Coaching 1 – Simon Oehen und Lars Moser – IAR

Abbildung 1: Globus Logo im Parking (Lars Moser)

Erster Eindruck

Den Raum, den ich bearbeite und analysiere ist das Globus-Parking. Es befindet sich mitten in der Stadt Luzern an der Pilatusstraße 4, neben dem Bahnhof.

Beim Begehen dieses Raumes, fällt mir auf, dass das Globus-Parking unterirdisch ist und somit ist das Beleuchten dieses Raumes mit natürlichem Licht nicht einfach. Diese Erkenntnis bestätigt sich, als ich auf der Parkplattform ankam Und weder auf dem Weg nach unten, den ich über die Einfahrt beschritt, noch unten auf der Parkplattform, eine natürliche Lichtquelle ausmachen konnte. Das Licht dieses Raumes ist also mit Ausnahme von dem Eingangstor ausschließlich künstlicher Herkunft.

Zum Beleuchten des Raumes werden längliche LED-Leuchten verwendet, die ein helles tendenziell blaues Licht abstrahlen. Dank dieser Lichtquellen befindet man sich nicht wie man es annehmen könnte, wenn man sich unter Tage begibt, in einem dunklen Loch, sondern eher in einem sehr gut beleuchteten Raum, der jedoch in gewissen Ecken ein wenig Schatten wirft. Dabei ist aber zu beachten welche Funktion dieser Raum hat. Bei einem Parkhaus wie diesem, ist es tendenziell wichtig, dass man die befahrenen Flächen sowie Beschilderungen gut ausleuchtet. Auf der pragmatischen Seite erfüllt das Licht diese Aufgaben vollkommen.

Das Licht wirkt im Zusammenhang mit den glatten, weiß gestrichenen Wänden und dem grauen Boden ziemlich hell aber auch steril und kalt. Das Einzige, was den Raum ein wenig wärmer erscheinen lässt, sind die gelben Stützen, die gleichmässig im ganzen Raum verteilt sind. Nebst den gelben Säulen arbeitet man auch beim Kennzeichnen der Ausgänge und dem Markieren der Parkplätze mit verschiedenen Farben, zum einen ist der Ausgang „Pilatusstraße“ rot gekennzeichnet und der Ausgang Seidenhofstrasse blau, zum anderen sind reguläre Parkplätze mit weissen und private Parkplätze mit gelben Linien markiert.

Das Licht wird nebst den Farben und Oberflächen der Wände auch durch die Höhe des Raumes beeinflusst. Es ist ein niedriger Raum der zusätzlich zu seiner geringen Höhe, sichtbare Leitungsführungen an der Decke aufweist. Diese schlucken ebenfalls Licht und man fühlt sich noch eingeengter. Bei einem normalen Besuch dieses Raumes befindet man sich in der Regel nicht sehr lange in diesem Raum auf, wodurch es aus pragmatischer Sicht wiederum nicht sehr schlimm ist.

Mein Fazit nach der Begehung des Raumes Globus-Parking ist, dass das Licht des Parkhauses auf die rein objektive Betrachtung, ohne pragmatischen Bezug, sehr hell kalt und steril wirkt. Die symmetrische und lineare Anordnung der Leuchten in den Fahrgassen, erzeugt auf diesen kaum Schattenfelder, auf gewissen Parkfeldern jedoch, die nicht direkt beleuchtet werden, erzeugt es einen dunkleren Raum.Das Licht ist auch immer im Zusammenhang mit Farbe unterschiedlich zu deuten, so wirkt es auf mich, dass die gelben Stützen doch ein wenig Wärme in den Raum bringen.

(Lars Moser)

Lage und Geschichte des Globus-Parkings

Geschichte und Kontext

Entworfen und gebaut, wurde dieses Parking von den Architekten Suter-Suter AG in den Jahren 1977-1979. Den Jahrgang erkennt man, da es ein Musterbeispiel für den innenstädtischen Geschäfts- und Gewerbebau der 70er Jahre ist.

