und erzeugten eine Schwere, welche die technische und funktionale Seite dieses Anlieferungskorridors mehr betonten als dass man den Raum als einladend und angenehm wahrgenommen hätte. Die Profilierung der Metallfassaden kam trotz der fast waagrechten Beleuchtung immer noch gut zur Geltung. Die hellen und dunklen Bereiche wechselten sich in gleichbleibenden Abständen ab. An einzelnen Orten wurde das Licht von den glatten Fensterscheiben reflektiert und an die gegenüberliegende Fassade zurückgeworfen, wovon diese erhellt wurde. Die am wenigsten beleuchteten Orte waren unter den Fussgängerpassagen situiert, die einen lichtundurchlässigen Boden aufwiesen. 

Allgemein ist bei diesem Raum kaum eine Leichtigkeit zu erkennen, die Metallfassaden der Gebäude sind sehr technischer Natur und lassen wenig Spielraum für Interpretationen zu. Von unten zu den Hauptgebäuden hochguckend, spiegelt sich die glatte Oberfläche der Metallfassade jedoch das Licht zu einem grossen Teil, wobei sich die rote Farbe der Fassade mit der blauen des Himmels zu einem violett mischte. Diese Vermischung brachte eine angenehme Auflockerung in die Atmosphäre des Raumes mit sich und liess den Raum mit der Umgebung verschmelzen. Der offene Aussenraum liess sich dadurch nur schwer optisch in der Längsrichtung benennen sowie in der Höhe.


Quellenverzeichnis

Hörsch, Waltraud: „Horw“, in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 15.01.2008. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000621/2008-01-15/, konsultiert am 06.10.2021.

Coaching 1 – Sven Reber – IAR

Begehung Raum 8

Laborgasse T&A Campus Horw am 23. September 2021. Host: Stefan von Arb, IAR

Nach der allgemeinen Einführung in das Modul Mensch und Raum und dem ersten KDS-Input fand die Begehung der Räume statt. Ich wurde einer Gruppe zugewiesen, welche sich mit dem Raum 8, der Laborgasse auf dem Campus der Technik und Architektur in Horw auseinandersetzt. Nach einer kurzen Begrüssung liess uns unser Host, Stefan von Arb, die Gasse selbstständig erkunden. Die gewonnen Eindrücke sollten im Rahmen des KDS-Unterrichts in einem Raumbeschrieb festgehalten werden:

Raumbeschrieb

Es ist Donnerstag, der 23. September 2021. Der Himmel ist stahlblau, es ist wolkenlos, die Sonne scheint. Wir versammeln uns kurz nach 17:00 Uhr am südlichen Ende der Laborgasse auf dem Campus der Technik und Architektur in Horw.

Seitlich der Laborgasse sind die Gebäude wie folgt angeordnet: Auf der linken Seite (vom Süden her) befinden sich die Gebäude IV, II und III sowie der Anbau für die Innenarchitektinnen und Innenarchitekten, welcher zwischen den Gebäuden IV und II etwas in die Laborgasse hereinragt. Diese Bauten sind quer zur Gasse angeordnet. Auf der gegenüberliegenden, rechten Seite (vom Süden her) liegen die Laborgebäude und das Gebäude I längs zur Gasse.

Was als Erstes auffällt, sind die unterschiedlichen Oberflächen. Die roten Fassadenelemente der älteren Campus-Gebäude steht im Kontrast zu der viel helleren und stärker reflektierenden Wellblechfassade des neueren Laborgebäudes. Die Fassadenelemente sind über die Jahre etwas ausgeblichen. 
Ab Werk waren sie wohl alle gleichfarbig gefertigt, die Farbe nach RAL genormt, identisch ausgeführt. Doch nun hat sie die Witterung individualisiert. Keine der Platten erscheint mehr gleich wie die andere, alle reflektieren sie das Sonnenlicht unterschiedlich. Das Laborgebäude hingegen erstrahlt noch im jungen Glanz eines Neubaus. Gut möglich, dass ich mir dies nur einbilde. Vielleicht ist auch dieses Gebäude schon älter. Aber im Vergleich zu den anderen Oberflächen wirken diese noch am besten erhalten.

