Beitrag von Abächerli Julien, Arnold Sabrina, Barberio Alessa, Widemeier Samira





















Hochschule Luzern Technik & Architektur
Beitrag von Abächerli Julien, Arnold Sabrina, Barberio Alessa, Widemeier Samira
von Abalo Oscar, Abächerli Julien, Arnold Sabrina, Barberio Alessa, Wiedemeier Samira
Der Steg erfüllt seinen Zweck. Man kann einfach und schnell vom Bahnhof zum Parkhaus gelangen oder umgekehrt. Jedoch wird sie von den Personen, die durchlaufen nicht wirklich beachtet und wahrgenommen, weil die Konstruktion kalt und monoton ist. Damit der Steg zu einer anschaulichen Attraktion wird, wollen wir in der Nacht mit Schwarzlicht den Steg zu einem Licht-erlebnis machen.
Der Frohburgsteg soll nun ein Überraschungsmoment erhalten. Das soll durch einen Sensor geschehen, welcher jedes fünfte Mal beim Vorbeigehen reagiert, denn wenn jedes Mal etwas geschehen würde, dann würde das Element der Überraschung verloren gehen. Dabei wird an einem Bereich das normale Licht ausgeschaltet und Schwarzlicht kommt zum Einsatz, welches dann die fluoreszierenden Motive zum Leuchten bringt. Das wird an einem Bereich, in der Mitte des Steges, passieren. An der Stelle befinden sich Plakatwände, welche ebenfalls einbezogen werden. Die Plakatwände würden Tagsüber normal aussehen und in der Nacht dann ihre Wirkung ändern. Zusätzlich würden auch der Boden und die Brüstungen, welche im Schatten liegen, wenn das Licht aus ist, mit Motiven versehen werden.
Der leuchtende Effekt von Schwarzlicht, genauer dem UV – Licht wird durch die Veränderung der Wellenlänge hervorgerufen.
Das Licht besteht aus verschiedenen Wellenlängen. Ein Teil diese Wellen ist für das menschliche Auge in Form von Farbe sichtbar. Gegenstände strahlen Wellen aus, die das menschliche Auge als Farbe wahrnimmt. 1
UV – Licht besteht aus sehr kurzen Wellen, ist damit sehr energiereich und für das menschliche Auge unsichtbar. Trifft UV- Licht auf einen fluoreszierenden Gegenstand, wird die Wellenlänge verändert und wird mit einer längeren Wellenlänge reflektiert. Diese Welle ist nun für das menschliche Auge in Form von leuchten erkennbar.2
Weisse T-Shirts leuchten in den Clubs mit Einsatz von Schwarzlichtlampen. Das liegt daran, dass weisse T-Shirts in Wahrheit aus leicht gelblichen Stoffen bestehen und für den rein weissen Effekt mit einem fluoreszierenden Mittel eingefärbt werden. Wir erinnern uns, das UV- Licht durch fluoreszierendes Mittel vom menschlichen Auge als Leuchten wahrgenommen wird. Bei jeder Wäsche mit Waschmittel für weisse Wäsche wird das Shirt erneut mit fluoreszierenden Mittel eingefärbt. 3
SimplyScience
Greelane
Freie Universität Berlin
Das weitere Vorgehen beinhaltet, das weitere experimentieren mit Materialien, wie Metall, Holz etc.. Dabei soll herausgefunden werden wie gut die Farben auf den Oberflächen haften und wie gut der Effekt des fluroszierenden Lichts zur geltung kommt.
Es soll versucht werden, ob eine Intstallation vor Ort möglich ist, falls nicht wird nach Alternativen gesucht werden.
Zudem soll die Motivwahl noch eingegrenzt werden und herausgefunden, welche Motive das Überraschungsmoment am besten unterstreichen.
Abbildung 1 Barberio, Alessa: Frohburgsteg. Bild von Alessa Barberio, 24.11.2021
Abbildung 2 Abächerli, Julien: Intervention Beispiel. Bild von Julien Abächerli, 24.11.2021
Abbildung 3 Abächerli, Julien: UV-Licht. Bild von Julien Abächerli, 24.11.2021
SimplyScience: Wie funktioniert UV-Farbe. 03.11.2008. Aufgerufen von https://www.simplyscience.ch/kids/wissen/wie-funktioniert-uv-farbe (08.11.2021)
Greelane: 16 Dinge, die unter schwarzem oder ultraviolettem Licht leuchten 01.12.2019. Aufgerufen von: https://www.greelane.com/wissenschaft-technologie-mathematik/wissenschaft/what-glows-under-a-black-light-607615/(09.11.2021).