Quelle: (https://www.architekturbibliothek.ch/bauwerk/flora-komplex/)

Abbildung 2: Situationsplan Globus-Parking (www.geoportal.lu.ch) bearbeitet: (Lars Moser)
Abbildung 6: Flora-Komplex – Ansicht Südost – Suter Suter AG – 1979 – Luzern (https://www.architekturbibliothek.ch/bauwerk/flora-komplex/)

Bei der Gestaltung des Komplexes wurde eine grossmassstäbliche zeittypische Oberflächen-Architektur angewandt. Heute ist die Architektur dieses Gebäudes nicht mehr Zeitgemäss, somit sticht der Bau im historischen Kontext hervor, orientiert sich jedoch mit Fluchten und Gebäudehöhen an seiner Umgebung. Das Globusparking oder auch Flora-Parking genannt, wird von der Pilatusstrasse, Seidenhofstrasse und dem Floraweg umfasst. Die längste Fassade des Flora- Komplexes, worin sich im Untergeschoss das Parking befindet, lieg in Richtung der Pilatusstrasse welche sogleich die Südfassade des Gebäudes ist.

Quelle:(https://www.architekturbibliothek.ch/bauwerk/flora-komplex/)

Menschliche Wahrnehmung

Wie in allen Räumen hat auch das Globus-Parking eine primäre Funktion. Es ist darauf ausgelegt Parkplätze für Autos der Besucher/-innen des Florakomplexes zu bieten. Man befindet sich als Mensch in der Regel nur kurz in diesem Raum, somit ist seine primäre Funktion auch nicht für den Menschen behaglich zu sein. Das äußert sich vor allem wenn man sich mit der menschlichen Wahrnehmung befasst. Als Mensch besitzt man 5 Sinne, Welche die Grundlage der menschlichen Wahrnehmung bilden. Diese Sinne heissen: Hören, Sehen, Fühlen, Schmecken und Riechen. 

Sehen

Wenn ich das Parkhaus betrete, sehe ich eine künstliche, helle Beleuchtung. Diese dient dazu, dass man ausreichend sehen kann, um mit dem Auto zu manövrieren.

Abbildung 8: Sehen (Simon Oehen)
Abbildung 8: Detailskizzen Beleuchtung (Lars Moser)

Hören

Durch die Lage des Parkhauses unter der Erde, schluckt der Raum auch dank der, an den Decken montierten Leitungen den Schall von aussen ziemlich gut. Fährt jedoch ein Fahrzeug in das Parkhaus, können wir den Automotor sehr gut über das Gehör wahrnehmen. Solange bis der Motor ausgeschaltet wurde, oder das Fahrzeug den Raum verlassen hat.

Abbildung 8: Hören (Simon Oehen)

Fühlen

Man kann vor allem glatte Wände im Parkhaus wahrnehmen, jedoch findet man im Gobus-Parking auch anders verarbeitete Oberflächen, wobei aber immer die Anforderungen des Objekts im Vordergrund steht.

Abbildung 9: Temperatur fühlen (Simon Oehen)
Abbildung 10: Bodenbeschaffenheit (Simon Oehen)
Abbildung 11: Oberflächenbeschaffenheit (Simon Oehen)

Riechen / Schmecken

Durch die ständige Belastung der Autoabgase ist eine große Lüftung von Nöten, damit man auch zu Frischluft kommt. Diese Lüftung ermöglicht auch einen Abtransport der unangenehm riechenden Abgase, was dazu führt, dass man trotz der hohen Abgasbelastung, nur dezent unangenehme Gerüche wahrnehmen kann.

Abbildung 12: Riechen und Schmecken (Simon Oehen)

Man fühlt sich in diesem Raum, mit der Berücksichtigung der menschlichen Wahrnehmung, nicht besonders wohl, aber das ist nicht weiter schlimm da man sich ohnehin nicht lange in diesem Raum befindet und dies auch nicht der primären Anforderung des Raums entspricht.