Die Südfassaden werden auf ihrer ganzen Fläche von der Sonne bestrahlt, dies offenbar über das ganze Jahr genügend, um damit Strom zu generieren, denn am Laborgebäude sind dort vertikale Solarzellen montiert. Die Laborgasse ist zu dieser Tages- und Jahreszeit eher schlecht ausgeleuchtet. Doch so erscheinen die Lichteinfälle, welche es in die Gasse schaffen markanter und setzen spannende Akzente.

Im Inneren der Gasse werfen die höheren, westlichen Bauten ihren Schatten in die Gasse und auf die östlichen Gebäude. Ungefähr in der Mitte wird die Gasse durch eine Brücke zweigeteilt. Auch sie wirft einen dunklen Schatten auf den Boden unter ihr. Diese Schatten sind sehr linear und ihre Kanten scharf definiert.
Viel verspielter erscheinen hingegen die Umrisse der Bäume. Die Blätter sind auf den gegenüberliegenden Fassaden nur noch schwarze Tupfer, welche sich im Wind bewegen und auf der Wellblechfassade auf und ab tanzen.

Coaching 1- Mirjam Suter- IAR

Die Laborgasse ist Teil des Campus der HSLU T&A in Horw.

Sie ist eine Nebenstrasse die für Anlieferungen und den praktischen Durchgang konzipiert wurde und auch heute noch so genutzt wird. Sie wurde 1970 von Peter Stutz geplant und 1977 fertiggestellt. Seither hat sich nicht viel verändert, es sei denn einige Lichtinstallationen die den Bedürfnissen der Nutzer angepasst wurde.

Wahrnehmung:

Diese Gasse ist Nord- Süd ausgerichtet und der Passant, der die Laborgasse betritt, wird von fast jedem Detail der Gasse geführt. Sei es die Ausrichtung der Gasse selber, das Material der Gebäude, die Bodenmarkierungen und die Lichter, fast jedes Element trägt zum fluchtartigen Aufbau der Gasse bei.

Die Laborgasse bietet noch ein Interessantes Licht- und Farbenspiel, je nach Tageszeit. Am Nachmittag sieht man die Gasse selber häufig im Schatten und die rote Fassade des Traktes IV kommt zur Geltung, während der Nacht hingegen zieht es unsere Aufmerksamkeit zu den Lichtern in der Gasse. Ansonsten erhellen die gelb, grün und rote Farben den ganzen Raum.



Verknüpfen Sie Ihre eigenen Erfahrungen und Recherchen zum Raum 

Felix von Overbeck & Mirjam Suter

Die Laborgasse wurde von Peter Stutz als Anlieferung und dem praktischen Durchgang entwickelt. Die Gasse ist Nord Süd angerichtet und durch die Anordnung der Gebäude wird der Passant entweder Richtung Parkplatz / Vierwaldstättersee geführt oder Richtung Bonhof Horw / Luzern. Da sich die Bedürfnisse der Passage mit den Jahren verändert haben, wurden in der Passage zusätzlich Fahrradständer sowie Entsorgungsmöglichkeiten errichtet. Dadurch das die Laborgasse keinen gemeinschaftlichen Wert hat ist die Licht Planung auf ihrer Funktion einer Anlieferung erdacht.

Das Licht Konzept der Laborgasse wurde in den letzten Jahren etwas aufgefrischt. Die sphärischen Leuchten entlang der Hecke wurden durch Anthrazit Farbigen Pollerleuchten ersetz. Die Massnahme hatte zur Folge, dass die Gasse besser für ihren Zweck ausgeleuchtet wurde, leider jedoch auf Kosten des Konzeptes von Peter Stutz. Denn die zylinderförmigen Leuchten verstärken die bereits prägnanten Fluchten der Gasse, währendem die sphärischen Leuchten dem Ganzen etwas sanftes gaben. 

