Kolloquium – Gruppe F8 – Laborgasse

Raumanalyse

Situation Laborgasse

Belichtungszeit Laborgasse

Videoanalyse Laborgasse

Anhand einem Video zeigen wir die momentane Beleuchtungssituation in der Laborgasse bei Nacht auf.

(Video wird bei Kolloquium vorgeführt, ist leider nicht möglich auf den Blog hochzuladen.)

Bestehend 

  • Pollerleuchten 
  • Linear vertikale Leuchten 
  • Deckenleuchten 
  • Linear horizontale Leuchten 
  • Temporär zufällige Beleuchtung 

–> Mangel 

  • Nur punktuelle Beleuchtung 
  • Bestimmte Orte werden gar nicht beleuchtet 

–> –> Ziel 

  • Orientierung für Fussgänger, Fahrräder, Autos und Lastwagen soll in der gesamten Laborgasse gewährleistet werden 
  • Belichtung nur auf Zeitspannen beschränken, zu welcher sie der Sicherheit und Orientierung dienen muss 

–> –> –> Intervention 

  • Mehr Beleuchtung anbringen: Dunkle Stellen in der Laborgasse mit zusätzlicher Beleuchtung ausstatten 
  • Bewegungsmelder anbringen: Nutzung der Laborgasse ökologisch halten 

Interventionen

Situierung Interventionen Laborgasse

Intervention I

Intervention II

Intervention III

Intervention IV

Situierung Bewegungsmelder Laborgasse

Coaching I – Laborgasse T&A – Kohorte F – IAR F7 F8 F9

Die beiden östlichen Gebäude sind zweigeschossig, die westlichen haben sechs Ebenen. Die westliche Seite ist mit den hohen Gebäuden und der Baumreihe die Dominantere dieser Laborgasse. 

Dem halböffentlichen Raum wird durch die geringe künstliche Lichteinstrahlung von oben keine grosse Wertschätzung entgegengebracht. Die Anlieferungsstrasse ist vom Terrain her tiefer gelegen als das Niveau des Campus. Dies ist einer der Gründe für die geringe Sonneneinstrahlung. Vis-à-vis des Grosslabors befinden sich Büros des HSLU Campus, zu welchen wenig Sonnenlicht dringt. Neben einem Witterungsschutz im Winter oder bei Regen bieten die oberhalb durchgehenden Passagen im Sommer bei heissen Temperaturen einen Schattenplatz für Alle. 

Objektiv II 

Eine künstliche Beleuchtung der Strasse ist bis zur ersten Passerelle vorhanden. Ausgeführt ist diese mit Pollerleuchten entlang der Hecken. Das natürliche Lichtbild der Laborgasse wirkt durch die hohen Gebäude sehr schattig. Die Ostgebäude sind nur vereinzelt vom Sonnenlicht belichtet. 

Recherchen zum Raum


Im Jahr 1899 tauchte die Idee, in der Zentralschweiz ein Technikum zu gründen, das erste Mal auf. 50 Jahre, viele politische Diskussionen und Auseinandersetzungen später, wurde diese Idee konkret und der Grosse Rat des Kantons Luzern beschloss, im Jahr 1957 ein Technikum zu bauen. Finanziert durch den Kanton, war das Stimmvolk bereit, dafür eine Steuererhöhung in Kauf zu nehmen. Kurzerhand konnte der Kanton Luzern das bestehende Gebäude an der Sentimatt von der Firma Schindler kaufen, worauf kurze Zeit später im Jahr 1958 der erste Unterricht mit insgesamt 85 Studierenden starten konnte. 

Vorerst handelte es sich um eine kleine Bildungsstätte für Maschinen- und Elektrotechnik. Schnell kamen dann auch die anderen technischen Disziplinen hinzu, worauf in der Sentimatt bald Platznot herrschte. Ein Umbau kam nicht in Frage – ein neuer Standort war gefragt. Die Gemeinde Horw unternahm viel, um das Technikum nach Horw, an den heutigen Standort zu bringen. 1969 genehmigte die Korporation den Verkauf von 38 000 m2 Land. Damit die Gemeinde auch zum neuen Zentrum für Technik der Innerschweiz wurde, schenkten sie dem Kanton noch zusätzliche 3000 m2. Der grosse Rat sowie die Bevölkerung des Kantons entschieden sich mittels einer Abstimmung klar für den neuen Standort in Horw. 

