KAPELLBRÜCKE

ein Beschrieb von Fabienne Büchi und Laura Buholzer, Kohorte B

Die wohl bekannteste Touristenattraktion Luzerns ist die Kapellbrücke mit ihrem Wasserturm. Positioniert zwischen der Seebrücke und dem Rathaussteg lässt sie sich deutlich unterscheiden in Form, Materialität, Konstruktion und Geschichte. Nicht wie jede andere Brücke verbindet sie zwei Ufer auf dem direktesten Weg, sondern richtet sich diagonal über den Fluss Reuss mit drei unterschiedlich grossen Winkeln. Sie verbindet die Altstadt vom Rosengart Platz mit der Neustadt bis zum Stadttheater Luzern. Ihre Holzkonstruktion fällt beim Erscheinungsbild besonders auf, die durch Blumenbouquets am Geländer unterstützt wird. Ein deutlich frischer und zugleich etwas modriger Duft schwebt in der Luft. Die Kapellbrücke bringt ein Stück Natur in die Stadt.

Wenn man die Brücke betritt, kommt einem die Welt um sich gleich viel ruhiger vor. Trotz der vielen Leute, die auf der Brücke sind, entsteht eine beruhigende Atmosphäre. Der Lärm des Verkehrs und der Menschen in der Stadt, ist fast nicht mehr zu hören.

Die Brücke zieht die Fotokameras von jeder Seite an, wie dies auch auf jeder Postkarte festzustellen ist. Für Touristen ist der Fotoausschnitt auch auf der Brücke beliebt. Denn der Ausblick ermöglicht die Sicht auf Berge, Stadt und den See. Somit fühlt man sich schwebend auf dem Wasser, da man das Tragwerk beim Stehen am Geländer nicht sehen kann. Obwohl sich der Raum draussen befindet, viele Öffnungen besitzt und somit viel Helligkeit eindringt, kann man sich auch eingeengt fühlen. Die Brücke hat eine Breite von ca. drei Metern, das Geländer ist hoch und geschlossen und das Giebeldach erstreckt sich so weit nach unten, dass der Himmel nicht sichtbar ist. Durch das Gehen auf dem Holzboden ertönen laute Geräusche und der Wind bläst einem um die Ohren. Innerhalb des Raumes erscheint die Konstruktion repetitiv und der Blick in die Ferne stellt sich dadurch als unendlich dar. Die dreieckigen Malereien, welche bei jeder Säule platziert sind, zeigen Schweizer Geschichte. Sie sind jedoch nicht mehr an jeder Säule auffindbar.

Die Stimmung bei strahlender Sonne ist erstaunlich, denn es entsteht innerhalb des Raumes eine Spiegelung des Wassers an der Decke. Je nach Tageszeit ist die Atmosphäre auf der Brücke unangenehm, denn es befinden sich nicht nur Touristen auf ihr, sondern auch Geschäftsleute, Jogger, Kinder und Passanten. Man sollte somit das Begehen bei eiligen Tätigkeiten eher vermeiden. Begegnungen verschiedener Altersgruppen, Tempo und Personentypen machen das Leben auf der Brücke vielseitig und lebendig. Zum Teil auch mühsam, da man sich sehr diesen Begegnungen anpassen muss. Wenn man jedoch eine Zeit erwischt, bei der sich wenige Personen auf der Brücke befinden, wird es ruhig. Verweilen kann man sich aber definitiv, sei es beim Beobachten der Passanten sitzend auf den Bänken, beim Bestaunen der Umgebung und des Wasserturms oder auch beim Besuch des Pop-up Geschäfts in der Mitte der Kapellbrücke.