Trotz ihrer Funktion als Anlieferung hätte man Lichttechnisch sich mehr getrauen können als nur das Minimum zu gestalten. Durch die prägnanten Fluchten der Gasse würde es sich zum Beispiel sehr gut anbieten, diese mit LED-Streifen auszustatten. Dies würde nachts sicherlich ein Internates Bild geben.

Bildquelle: https://www.architekturbibliothek.ch/bauwerk/technikum/

Coaching 1, Kohorte B, Hallenbad Allmend

Persönliche Raumwahrnehmung

Kaum im Raum eingetreten fällt es einem auf, dass die Luft durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur schwer und bedrückend wirkt. Der Geruch von Chlor in der Luft löst schon erste Erinnerungen und Gefühle aus. Nach kurzer Zeit wird bemerkbar, dass die Kombination aus Luftfeuchtigkeit und Wärme jegliche Schweissverdunstung verhindert. Je länger man sich in dieser warmen und feuchten Umgebung aufhält, desto grösser wachst das Verlangen sich im Wasserbecken abzukühlen. Ständiges plätscherndes Wasser verstärkt diesen Effekt, auch wenn der Verstand vermutet, dass der Wasserstrahl dazu dient die Oberflächenspannung im Sprungbecken zu brechen. Öffnet man die Augen wird man von einem grossen weissen Halle begrüsst. Die Pfeiler und hohe Decke lassen den Raum weit grösser wirken, als er tatsächlich ist. Dar Anblick der im Raum verteilten Pflanzen wirkt die Luft schon frischer und weniger bedrückend, wobei dies auch ein Zeichen dafür §sein kann, dass sich der Körper sich an die Verhältnisse dieses Raumes gewöhnt hat. Verglasungen findet man entlang der Ostfassade, über die Südfassade bis hin zur Westfassade. Dies weisst eine optimale Nutzung des Tageslichtes und kombiniert mit der weissen Farbe wirkt der Raum heller und steriler. Bei der näheren Betrachtung des Glases bemerkt man die leichte grau-grüne Verfärbung durch die Sonnenschutzbeschichtung. Trotzdem ist kaum ein farblicher Unterschied zu bemerken, wenn man gerade aus der Sonne beschienene Fassadenseite schaut. Die künstliche Beleuchtung ist so angelegt, dass der einzige sichtbare Schatten durch die Sonne produziert wird. Durch die hohe Decke ist die Lichtintensität zu schwach, um bemerkt zu werden. Dadurch wirkt der ganze Raum sehr natürlich beleuchtet. Zusätzliche Beleuchtungen sind in den Wänden vorzufinden. Versteckt in Nischen und auf Kniehöhe für den normalen Nutzer kaum bemerkbar. Dadurch, dass sie in Nischen versteckt sind, wird nicht der direkte Lichtstrahl wahrgenommen, sondern die Lichtreflexion von den vielen weissen Flächen. Ohne klar erkennbare Lichtquellen abgesehen von der Sonne, aber doch bemerkbare Helligkeit scheint es so als wäre der ganze Raum sauber. Lässt man sich aber nicht vom ersten Eindruck täuschen und schaut genauer hin bemerkt man einige schmutzige Stellen und teils schwarze Flecken die schimmelähnlich aussehen aufgrund von mangelnder Aufmerksamkeit für die schlecht und unsichtbaren Bereiche. Die Untersicht der Decke besteht aus perforiertes Lochblech. In der Kombination von grosser Distanz und der geometrischen Form ist es offensichtlich, dass das Blech durch die Beleuchtung nicht eine homogene Farbe aufweist und dementsprechend auch bei grösserer Verschmutzung nicht als dreckig wahrgenommen wird. Verschwendet man aber einige Gedanken mehr wird einem schnell klar, dass die nicht demontierbare Bleche eine stetige Staubfalle ist und wer weiss, wieviel Staub täglich durch die Perforierung auf die Köpfe der Anwesenden Gäste runterregnet. Nach einer kurzen Zeit fragt man sich, wo all die Kinder sind. Bekanntlich ist ein Hallenbad ein sehr begehrter Ort, um mit Kindern hinzugehen trotzdem wurde die friedliche Stimmung nicht durch Kindergeschrei zerstört. Es stellt sich heraus, dass die Kinder- und Plantschbecken hinter der opaken Mauer versteckt ist und mit schallschluckenden Elementen umgeben.

