Carolina Rossi
Coaching 1 – Parkhaus Globus – Gruppe E3 – IA

DER STANDORT
Das Parkhaus befindet sich im Stadtzentrum von Luzern, in der Nähe des Bahnhofs. Der obige Komplex, der als Flora-Komplex bekannt ist, wurde zwischen 1977 und 1979 gebaut. Das Gebäude befindet sich zwischen der Pilatusstrasse, der Seidenhofstrasse und dem Floraweg. Die Ein- und Ausfahrt des Parkhauses befinden sich auf der Seidenhofstrasse, die zwischen hohen Gebäuden eingeschlossen ist.
DIE NUTZUNG
Das Parkhaus dient als Brücke zwischen dem Abfahrtsort und dem gewünschten Zielort. Die Besucher des Parkhauses haben immer einen Ort, an den sie gehen müssen. Sie wollen nur ihr Auto abstellen und zu ihrem Ziel weiterfahren. Das ist der einzige Grund, weil sie den Platz betreten: Niemand geht auf den Parkplatz, einfach um den Raum zu besuchen. Deshalb versucht man, so wenig Zeit wie möglich dort zu verbringen.
DER RAUM
Sobald man sich dem Eingang nähert, schrumpft und verdunkelt sich die Umgebung. Der Durchgang zu den Parkflächen leitet die Besucher durch einen kreisförmigen Korridor herunter. Die Geräusche, die Farben und das Licht der Stadt weichen langsam zurück, wenn man zum Parkplatz hinabsteigt.
Das Weiss der Wände und Decke schafft keine Erleichterung vom Gefühlen der Enge und des Erstickens, welche durch den runden und engen Raum entstehen. Gefühle, die sich noch stärker ausdrücken, wenn man mit dem Auto durch den Gang fährt.
Im Inneren ist der Raum überwiegend grau und hat den typischen anonymen Charakter einer Tiefgarage. Der Geruch ist beissend und riecht nach geschlossenen Räumen, Abgasen und Feuchtigkeit.
Die Geräusche von Automotoren, quietschenden Reifen auf dem Boden und gelegentlich über Gitterroste hinweg, prägen den ansonsten stillen Raum.
Die Decke ist mit verschiedenen Rohren und Kanälen bedeckt, die in unterschiedliche Richtungen verlaufen und den einzigen Zweck des Raumes widerspiegeln, nämlich funktional zu sein.
Zylindrische Säulen erheben sich in regelmässigen Abständen und heben sich durch ihre kräftige gelbe Farbe von der Umgebung ab. Der Hauptgrund für die mangelnde Sichtbarkeit sind jedoch die grossen weissen Blöcke, die scheinbar in der Umgebung verschwinden wollen, was aber kaum gelingt.
Für Fussgänger gibt es zwei Ausgänge, die zur Seidenhofstrasse und zur Pilatusstrasse führen. Diese sind blau bzw. rot markiert.
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Abb.2: Eingang -
Abb.3: Gelbe Säule -
Abb.4: Weisser Block

DAS LICHT
Die Umgebung wird ausschliesslich durch ein kaltes elektrisches Licht beleuchtet, das unabhängig von äusseren Faktoren immer gleich bleibt. Zu den Lichtquellen gehören Lichtleisten und GLOBUS-Schilder. Die Schilder, die auf die Ausgänge hinweisen, sind ebenfalls beleuchtet, während der Rest der Beschilderung auf der Oberfläche farbig oder in Form von Schildern angeordnet ist.
Von Zeit zu Zeit hängen Werbeplakate an den Wänden, die einen hauchen Farbakzent in den Raum bringen, der aber nur nebenbei wahrgenommen wird.
Das Licht auf dem Boden ist nicht durchgehend, sondern wirft dunkle Schatten, wo der Lichtstrahl der Lampen unterbrochen wird. Ein Strahl, der sich auf die Carrosserie der Autos spiegelt. Wenn sich diese in Bewegung setzen, scheint es den Effekt zu wiederholen, wie bei der Videopräsentation eines neuen Automodells verwendet wird.
DIE QUALITÄTEN UND DIE SCHWACHSTELLEN
Die Lage des Parkhauses ist sicherlich ein Pluspunkt, ebenso wie die Beschilderung, welche die Nutzung des Platzes sehr einfach macht. Allerdings ist der Raum geschlossen und unübersichtlich. Wer sich in dem Raum aufhält, hat den Eindruck, vom Rest der Welt ausgeschlossen zu sein. Dies, weil äussere Einflüsse wie Licht, Gerüche, Lärm und damit auch das Wetter und die Jahreszeiten nicht wahrgenommen werden. Das kann als Schwäche betrachtet werden, kann aber auch eine Qualität sein, wie in unserem Fall.
Quellenangabe:
Flora-Komplex: https://www.architekturbibliothek.ch/bauwerk/flora-komplex/
Abbildungsverzeichnis:
Abb.1-2: Bilder von Carolina Rossi
Abb.3: Bild von Simon Oehen
Abb.4: Bild von Kay Weber
Abb.5: Bild von Andreas Lüthi