Im Jahr 1970 wurde für den Neubau des Technikums ein öffentlicher Wettbewerb ausgeschrieben. Insgesamt wurden 29 Projekte eingereicht. Die Jury entschied sich für den Entwurf des Architekten Peter Stutz. Dieser überzeugte vor allem durch seine lineare Erweiterungsmöglichkeit und seiner Intention, nachhaltig zu bauen. Bald darauf wurde das Technikum während zwei Etappen in den Jahren 1972 bis 1977 gebaut und neu «Fachhochschule Zentralschweiz» genannt. Seit 2001 wird der Schulkomplex unter der Bezeichnung «Hochschule Luzern – Technik & Architektur» geführt und gehört zum Teil eines über ganz Luzern und Rotkreuz verteilten Hochschulverbunds. 

Der Campus Horw ist insgesamt in fünf Trakte gegliedert. Im Trakt 1, in Richtung Nord-Süd, befindet sich das Labor, die Trakte 2, 3 und 4 liegen quer dazu in Richtung Ost-West. Trakt 2-4 dienen dem Unterricht und der Verwaltung. Eine Passerelle bildet die Verbindung zu Trakt 5, in welchem sich die Mensa, die Bibliothek und weitere Hörsäle befinden. Die Aussenräume, welche zwischen den einzelnen Gebäudekomplexen liegen, wurden vom Luzerner Landschaftsarchitekten Fritz Dové gestaltet. 

Die Gebäude wurden als Stahlbetonskelettbauten mit Raster von 9 x 9 Metern, aussteifenden Treppenhauskernen und einer Vorhangfassade aus Glas- und Stahlelementen errichtet. Die Farbgebung der Fassade versuchte man möglichst dezent zu gestalten, um eine zu starke Aufheizung der Südfassade im Sommer zu verhindern. So entstand der rotbraune Farbton. Die einfachen Grundformen und das Raster ermöglichen Flexibilität in der Innenraumgestaltung der Trakte rund um grosszügige Mittelgänge in der Längsachse.

Seit fast einem halben Jahrhundert Gebrauch ist die Anlage in die Jahre gekommen und musste schon unzählige Laborversuche aushalten. In langfristiger Planung wurde im Rahmen eines Wettbewerbes ein Projekt eines Architekturbüros aus Zürich ausgewählt, welches 2025 den Baubeginn angesetzt hat und im Jahr 2029 bezugsbereit sein soll. Der Neubau soll neue Plätze und Räume schaffen, da die Zahl an Studierenden immer noch mehr zunimmt und bereits wieder Platzmangel herrscht. Zudem ist der Campus sanierungsbedürftig – die Infrastruktur soll erneuert werden. Mit dem neuen Projekt wird die bekannte Laborgasse am Campus in Horw ebenfalls eine Veränderung erfahren, wobei sich neue Lichtverhältnisse abzeichnen werden und die Gasse zukünftig nicht mehr denselben Raum darstellen wird. Dies kann anhand des geplanten Projekts abgelesen werden. Der Campus soll im Norden und im Süden mit einem kompakten Gebäude ergänzt werden – die Trakte I bis IV bleiben erhalten. Die Mensa soll rückgebaut und der neu entstehende Freiraum aufgewertet werden. 


Laborgasse Lagepläne: Stand 1977, 2018, 2029

Stand 1977

Stand 2018
Stand 2029

Verknüpfung eigene Erfahrungen und Recherchen zum Raum 

Die Laborgasse wurde von Peter Stutz als Anlieferungsstelle und als praktischen Durchgang entwickelt. Die Gasse ist in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet und durch die Anordnung der Gebäude wird der Passant entweder in Richtung Parkplatz / Vierwaldstättersee geführt oder in Richtung Bonhof Horw / Luzern. Da sich die Bedürfnisse der Passage mit den Jahren verändert hat, wurden in der Passage zusätzlich Fahrradständer sowie Entsorgungsmöglichkeiten errichtet. Dadurch dass die Laborgasse keinen gemeinschaftlichen Wert hat, ist die Funktion der Lichtplanung auf die Anlieferung ausgelegt.

Das Lichtkonzept der Laborgasse wurde in den letzten Jahren etwas aufgefrischt. So ersetzte man die sphärischen Leuchten entlang der Hecke durch anthrazitfarbige Pollerleuchten. Die Massnahme hatte zur Folge, dass die Gasse besser für ihren Zweck ausgeleuchtet wurde, leider jedoch auf Kosten des Konzeptes von Peter Stutz. Denn die zylinderförmigen Leuchten verstärken die bereits prägnanten Fluchten der Gasse, währendem die sphärischen Leuchten dem Ganzen etwas Sanftes verleihen. 

Trotz ihrer Funktion als Anlieferung hätte man sich lichttechnisch mehr getrauen können, als nur das Minimum zu gestalten. Durch die prägnanten Fluchten der Gasse würde es sich zum Beispiel sehr gut anbieten, diese mit LED-Streifen auszustatten. Dies würde nachts sicherlich ein interessanteres Bild geben.