Struktur des Gebäudes

2007-2012 (inkl. Planung) Wurde die ganze Sportanlage Allmend saniert. Das Hallenbad gilt als ein Teil der Ganzen Sportanlage Allmend, welches die 2 Wohntürme, das Stadion und die Sportgebäude beinhaltet. Dementsprechend ist das äussere Design an die restlichen Gebäude gebunden und wurde deshalb auch mit den vorgehängten Elementfassaden ausgeführt: Gelbe (UCT 82427FC PVDF) hervorgehoben vertikale Rechteckprofile mit zurückversetzte dunkelblauen (UCT 10101 PVDF/Ral5003) Stirnverkleidungen und alles auf einem Rechteckigen Grundriss mit abgerundeten Ecken. Das vorgegebene Design erzeugt jedoch einige Schwierigkeiten. Kritische Punkte in der Realisierung waren die Eckbögen, die Raumhöhe und die Lichtdurchlassung. Mit den ~700mm Radius in den Bogengläser und der Höhe von knapp über 2m, hat man die technischen Grenzen Stand 2009 schon ausgereizt. Dadurch, dass das Hallenbad sich über 3 Stockwerke ausstreckt, sind aus statischer Sicht die Belastungen für Tragwerk sowohl auch Fassade sehr hoch, vor allem auf der Südseite, da auf der Seite sich die grosse Fensterfront befindet. Bei einem Projekt, dass auch Fokus auf Ökologie legt, ist das Interesse gross das Tageslicht bestmöglich auszunutzen. Dementsprechend wurden auf der Hallenbad-Ebene auf die nicht tragenden Rechteckprofile verzichtet. Dadurch wurde auch ein weiteres Problem umgangen: optischen Gitter mit kleinen Gitterabständen. Kombiniert mit Bewegung kann ein optisches Gitter einen Stroboskopeffekt auslösen, welches in gewissen Fällen zu einem epileptischen Anfall führen kann. Beim Verzicht von den dekorativen Vertikalprofilen ist der Abstand zwischen den restlichen Profilen so gross, dass ein erreichen von den Sequenzen von Licht und Schatten, für ein Stroboskopeffekt beinahe unmöglich ist.

Coaching I (Disziplinär)- Raum 01 Frohburgsteg- Kohorte A – Team A1/A2 IGE

Abbildung 1: 23.09.2021 / 17:30 Frohburgsteg Blickrichtung Aufzug
Quelle: Fotografie Christian Bachmann
Abbildung 2: 23.09.2021 / 17:30 Frohburgsteg Blickrichtung Bahnhof
Quelle: Fotografie Christian Bachmann
Abbildung 3: 23.09.2021 / 17:30 Frohburgsteg Dachentwässerung Links
Quelle: Fotografie Christian Bachmann
Abbildung 4: 23.09.2021 / 17:30 Frohburgsteg Künstliches Licht
Quelle: Fotografie Christian Bachmann
Abbildung 5: 24.09.2021 / 21:30 Frohburgsteg Blick Richtung Aufzug
Quelle: Fotografie Christian Bachmann
Abbildung 6: 24.09.2021 / 21:30 Frohburgsteg Blick Richtung Bahnhof
Quelle: Fotografie Christian Bachmann
Abbildung 7: 28.09.2021 / 16:45 Frohburgsteg Aussenansicht am Tag
Quelle: Fotografie Christian Bachmann

Abbildung 8: 24.09.2021 / 21:30 Frohburgsteg Aussenansicht in der Nacht
Quelle: Fotografie Christian Bachmann

Coaching 1 – Simon Oehen und Lars Moser – IAR

Abbildung 1: Globus Logo im Parking (Lars Moser)

Erster Eindruck

Den Raum, den ich bearbeite und analysiere ist das Globus-Parking. Es befindet sich mitten in der Stadt Luzern an der Pilatusstraße 4, neben dem Bahnhof.