Freie Universität Berlin: Schwarzlicht o.D. Aufgerufen von https://www.bcp.fu-berlin.de/studium-lehre/studiengaenge/chemie/bachelor/Interessen_loesungen/schwarzlicht.html(09.11.2021)
Beitrag von Abalo Oscar, Abächerli Julien, Arnold Sabrina, Barberio Alessa, Widemeier Samira
Panels an der Decke/ Brüstung mit eingelegtem LED Band, als indirekte Beleuchtung.
Lampen/ Spots an den Seiten für direkte Beleuchtung.
Panels an der Decke/ Brüstung mit eingelegtem LED Band, als indirekte Beleuchtung.
Zusätzliche Beleuchtung durch Sternenhimmel.
Panels an der Decke in zwei geteilt, um in der Mitte mehr Licht zu erzeugen.
Dachwechsel zu einem Pultdach aus Glas, um am Tag mehr Lichteinfall zu gewährleisten.
Geländer Wechsel zu Holzlamellen Geländer. Die Holzlamellen verlaufen in gleicher Richtung wie die Stahlträger dahinter. –> Holzlamellen erzeugen ein Schattenspiel am Tag.
LED Band am Geländer anbringen, um indirekte Beleuchtung zu erzeugen.
Oben Geländer bei Nacht, mit indirekter Beleuchtung beim Geländer und LED-Beleuchtung an längsverlaufendem Stahlträger.
Unten Geländer bei Tag, führt Schattenwurf durch Geländer und durch ein hohes Geländer könnte man die aktuelle Absturzsicherung entfernen.
Beleuchtungsverlauf bei Nacht, Bänke inzwischen verworfen.
Anstelle des Glasdaches, ein Stahldach mit Solarenergie.
Abbildung 1 Barberio, Alessa: Frohburgsteg Narration. Bild von Alessa Barberio, 03.11.2021
Abbildung 2 Abalo, Oscar: Frohburgsteg bei Nacht. Bild von Oscar Abalo, 03.11.2021
Abbildung 3 Abächerli, Julien: Forhburgsteg bei Tag. Bild von Julien Abächerli, 03.11.2021
Abbildung 4 – 6 Barberio, Alessa: Frohburgsteg Variante 1. Bilder von Alessa Barberio, 03.11.2021
Abbildung 7 – 9 Abächerli, Julien: Frohburgsteg Variante 2.1. Bilder von Abächerli Julien, 03.11.2021
Abbildung 10 -11 Wiedemeier, Samira: Frohburgsteg Variante 2.2. Bilder von Widemeier Samira, 03.11.2021
Ich gehe durch den Menschen überfluteten und lauten Bahnhof hindurch, die metallene Wendeltreppe hinauf und stehe am Anfang des Frohburgsteges.
Ich stehe davor und lasse die stählerne und rohe Konstruktion auf mich wirken, bevor ich mich dazu entschliesse, den ersten Fuss auf den Steg zu setzen. Nach einigen Schritten fällt mir direkt ein merkwürdiger Ton auf. Die Gummisohlen meiner Schuhe schrammen über den gerillten Metallboden und dabei entsteht immer wieder ein kurzes und schrilles Geräusch. Bei genauerem Hinhören fällt mir dasselbe Geräusch nochmals auf, dieses Mal ist es aber konstant und kommt vom Rollkoffer einer Frau, die an mir vorbeizieht. Dabei realisiere ich, dass ich nicht allein bin. Überall auf dem Steg befinden sich Menschen und durch die seitlich einfallenden Sonnenstrahlen zeichnen sich die Schatten der Menschen auf der Brüstung ab.
Daraufhin drehe ich meinen Kopf zur Sonne, die über den Bahngleisen steht, und sehe, wie diese untergeht, was auch die Schatten erklärt. Beim Beobachten der Sonne fällt mir auf, wie warm mir eigentlich ist, was vermutlich an den Sonnenstrahlen, die den Steg durchdringen, liegt. Auf beiden Seiten des Steges befindet sich ein Stahldrahtzaun, welcher vermutlich als Absturzsicherung dient. Ich gehe näher an die Brüstung heran und lasse den Blick über die Bahngleise schweifen. Die Hektik des Alltages beinahe vergessend kehrt allmählich Ruhe ein, doch dann höre ich es wieder, das Geräusch von wahllos durcheinander gesprochenen Worten der Menschen, die sich um mich herum befinden. Der Steg überträgt die heftigen Schritte derer, die über ihn rennen, vermutlich um den nächsten Zug zu erreichen. Das Gefühl der Ruhe verschwindet so schnell wieder, wie es gekommen ist, und die Hektik des Alltages nimmt mich wieder ein. Ich setze meine Reise zum Ende des Steges fort und beobachte dabei das Lichtspiel der Sonnenstrahlen auf der Brüstung innerhalb des Steges und sehe, wie sie sich in den Fenstern von einigen umliegenden Gebäuden widerspiegelt.