Beim Begehen dieses Raumes, fällt mir auf, dass das Globus-Parking unterirdisch ist und somit ist das Beleuchten dieses Raumes mit natürlichem Licht nicht einfach. Diese Erkenntnis bestätigt sich, als ich auf der Parkplattform ankam Und weder auf dem Weg nach unten, den ich über die Einfahrt beschritt, noch unten auf der Parkplattform, eine natürliche Lichtquelle ausmachen konnte. Das Licht dieses Raumes ist also mit Ausnahme von dem Eingangstor ausschließlich künstlicher Herkunft.

Zum Beleuchten des Raumes werden längliche LED-Leuchten verwendet, die ein helles tendenziell blaues Licht abstrahlen. Dank dieser Lichtquellen befindet man sich nicht wie man es annehmen könnte, wenn man sich unter Tage begibt, in einem dunklen Loch, sondern eher in einem sehr gut beleuchteten Raum, der jedoch in gewissen Ecken ein wenig Schatten wirft. Dabei ist aber zu beachten welche Funktion dieser Raum hat. Bei einem Parkhaus wie diesem, ist es tendenziell wichtig, dass man die befahrenen Flächen sowie Beschilderungen gut ausleuchtet. Auf der pragmatischen Seite erfüllt das Licht diese Aufgaben vollkommen.

Das Licht wirkt im Zusammenhang mit den glatten, weiß gestrichenen Wänden und dem grauen Boden ziemlich hell aber auch steril und kalt. Das Einzige, was den Raum ein wenig wärmer erscheinen lässt, sind die gelben Stützen, die gleichmässig im ganzen Raum verteilt sind. Nebst den gelben Säulen arbeitet man auch beim Kennzeichnen der Ausgänge und dem Markieren der Parkplätze mit verschiedenen Farben, zum einen ist der Ausgang „Pilatusstraße“ rot gekennzeichnet und der Ausgang Seidenhofstrasse blau, zum anderen sind reguläre Parkplätze mit weissen und private Parkplätze mit gelben Linien markiert.

Das Licht wird nebst den Farben und Oberflächen der Wände auch durch die Höhe des Raumes beeinflusst. Es ist ein niedriger Raum der zusätzlich zu seiner geringen Höhe, sichtbare Leitungsführungen an der Decke aufweist. Diese schlucken ebenfalls Licht und man fühlt sich noch eingeengter. Bei einem normalen Besuch dieses Raumes befindet man sich in der Regel nicht sehr lange in diesem Raum auf, wodurch es aus pragmatischer Sicht wiederum nicht sehr schlimm ist.

Mein Fazit nach der Begehung des Raumes Globus-Parking ist, dass das Licht des Parkhauses auf die rein objektive Betrachtung, ohne pragmatischen Bezug, sehr hell kalt und steril wirkt. Die symmetrische und lineare Anordnung der Leuchten in den Fahrgassen, erzeugt auf diesen kaum Schattenfelder, auf gewissen Parkfeldern jedoch, die nicht direkt beleuchtet werden, erzeugt es einen dunkleren Raum.Das Licht ist auch immer im Zusammenhang mit Farbe unterschiedlich zu deuten, so wirkt es auf mich, dass die gelben Stützen doch ein wenig Wärme in den Raum bringen.

(Lars Moser)

Lage und Geschichte des Globus-Parkings

Geschichte und Kontext

Entworfen und gebaut, wurde dieses Parking von den Architekten Suter-Suter AG in den Jahren 1977-1979. Den Jahrgang erkennt man, da es ein Musterbeispiel für den innenstädtischen Geschäfts- und Gewerbebau der 70er Jahre ist.

Quelle:(https://www.architekturbibliothek.ch/bauwerk/flora-komplex/)

Abbildung 2: Situationsplan mit Positionsmarkierung von Globus-Parking (www.geoportal.lu.ch) bearbeitet: (Lars Moser)
Abbildung 6: Flora-Komplex – Ansicht Südost – Suter Suter AG – 1979 – Luzern (https://www.architekturbibliothek.ch/bauwerk/flora-komplex/)

Bei der Gestaltung des Komplexes wurde eine grossmassstäbliche zeittypische Oberflächen-Architektur angewandt. Heute ist die Architektur dieses Gebäudes nicht mehr Zeitgemäss, somit sticht der Bau im historischen Kontext hervor, orientiert sich jedoch mit Fluchten und Gebäudehöhen an seiner Umgebung. Das Globusparking oder auch Flora-Parking genannt, wird von der Pilatusstrasse, Seidenhofstrasse und dem Floraweg umfasst. Die längste Fassade des Flora- Komplexes, worin sich im Untergeschoss das Parking befindet, lieg in Richtung der Pilatusstrasse welche sogleich die Südfassade des Gebäudes ist.

Quelle:(https://www.architekturbibliothek.ch/bauwerk/flora-komplex/)

Menschliche Wahrnehmung

Wie in allen Räumen hat auch das Globus-Parking eine primäre Funktion. Es ist darauf ausgelegt Parkplätze für Autos der Besucher/-innen des Florakomplexes zu bieten. Man befindet sich als Mensch in der Regel nur kurz in diesem Raum, somit ist seine primäre Funktion auch nicht für den Menschen behaglich zu sein. Das äußert sich vor allem wenn man sich mit der menschlichen Wahrnehmung befasst. Als Mensch besitzt man 5 Sinne, Welche die Grundlage der menschlichen Wahrnehmung bilden. Diese Sinne heissen: Hören, Sehen, Fühlen, Schmecken und Riechen. 

Sehen

Wenn ich das Parkhaus betrete, sehe ich eine künstliche, helle Beleuchtung. Diese dient dazu, dass man ausreichend sehen kann, um mit dem Auto zu manövrieren.

Abbildung 7: Sehen (Simon Oehen)
Abbildung 8: Detailskizzen Beleuchtung (Lars Moser)

Hören

Durch die Lage des Parkhauses unter der Erde, schluckt der Raum auch dank der, an den Decken montierten Leitungen den Schall von aussen ziemlich gut. Fährt jedoch ein Fahrzeug in das Parkhaus, können wir den Automotor sehr gut über das Gehör wahrnehmen. Solange bis der Motor ausgeschaltet wurde, oder das Fahrzeug den Raum verlassen hat.

Abbildung 9: Hören (Simon Oehen)

Fühlen

Man kann vor allem glatte Wände im Parkhaus wahrnehmen, jedoch findet man im Gobus-Parking auch anders verarbeitete Oberflächen, wobei aber immer die Anforderungen des Objekts im Vordergrund steht.

Abbildung 10: Temperatursinn (Simon Oehen)
Abbildung 11: Gleichgewichtssinn (Simon Oehen)
Abbildung 12: Tastsinn (Simon Oehen)

Riechen / Schmecken

Durch die ständige Belastung der Autoabgase ist eine große Lüftung von Nöten, damit man auch zu Frischluft kommt. Diese Lüftung ermöglicht auch einen Abtransport der unangenehm riechenden Abgase, was dazu führt, dass man trotz der hohen Abgasbelastung, nur dezent unangenehme Gerüche wahrnehmen kann.

Abbildung 13: Riechen (Simon Oehen)

Man fühlt sich in diesem Raum, mit der Berücksichtigung der menschlichen Wahrnehmung, nicht besonders wohl, aber das ist nicht weiter schlimm da man sich ohnehin nicht lange in diesem Raum befindet und dies auch nicht der primären Anforderung des Raums entspricht.