Allmählich am Ende des Steges angekommen, fällt mir auf, dass sich hier viele kleinere Mülleimer beziehungsweise Aschenbecher befinden, wenn ich mich jedoch über die Brüstung des Steges lehne, fällt mir auf, dass sich in der Rille, die die Absturzsicherung und den Steg verbindet, viele kleine Zigarettenstummel befinden. Ich frage mich, warum diese nicht fachgerecht entsorgt worden sind, dabei fällt mir auf, dass die vorhin erwähnten Mülleimer sich nur am Ende (oder für andere am Anfang) des Steges befinden, und frage mich, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, diese über den ganzen Steg zu verteilen. Es ist nicht das erste Mal, dass ich so etwas sehe, also lasse ich mich davon nicht weiter irritieren und untersuche das Ende des Steges genauer. Dabei fällt mir auf, dass sich auf dieser Seite eine viereckig gewundene Wendeltreppe mit einem Lift im Treppenlicht befindet. Zudem bestehen die Wände des Treppenschachts aus halbtransparenten Platten, die das Sonnenlicht gerade noch so durchscheinen lassen, aber nichts von aussen zu erkennen geben. Ausserdem fällt mir auf, dass sich durch die Sonneneinstrahlung eine starke Hitze innerhalb des Treppenhauses entwickelt, wodurch ich allmählich ein wenig ins Schwitzen komme. Bevor ich mich zum Abstieg begebe, lasse ich meinen Blick noch über die zurückgelegte Strecke schweifen und geniesse ein letztes Mal den Ausblick über die Bahngleise.
Der Frohburgsteg, geplant vom Architekten Justin Rössli, wurde 1999 fertiggestellt. Er dient als Passerelle, die heute das CityBay Quartier und den Hauptbahnhof Luzern, über die Bahngleise, miteinander verbindet.
Der Frohburgsteg war ursprünglich 220m lang, wurde aber in 2009 um 40m verkürzt. Grund dafür war, die Überbauung «CityBay», welche mehr Platz benötigte.
Der Frohburgsteg wirkt sehr offen, auch wenn er auf beiden Seiten eine hochragende Absturzsicherung hat. Die Absturzsicherung besteht aus einem feinen Drahtzaun, welcher viel Licht durchlässt und die Sicht nicht behindert, was dazu führt, dass er schnell in den Hintergrund tritt. Weil der Steg so offen ist, ist ein grosser Lichteinfall möglich, weswegen am Tag auch keine künstliche Beleuchtung nötig ist. Zudem entsteht durch das Tragewerk ein interessanter Schattenwurf auf der Brücke.
In der Nacht wird der Frohburgsteg künstlich beleuchtet. Das künstliche Licht kommt von Leuchtstoffröhren, welche sich unter der Überdachung an den vertikalen Stahlträgern befinden. Das künstliche Licht ist weiss, weswegen es kalt wirkt. Die Leuchtstoffröhren sind in einem weiten Abstand verteilt, weswegen man beim Überqueren immer wieder dunkle Abschnitte durchqueren muss. Dadurch, dass das künstliche Licht in der Nacht heller ist als die umliegende Beleuchtung des Bahnhofes, verschwindet der Ausblick den man tagsüber hat. In der Nacht verschwinden auch die Geräusche der Züge und der Menschen, die man tagsüber hören kann. In der Nacht wirkt das Treppenhaus des Frohburgsteges, auf Seiten der CityBay, wie eine Laterne. Dieser Effekt kommt von den halbtransparenten Platten, welche das Treppenhaus umschliessen.
Frohburgsteg Informationen: SBB Immobilien: Arealentwicklung Rösslimatt, Luzern: (2013) https://www.sbb-immobilien.ch/sites/default/files/downloads/projects/20131001_%20Rosslimatt_Bericht_des_Beurteilungsgremiums.pdf (Abgerufen 29.09.2021)
Frohburgsteg Infromationen: Luzerner Zeitung: STADT LUZERN: Frohburgsteg am Bahnhof wird verkürzt (2009) https://www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/luzern/stadt-luzern-frohburgsteg-am-bahnhof-wird-verkuerzt-ld.26985 (Abgerufen 29.09.2021)
Frohburgsteg Informationen: Architekturbibliothek: Lakefront-Center (2017) https://www.architekturbibliothek.ch/bauwerk/lakefront-center/ (Abgerufen 02.10.2021)
Abbildung 3: : Luzerner Zeitung: STADT LUZERN: Frohburgsteg am Bahnhof wird verkürzt (2009) https://www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/luzern/stadt-luzern-frohburgsteg-am-bahnhof-wird-verkuerzt-ld.26985 (Abgerufen 29.09.2021)